Flüchtlinge aus Eremitage ausgezogen

Ehemaliges Kloster wird in Hospiz umgewandelt

(wS/red) Wilnsdorf 11.01.2017 | Zum Jahresende gab die Gemeinde Wilnsdorf die Schlüssel zum ehemaligen Klarissenkloster auf der Eremitage wieder ab. In den vergangenen zwölf Monaten nutzte die Kommune das Haus zur Unterbringung von Flüchtlingen. Inzwischen sind die letzten Mieter in die ehemalige Grundschule Anzhausen umgezogen.

Kurz vor Ablauf des Mietvertrags trafen sich alle Beteiligten zum Rückblick vor Ort. Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler konnte sich noch gut an die ersten Gespräche mit der Siegener St.-Marien-Gemeinde erinnern. „Ende 2015 baten wir die Öffentlichkeit, uns Wohnraum für Geflüchtete zu vermieten, und haben auch ganz konkret potentielle Vermieter angesprochen, als uns das leerstehende Gebäude angeboten wurde“. Damals lebten bereits über 300 Asylsuchende in Wilnsdorf, wöchentlich wurden der Kommune rund 25 weitere Menschen zugewiesen. Zügig wurde alles in die Wege geleitet, dass im ehrwürdigen Gemäuer bis zu fünfzig Menschen Unterschlupf finden konnten. Bereits im November 2015 zogen die ersten Mieter ein. Die Betreuung übernahm der Caritasverband Siegen-Wittgenstein, dessen engagierte Mitarbeiter sich täglich vor Ort um die untergebrachten Menschen kümmerten. „Trotz einiger Bedenken gestaltete sich das Zusammenleben der überwiegend männlichen Flüchtlinge ruhig und harmonisch“, konnte Thomas Griffig, Vorsitzender des Caritasverbandes, berichten.

Ein Jahr lang waren Flüchtlinge auf der Eremitage untergebracht. Thomas Griffig (Vorsitzender des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein), Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler sowie Hans-Jürgen Winkelmann und Hubert Berschauer (beide St. Marien-Krankenhaus Siegen, vrnl.) zogen positive Bilanz. (Foto: Gemeinde Wilnsdorf)

Ein Jahr lang waren Flüchtlinge auf der Eremitage untergebracht. Thomas Griffig (Vorsitzender des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein), Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler sowie Hans-Jürgen Winkelmann und Hubert Berschauer (beide St. Marien-Krankenhaus Siegen, vrnl.) zogen positive Bilanz. (Foto: Gemeinde Wilnsdorf)

Hans-Jürgen Winkelmann, Geschäftsführer des Siegener St. Marien-Krankenhauses, das Miteigentümer der Liegenschaft ist, begründete nochmals das Engagement der katholischen Kirche im Rückblick: „Für uns war es damals ein christliches Gebot der Stunde, die Kommune und die ihr zugewiesenen Hilfesuchenden zu unterstützen.“ Die bereits ausgearbeiteten Pläne, das ehemalige Kloster in ein Hospiz umzubauen, wurden für ein Jahr zurückgestellt. Nun, da das Gebäude wieder leer steht, kann das Ansinnen umgesetzt werden.

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