TuS Ferndorf siegt mühsam beim Tabellenletzten HSG Krefeld mit 24:28 (11:12)

(wS/red) Kreuztal-Ferndorf 06.03.2020 | Arbeitssieg beschert Ferndorf einen einstelligen Tabellenplatz

Für die HSG Krefeld war es das engste Match der Saison, für den TuS Ferndorf eines der schlechteren Spiele. Aber Ferndorf hatte schon immer Schwierigkeiten mit Teams aus dem Tabellenkeller. Sie schlagen müheloser den HSV Hamburg vor 9000 Zuschauern als den Tabellenletzten Krefeld.

Woran das liegt, weiß vermutlich niemand so richtig, man bereitet die Mannschaft darauf vor und dann kommt es doch ganz anders. Der TuS legte direkt das 0:1 vor, doch Krefeld konterte frech mit einem Kempa zum Ausgleich. Als Mattis Michel, der übrigens ein tolles Spiel mit 7 Treffern ablieferte, zum 3:2 in der 7. Minute verkürzte, dauerte es weitere 6 Minuten, bis der TuS erneut traf.

Es war ein nervöses Spiel, geprägt von etlichen technischen Fehlern und unnötigen Fehlwürfen, was aber für beide Teams galt. So plätscherte das Spiel lustig vor sich hin, in den ersten 15 Minuten geriet die HSG nie in Rückstand, das änderte sich erst durch das Tor von Mattis Michel in der 18. Minute, das Ferndorf das 5:6 bescherte. Ab diesem Zeitpunkt gaben die „Kämpfer“ aus dem Siegerland das Spiel nicht mehr aus der Hand, der Tabellenletzte verlor das Spiel, ohne auch nur ein einziges mal in Führung zu gehen. Denn gekämpft hat Ferndorf schon, das kann man ihnen nicht absprechen, Julian Schneider rackerte auf Linksaußen und erzielte 4 tolle Treffer.

Sehr ungewohnt, aber auch sehr effektiv agierte Andreas Bornemann als ungewohnter Rechtsaußen und krachend verwandelte er 4 tolle Treffer im Kasten des Gegners, 3 davon alleine zwischen der 32. und 37. Minute.

Es ist fast müßig zu erwähnen, das unser schwedischer Wirbelwind Julius Lindskog-Andersson die Krefelder Abwehr schwindelig spielte, sie bekamen ihn über 60 Minuten nie in den Griff, was ihn auch veranlasste, mal eben 7 weitere Treffer in seinen Trefferkalender einzutragen. Krefeld hatte sich fest vorgenommen, dieses zu verhindern, aber warum sollte es bei ihnen klappen, wenn es die anderen auch nicht schaffen.

Andreas Bornemann -Archivfoto-

Wer heute auch ein überragendes Spiel auf die Platte legte, war Mattis Michel, er war am Kreis nicht aufzuhalten und erzielte ebenso wie Julius Lindskog Andersson 7 traumhafte Treffer.

Trotz alledem, die HSG ließ sich nicht abschütteln, auf mehr wie 2 Tore Vorsprung konnte der TuS nie davonziehen. Das änderte sich dann aber der 56. Minute, als Marijan Basic das wichtige 23:26 erzielte, die HSG konterte zwar umgehend, aber Mattis Michel stellte in der 59. Minute wieder den 3-Tore Abstand her, indem er das 24:27 erzielte. Den Deckel drauf machte dann wieder Julian Schneider in der 60. Minute und erzielte den letuztlich doch verdienten Endstand von 24:28.

Und all das wäre nicht möglich gewesen ohne………RICHTIG, ohne „Puhli“ Lucas Puhl, er glänzte mit fantastischen 15 Paraden, was einer Quote von 38,5 % entsprach.

Aufgrund des überfüllten Lazaretts der Ferndorfer wurde der A-Jugendliche Dario Barth rekrutiert, der auf Rechtsaußen seine ersten Einsatzminuten bekam.

Fazit, es war eigentlich das von vielen so erwartete Spiel, auch beim Hinspiel am 05.10.2019, das der TuS mit 28:23 gewann, machte die HSG den Siegerländern das Leben schwer. Aber auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen, TuS Ferndorf hat es getan und befindet sich nunmehr auf einem einstelligen Tabellenplatz, nämlich dem 9.

Zum Schluß etwas zum Schmunzeln, ein amüsanter Dialog zwischen den Kommentatoren von „Sportdeutschland“:

Moderator 1: Ferndorf ist hier Favorit – Moderator 2: Ich wüsste nicht, wer gegen uns nicht Favorit ist. 😆

Die Tore für den TuS Ferndorf erzielten:

Julius Lindskog-Andersson und Mattis Michel je 7

Julian Schneider und Andreas Bornemann je 4

Marijan Basic 3

Toni Sario 2

Jonas Faulenbach 1

Nächstes Spiel für den TuS Ferndorf ist das Heimspiel in der Stählerwiese gegen den HSC Coburg. Anwurf ist am Freitag dem 13.03. um 19:30 Uhr

Bericht: Peter Trojak – Fotos: Andreas Domian

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