Stadt Hilchenbach: Zusatzbezeichnungen für Stadtteile

(wS/red) Hilchenbach 31.05.2019 | Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am 30. Januar 2019 dafür ausgesprochen, Zusatzinformationen bei allen Stadtteilen Hilchenbachs auf den Ortseingangsschildern zu ermöglichen.

Dazu ist entsprechend des Erlasses des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 3. Juli 2018 eine Änderung der Hauptsatzung der Stadt Hilchenbach erforderlich. Für jeden Stadtteil, für den der Rat der Stadt Hilchenbach eine Zusatzbezeichnung beschließen möchte, muss im Ergebnis eine konkrete Regelung erfolgen.

Über die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses und die weitere Vorgehensweise hatte der zuständige Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Hans-Jürgen Klein, bereits im Treffen der Ortsheimatpfleger und heimatpflegenden Vereine am 25. Februar 2019 berichtet. Aufgrund dieser Information und auch der Berichterstattung in den Medien ist in einigen Stadtteilen das Thema erfreulicherweise bereits öffentlich diskutiert worden.

Entsprechend der Abstimmung mit dem Haupt- und Finanzausschuss hat Hans-Jürgen Klein folgende Personen und Vereine für das Anliegen der jeweiligen Stadtteile angeschrieben: die Ortsvorsteher von Grund, Lützel, Oechelhausen und Ruckersfeld, die Ortsheimatpfleger für Allenbach, Dahlbruch, Grund, Hadem, Lützel und Müsen sowie die Heimatvereine Grund, Helberhausen-Oberndorf, Lützel, Ruckersfeld und Vormwald und die Dorfgemeinschaften Oechelhausen und Müsen. Die jeweiligen Ansprechpartner sind dem Internet-Auftritt der Stadt Hilchenbach in der Rubrik Bildung & Kultur – Heimat zu entnehmen (www.hilchenbach.de/Bildung-Kultur/Heimat/)

Für Hilchenbach als Stadtteil wurden der Hilchenbacher Geschichtsverein e. V., der Aktionsring Hilchenbach und der Tourismus- und Kneippverein Hilchenbach e. V. um einen Vorschlag gebeten.

Entsprechend § 13 Absatz 3 Satz 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) können Bezeichnungen gewählt werden, die auf der Geschichte oder der heutigen Eigenart oder Bedeutung des Stadtteiles beruhen. „Zu betonen ist, dass nur die Möglichkeit, aber keine Verpflichtung besteht, Stadtteile mit Zusatzbezeichnungen zu versehen. Gründe dafür können aber insbesondere die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil und dem gewählten Begriff oder eine positive Außendarstellung und Vermarktung einer Ortschaft durch die Zusatzbezeichnung sein“, merkt Hans-Jürgen Klein an.

Bürgermeister Holger Menzel ergänzt: „Wichtig ist mir, die Bevölkerung an der Bezeichnungsfindung teilhaben zu lassen und allen Einwohnern die Gelegenheit zu geben, sich mit Vorschlägen bei den zuvor genannten Personen und Vereinen einbringen zu können.“

Der eine in der Ortschaft abgestimmte konkrete Vorschlag für eine Zusatzbezeichnung des jeweiligen Stadtteils ist bis zum 31. Juli 2019 an Hans-Jürgen Klein schriftlich mitzuteilen. Bei Fragen ist der Fachbereichsleiter Bürgerdienste unter Telefon 02733/288-231 oder per E-Mail an hj.klein@hilchenbach.de zu erreichen.

Übrigens: Die erste Antwort ist bei der Stadt Hilchenbach bereits eingegangen. Helberhausen hat sich aufgrund der dort lange gepflegten Tradition des Löffelschnitzens nach Mitteilung des Heimatvereins Helberhausen-Oberndorf erwartungsgemäß für „Löffelstadt“ als Zusatzbezeichnung entschieden. In Müsen soll die Entscheidung im Dorfgespräch, das am Dienstag, dem 4. Juni, um 19.00 Uhr im Bürgerhaus stattfindet, getroffen werden. Hierzu sind alle Bewohner des „Dorf mit Charakter“ eingeladen.

Die Stadt Hilchenbach ist gespannt auf die weiteren Antworten.

Sollte ein Stadtteil zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Zusatzbezeichnung verzichten, bedeutet dies nicht, dass die Entscheidung endgültig ist. Das Thema können die Dorfgemeinschaften in Zukunft durchaus nochmals aufgreifen.“

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