„Tod und Verklärung“ im Apollo-Theater

Hadydns legendäre 104.Sinfonie und zwei Werke von Richard Strauss

(wS/red) Siegen 17.02.2016 | Zwei zentrale Werke von Richard Strauss, dazu die legendäre letzte Sinfonie von Haydn und ein außergewöhnlicher Solist: Das Konzert mit der Philharmonie Südwestfalen am Freitag, 26. Februar, 20 Uhr, im Siegener Apollo-Theater an der Morleystraße 1 verspricht große Musik.

Das heimische Orchester spielt unter der Leitung seines Chefdirigenten Charles Olivieri-Munroe die 104. Sinfonie von Joseph Haydn,die nach Ansicht vieler Musiker seine schönste ist. Er komponierte sie währendseiner zweiten London-Reise. Die Uraufführung fand am 4. Mai 1795 im Londoner Haymarket-Theatre statt. Der Morning Chronicle berichtete am 7. Mai 1795: „Eine neue Symphonie, von der einige der besten Kenner glauben, dass sie in jedem Satz an Fülle, Reichtum und Majestät all seine anderen Werke überträfe (…) in den nächsten fünfzig Jahren würden die Komponisten nur wenig Besseres als Nachahmer Haydns sein und nur wenig mehr hervorbringen als einen zweiten Aufguss. Wir hoffen, diese Prophezeiung möge sich als falsch erweisen, aber die Wahrscheinlichkeit scheint die Vorhersage zu bestätigen.“

Das Horn war für Richard Strauss das prägende Instrument seiner Kindheit, denn sein Vater, Franz Joseph Strauss, war einer der größten Hornvirtuosen seiner Zeit, der außerdem erstklassig komponierte. Der Junior schrieb als 18-Jähriger ein wunderbares Hornkonzert für seinen Vater (was diesem allerdings nicht gefiel) – und erst 60 Jahre später sein 2. Hornkonzert. Diese 1942 entstandene Komposition ist geprägt von der Reife des Alters: ein kammermusikalisch durchsichtiges, teils spielerisches, teils lyrisches Meisterwerk, das als Rückschau auf ein höchst erfolgreiches Musikerleben zu betrachten ist.

Szabolcz Zempleni, Solohornist der Bamberger Sinfoniker (Foto: privat)

Szabolcz Zempleni, Solohornist der Bamberger Sinfoniker (Foto: privat)

Interpretiert wird das Werk vom Solohornisten der Bamberger Sinfoniker, SzabolczZempleni. Der gewann 2005 den 1. Preis beim renommierten ARD-Wettbewerb in München. Seitdem war er als Solist in den USA (unter anderem in der Carnegie Hall) zu erleben und in Japan, in Italien und China, in Thailand und im Bartók-Saal seiner Geburtsstadt Budapest. Der 35-Jährige hat in Budapest und Berlin studiert und errang schon mit 17 – da spielte er erst seit vier Jahren das Horn – beim Wettbewerb Concertino Praga den ersten Preis und den Sonderpreis.
Strauss‘ sinfonische Dichtung „Tod und Verklärung“ entstand zwischen 1888-und 1890; es war das dritte Werk dieser Art des jungen Richard Strauss, ein Tongemälde für großes Orchester. Der Komponist selbst entwarf das Programm des Werkes, in dem das Siechtum eines Sterbenden dargestellt wird. Von Schmerzen gepeingt, erinnert dieser sich seines Lebens, und als er schließlich stirbt, wird seine Seele verklärt. Der Einfluss Richard Wagners ist in diesem spätromantischen Werk noch sehr spürbar.

Strauss rang besonders lange mit dem Abschluss dieser Komposition. Als er die letzten Takte endlich komponiert hatte, schrieb er: „Es ist schwer, Schlüsse zu schreiben. Beethoven und Wagner konnten es. Es können nur die Großen. Ich kann’s auch.“

Karten (19 – 33 Euro, ermäßigt 11 – 25,50 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vorstellung), an den Vorverkaufsstellen oder online: www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellung sind während der Theaterkasse-Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-2.

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