Wann gilt ein Flüchtling als Flüchtling?

Hochaktueller Workshop zur Asylpolitik in der EU am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast

(wS/red) Siegen 20.01.2016 | Warum verlässt ein Mensch sein Heimatland und wann gilt er bei uns als Flüchtling? Das Thema Flüchtlinge beherrscht derzeit das Tagesgeschehen. Diskussionen um den Umgang, die Unterbringung, die Anerkennung oder die finanzielle Unterstützung sind allgegenwärtig und werden kontrovers und hart geführt.

 Im Rollenspiel diskutierten die Schüler und stellten den Standpunkt eines italienischen Bürgermeisters oder des deutschen Innenministers dar. (Foto: Berufskolleg)

Im Rollenspiel diskutierten die Schüler und stellten den Standpunkt eines italienischen Bürgermeisters oder des deutschen Innenministers dar. (Foto: Berufskolleg)

Mit einem Workshop zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU waren Trainer der Schwarzkopf Stiftung bei den angehenden Verwaltungsfach-angestellten am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen zu Gast. In verschiedenen Gruppenarbeiten wurden die Geschichte des Flüchtlingsschutzes thematisiert, die einzelnen Sichtweisen verschiedener Institutionen dargestellt und der Weg eines Flüchtlings durch das Asylverfahren in Deutschland durchleuchtet. „Wir wollen mehr Wissen und Einsicht in die Situation der Flüchtlinge bieten, damit die Schüler die Diskussion mit fundiertem Hintergrund verfolgen können“, beschrieb Trainerin Friedericke Fischer die Intention des Workshops. Für die Lehrerin Antje Schneyer brandaktuell: „Die Mehrheit der Auszubildenden hat auf den einzelnen Ämtern beruflich mit Flüchtlingen zu tun.“ So beschäftigten sich die Schüler mit Verteilungsquoten, dem langen Weg durch den deutschen Verwaltungsapparat oder schlüpften im Rollenspiel z. B. in die Rolle eines italienischen Bürgermeisters oder des deutschen Innenministers. Gefördert wurde der Workshop durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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