Siegen in Trümmern: Bürger gedenken dem Bombenangriff vom 16.12.1944

wS/wf. Siegen – 16.12.2012 – Viele Siegener haben am Sonntag dem Bombenangriff im Jahre 1944 gedacht. Gegen 15:00 Uhr am 16. Dezember 1944 warfen 108 Lancaster-Bomber aus England Bomben auf Gebäude und Straßen der Stadt. Sieben Minuten dauerte der Angriff – 348 Menschen wurden dabei getötet.

Wie in den Jahren zuvor gedenken die Siegener Bürger mit vielen Aktionen diesen Tag. Um 15:00 Uhr läuteten die Glocken aller Kirchen in der Altstadt, danach stille.

Im Dicken Turm legten Siegens Bürgermeister Steffen Mues sowie seine beiden Stellvertreter Angelika Flohren und Jens Kamieth einen Kranz nieder.
Das Siegener Bündnis für Demokratie und Toleranz hatte gestern zum Aktionstag „Geh-Denken“ aufgerufen. Mit dieser Veranstaltung wollen sie ein klares Zeichen gegen den Nationalsozialismus setzen. Insgesamt 14 Stationen waren eingerichtet, um dem Bürger themenbezogene Veranstaltungen und Ausstellungen zu bieten.

Zum Abschluss wurde ein Ökumenischer Gottesdienst um 18.00 Uhr in der Nikolaikirche abgehalten. In diesem Gottesdienst wurde zudem das Friedenslicht aus Bethlehem erwartet und von dort aus in die Siegerländer Gemeinden ausgesendet. Das Friedenslicht wird jedes Jahr am dritten Advent von Pfadfinderinnen und Pfadfinder über Wien auch nach Deutschland gebracht.

Fotos: Klaus Reifenrath
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