Der SGV ist mehr als nur eine Freizeitaktivität

wS/oS  –  Kreuztal-Littfeld  –  27.08.2012  —  100 Jahre SGV Littfeld  gebührend gefeiert  —  Mit einem Ökumenischen Gottesdienst durch Pfarrer Frank Hippenstiel und Gemeindereferentin Cornelia Clemens sowie unter Mitwirkung des Posaunenchores und dem Chor Lichtblick wurden die Feierlichkeiten zum 100-jährige Bestehen der SGV-Abteilung Littfeld in der alten Kapellenschule eröffnet. Nachdem der Spielmannszug des TV Littfeld auf dem Festplatz einmarschiert war, begrüßte Vorsitzende Doris Schumacher besonders Kreuztals stellvertretende Bürgermeisterin Elfrun Bernshausen, Kreis Siegen- Wittgensteins stellvertretenden Landrat Jürgen Althaus, den Vize-Präsidenten des SGV Hermann-Josef Göbel sowie den Regionalvertreter der SGV Anton Schmitt. Ein besonderer Gruß jedoch ging an die vielen Mitglieder befreundeter SGV-Abteilungen die gekommen waren. Seit dem Gründungsjahr 1912 hat sich die SGV-Abteilung Littfeld beständig und positiv entwickelt. Für ihre heute rund 140 Mitglieder sind der Naturschutz, die Heimatpflege sowie der Erhalt und die Förderung des Kulturguts Wandern ein wichtiges Anliegen.

Ganz im Sinne der Gründungsväter des Sauerländischen Gebirgsvereins setzen sich auch die Littfelder SGV-er dafür ein, die Natur als Lebensgrundlage und Erholungsraum für die heutige und die kommenden Generationen zu bewahren. Die ersten Gedanken zur Gründung einer eigenständigen SGV-Abteilung Littfeld sagt man der Hüttengemeinschaft des „Waldesheims“ nach. Diese Hüttengemeinschaft setzt sich aus Littfelder Handwerkern, Bergleuten, Landwirten und Lehrern zusammen und war allgemein unter der Bezeichnung „Philosophenrunde“  bekannt. Alle waren bereits mehrere Jahre Mitglied der SGV-Abteilung Krombach. Der starke Mitgliederzuwachs durch Littfelder Bürger in den Jahren 1919 bis 1912 mag dann endgültig die Trennungsgedanken reif gemacht haben. Die Gründung der SGV-Abteilung Littfeld erfolgte am 3. August 1912. Zum 1. Vorsitzenden wurde Lehrer Friedrich Grieb gewählt. 1926 zählte der Verein bereits 77 Mitglieder. Sie beschlossen im Hand und Spanndienst den Weg zum Kindelsberg zu bauen. Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet von der nationalsozialistischen Zeit, und erst 1947 fand die erste Jahreshauptversammlung nach dem Krieg statt. Festgehalten wurde, dass die Bänke neu gestrichen werden sollten, sobald Farbe zu beschaffen sei.

Zehn Jahre später betrug der Mitgliederstand bereits 117 Mitglieder. 5 Tages-, 10 Halbtags- und 3 Mondscheinwanderungen wurden durchgeführt. 1968 wurde die Littfe-Quelle in Eigenleistung gefasst und eingeweiht. In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten wurde die SGV-Hütte gebaut, das 75-jährige Bestehen des Kindelsbergturmes gefeiert und auch fand eine Baumpflanzaktion an dem traditionsreichen Weg oberhalb der Kreuzbank statt. In den 100 Jahren hat der Verein lediglich 5 Vorsitzende gehabt, dies zeigt, dass nicht nur die Vorsitzenden, sondern auch die Mitglieder stark mit dem Heimatgedanken und dem SGV verbunden sind. Und so wurde am Sonntag das 100-jährige Bestehen gefeiert. Jürgen Althaus überbrachte die besten Glückwünsche vom Kreis Siegen-Wittgenstein und das Blasorchester Kreuztal lud zum Frühschoppenkonzert ein. Zwischendurch gab es Grußworte von Wolfgang Otto von der Dorfgemeinschaft Littfeld  und musikalische Unterhaltung kam von der Chorgemeinschaft Erle sowie dem Akkordeon-Club Littfeld.

Musikalisch eröffnet wurde das 100-jährige Bestehen durch den Spielmannszug des TV-Littfeld.

Hermann Josef Göbel, Vize-Präsident des SGV (r.) und Regionalvertreter des SGV Anton Schmitt überreichten der Vorsitzenden Doris Schumacher ein Gastgeschenk.

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