Rauchverbot treibt Wirte in die Pleite

wS/si – Siegerland – Das Thema Rauchverbot in Kneipen hat noch immer oder sogar mehr denn je, Brisanz. Die Wirte sind frustriert, denn die Kneipen bleiben leer. Und, als sei das nicht schon genug, soll nun auch eine Verschärfung für die Automatenbetreiber kommen,  so wird kolportiert. „wirSiegen“ hat sich bei Wirten von etwa 30 Kneipen umgehört. Die fürchten bei den immer strenger werdenden Kontrollen und mehr denn je um ihre Existenz. Die befragten Wirte waren einhellig folgender Meinung:

„Wenn ab 1. Mai die Kneipe leer bleibt, weiß der Wirt: er lebt in Nordrhein-Korea. Denn die grüne Landesregierung hat mit Unterstützung ihrer Erfüllungsgehilfen, auch SPD genannt, nicht nur für rauch-, sondern auch für gastfreie Kneipen gesorgt. Und der Wirt darf sich nicht einmal in seiner eigenen Lokalität den Frust mit einer Kippe von der Seele quarzen……..”. Sie fragen sich nun: Welche Auswirkungen hat das sogenannte Nichtraucherschutzgesetz auf die hiesigen Kneipen? Haben die Wirte finanzielle Einbußen? Wie streng kontrollieren die Ordnungsämter? Was sagen die Kneipengäste?.

Dabei hätte alles so einfach sein können,meinen die Wirte. Immerhin galt für ganz NRW bereits ein von allen Seiten akzeptiertes und effektives Nichtraucherschutzgesetz, das die Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumen vorsah, wenn es sich nicht um ausgewiesene Raucherclubs handelte. Experten sahen hier eine intelligente Lösung, die bereits 80% aller Gaststätten in NRW rauchfrei gemacht hat und für einen guten Ausgleich der Interessen von Rauchern und Nichtrauchern sorgte. Viele Gastronomen haben Geld in die Hand genommen, um ihre Gasträume den Nichtraucher- schutzregelungen anzupassen. Jetzt müssen sie teilweise Kredite für Umbauten zurückzahlen, die nun durch das absolute Rauchverbot von einem auf den anderen Tag komplett überflüssig geworden sind. Neue, nichtrauchende Gäste die gerne einen Hibiskusblütentee in rauchfreier Umgebung zu sich nehmen wollen, scheinbar nicht in Sicht.

Wörtliches Zitat eines Gastwirtes: „Um es vorwegzunehmen: Wohl selten hat ein Gesetz es geschafft einen ganze Berufsstand (Wirte) bzw eine ganze Bevölkerungsgruppe (Raucher) eine derartige Abscheu gegen Politiker und Staat zu entwickeln. Soviel vor Wut schäumenden Menschen zu begegnen hat uns wirklich überrascht.“

Die Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetztes auf die Biergastronomie scheinen enorm zu sein. Die Wirte im Siegerland klagen über Umsatzrückgänge von 10-50 Prozent. Es gibt einigen Ärger mit den Anwohnern, da sich die Kneipengäste beim Rauchen vor der Türe nicht immer lautlos verhalten.

„Die Hälfte der von uns besuchten Kneipen lässt mittlerweile wieder rauchen, da sonst ein Konkurs unvermeidbar sei. Sanktionen von Seiten der Ordnungsämter werden nach der Devise – Mehr als Pleite geht nicht – hingenommen“, so ein anderer Gastwirt.

„Die Ordnungsämter der Region scheinen mit diesem Problem unterschiedlich umzugehen“, mutmaßen die Betroffnen. „Einige Ämter scheinen die Problematik erkannt zu haben und kontrollieren, bzw. bestrafen bisher überhaupt nicht. Wem ist schon geholfen wenn die letzte Kneipe im Ort auch noch schliessen muss. Andere Ämter wiederum kontrollieren derart häufig und streng, als ob heimlich unterm Tresen mit kernwaffenfähigem Plutonium gehandelt wird. Dort ist in nächster Zeit mit einigen Gaststättenschließungen zu rechnen“, ließen andere Wirte ihrem Unmut freien Lauf.

„Wenn man sich mit den Gästen, die frierend vor der Tür ihre Zigarette rauchen unterhält, schlägt einem eine Mischung aus Wut und Resignation auf die neue Gesetzgebung entgegen. Man fühlt sich von ROT_GRÜN bevormundet und gegängelt. Dieses Gesetz wird in nächster Zeit wohl noch für viel Ärger und Frust sorgen“, war es zu vernehmen und baten „wirSiegen“: Bleibt bei diesem hochbrisanten Thema am Ball!“

kneipeDas Bier verschalt, die Zigarette glimmt aus – Das Kneipenleben stirbt