Erndtebrücker Gipfelstürmer mit Bodenhaftung

wS/jk – Erndtebrück – 17.11.2012 – Nach einem überzeugenden 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen Westfalia Rhynern wähnt sich der TuS Erndtebrück vorübergehend an der Tabellenspitze der Fussball-Oberliga Westfalen. Mit nun 31 Zählern auf der Habenseite hat die Cestonaro-Elf genauso viele Punkte gesammelt wie in der gesamten letztjährigen NRW-Liga-Saison. Trotz des Höhenflugs behält der Fünftligist die Bodenhaftung.

Die Wittgensteiner – angesprochen auf einen möglichen Regionalliga-Aufstieg – üben sich in Bescheidenheit: „Am Sonntag können die starken Mannschaften der SG Wattenscheid und des SV Lippstadt nachlegen“, relativiert Co-Trainer Florian Schnorrenberg den Sprung an die Spitze. Dann könnte Erndtebrück zurück auf den dritten Platz verwiesen werden. „Uns gefällt die Lauerstellung eh viel besser“, behauptet der Assistent von Trainer Peter Cestonaro.

Das Thema „Regionalliga“ steht in Erndtebrück nicht auf der Tagesordnung. „Die Hinserie ist noch nicht zu Ende gespielt und noch stehen 20 Spiele aus. Jetzt schon vom Aufstieg zu sprechen, wäre zu früh. Ein eventueller Aufstieg ist noch weit weg“, so Schnorrenberg. Mit der Leistung seiner Elf beim klaren Sieg gegen den Tabellenfünften, auf den der TuS nun schon neun Punkte Vorsprung hat, war Trainer Cestonaro vollends zufrieden.

Bescheidenheit ist bei Cestonaro-Elf Trumpf

„Das war eine runde Sache. Wir haben sehr gut in der Defensive gestanden. Dass wir gegen die offensivstarke Westfalia, die in der laufenden Saison 30 Treffer erzielte, ohne Gegentor geblieben sind und gegen ein solches Spitzenteam auch in dieser Höhe verdient gewonnen haben, macht mich glücklich“, kommentierte Peter Cestonaro. Doch trotz aller Bescheidenheit haben die Wittgensteiner sich bis zur Winterpause aber ein Ziel gesetzt: „ ir wollen oben dran bleiben“, sagt der TuS-Coach.

Die rund 180 Zuschauer im Pulverwaldstadion sahen im ersten Durchgang die fußballerisch beste Halbzeit, die der TuS Erndtebrück in dieser Saison spielte. Die Gastgeber erarbeiten sich gute Chancen und führten folglich verdient mit 2:0 zur Pause. Gegen die schnell nach vorne spielenden Gäste aus Rhynern musste die Cestonaro-Elf jedoch stets auf der Hut sein.

Westfalia-Torjäger Stanislav Iljutcenko köpfte nach einer Viertelstunde knapp über das von Timo Bäcker gehütete Tor und verpasste wenig später den Führungstreffer für die Fußballer aus dem Hammer Stadtbezirk (21.). Dazwischen scheiterte der Erndtebrücker Johannes Burk an Rhynerns Keeper Dennis Wegner (18.), der gänzend parierte.

Beste Halbzeit der Saison

Die Hausherren machten Druck und hatten durch Kapitän Markus Waldrich die nächste große Tormöglichkeit (25.). Schließlich gelang Falko Wahl per Kopfball nach einem Freistoß von Marco Maser nach 33 Minuten der Führungstreffer. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff ebnete Maser mit einem Pass in die Tiefe seinem Mitspieler Waldrich den Weg zum zweiten TuS-Tor.

Eine verunglückte Flanke von Sven Hinkel führte zum dritten Torerfolg. Der Ball, von der rechten Seite vor das Rhynerner Tor gebracht, senkte sich ins lange Eck (55.). Danach verflachte die Partie und es konnten keine nennenswerten Chancen mehr verzeichnet werden. „Wir treten sehr selbstbewusst auf“, lobte Co-Trainer Schnorrenberg die TuS-Truppe.

Einen Wehmutstropfen gab noch: Özgür Öncü, aus der zweiten Mannschaft zum Stammspieler im Oberliga-Team geworden, musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. Er hatte sich bei einem Zusammenprall wenige Minuten vor der Pause am Oberschenkel verletzt. „Wir hoffen, das er mit einer Prellung glimpflich davon kommt“, wünscht sich Co-Trainer Florian Schnorrenberg eine schnelle Genesung des Spielers. Für Öncü kam Torschütze Sven Hinkel ins Spiel.

TuS Erndtebrück – Westfalia Rhynern 3:0 (2:0).

Erndtebrück: Bäcker, Wahl, Gelber, Matuwila, Ziegler, Maser, Burk, Mbuku (59., Stein), Öncü (46., Hinkel), Thorbeck, Waldrich. – Tore: 1:0 Falko Wahl (33.), 2:0 Markus Waldrich (41.), 3:0 Sven Hinkel (55.). – Schiedsrichter: Benjamin Schäfer (Hillerheide). – Zuschauer: 180.

Bericht: Jürgen Kirsch

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