Mut-Post und Pizza: Unterstützung für Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtungen der diakonischen Altenhilfe

(wS/red) Siegen/Freudenberg/Kreuztal 06.04.2020 | Mut-Post und Pizza: Unterstützung für die Senioren – In der Corona-Krise erhalten Einrichtungen der diakonischen Altenhilfe viel Zuspruch

Es sind keine leichten Zeiten für die Senioren, die in den Einrichtungen der Diakonischen Altenhilfe Siegerland leben. Besuche dürfen sie nicht empfangen. Kontakte mit der Familie und Freunden sind lediglich per Telefon oder Post möglich. Und da freut es umso mehr, wenn kreative Ideengeber sich etwas einfallen lassen, um den Bewohnern und Mitarbeitern in Corona-Zeiten eine Freude zu machen.

Foto: „Ihr seid unsere Helden“: Das Lob freut Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenwohnparks in Kreuztal-Krombach.

Da staunten etwa die Beschäftigten im Senioren-Wohnpark „Dicke Buche“ in Kreuztal-Krombach nicht schlecht: Mitten in der Nacht hatte ein Unbekannter die Tür des Aufenthaltsraumes mit Worten des Dankes geschmückt. In bunten Lettern verlieh das dankbare „Heinzelmännchen“ seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Mitarbeiter den Senioren auch in schwierigen Zeiten die Treue halten. Das Fazit: „Ihr seid unsere Helden.“

„Tagelang haben wir versucht herauszubekommen, wer dafür verantwortlich ist, da ja zurzeit auch keine Besuche in unserer Einrichtung stattfinden“, berichtet die Wohnbereichsleiterin Evelina Wilhelm. Doch die „Detektivarbeit“ ihres Teams hatte Erfolg. Dabei kam heraus, dass eine Angehörige die Dankeszettel zuhause vorbereitet hatte und mit der sauberen Wäsche ihrer Mutter in den Wohnpark „schmuggelte“. Evelina Wilhelm: „Die Bewohnerin hat dann heimlich, vermutlich in den späten Abendstunden, die Plakate angeklebt.“ Die kreative Überraschung freute die Mitarbeiter, wie die Wohnbereichsleitung mitteilt: „Das zeigt uns einmal mehr, wie die Bewohner und deren Angehörigen unsere tägliche Arbeit wertschätzen.“

Foto: Im Hagener Hülsemann-Haus flatterte Mut-Post durch den Briefschlitz.

Kulinarisch ging es derweil im Altenzentrum Freudenberg zu. Dort wurde die Hauswirtschafterin Ezia Quitadamo auf eine Aktion bei Facebook aufmerksam. Die Siegener Gastronomen von „Casa`s Pizza“ starteten eine Mehl-Verlosung. Auf die Frage, wie zehn Kilogramm des fein gemahlenen Getreidepulvers verwendet werden könne, wusste Ezia Quitadamo schnell eine Antwort: „Wenn ich das Mehl gewinnen würde, backe ich Pizza für die Bewohner des Altenzentrums“, kommentierte sie. Das überzeugte: Es dauerte nur ein paar Minuten und der Preis war ihr sicher. Obendrauf spendierten die Gastronomen auch noch Tomatensoße und Käse. Die Zubereitung übernahmen dann die Servicekoordinatorinnen sowie die Mitarbeiterinnen der Betreuung und Pflege. Pizza Hawaii stand schlussendlich auf dem Speiseplan, so, wie von den Senioren gewünscht.

Eine Überraschung erreichte zudem das Hagener Hülsemann-Haus. Hier flatterte ganz besondere Post durch den Briefschlitz. Ein zehnjähriger Junge nutzte die derzeit schulfreie Zeit, um den Bewohnern und Mitarbeitern des Seniorenheims eine Freude zu machen. Aufmunternde Worte richtete der Junge an die Bewohner und Pflegekräfte der Einrichtung der Diakonischen Altenhilfe Siegerland. Im Brief heißt es: „Liebe Bewohner und Pflegekräfte des Hülsemann-Haus! Mein Name ist David (Name geändert) und ich bin zehn Jahre alt.

Ich habe mir überlegt, da es im Moment eine schwere Zeit für uns alle ist, diesen Brief an euch zu schreiben. Ich spiele gerne draußen Fußball mit meinen Freunden. Das kann ich aber leider nicht mehr. Dafür habe ich einen zweijährigen Bruder, mit dem ich spielen kann. Ich wollte euch nur sagen, denkt positiv. Ihr seid mutiger, als ihr glaubt. Gemeinsam werden wir die Zeit überstehen.

Foto: Pizza für alle: Im Altenzentrum Freudenberg ging es in der Küche hoch her.

Ich wünsche euch, dass ihr gesund bleibt und die Kraft habt, alles zu überstehen. Alles Liebe und Gute wünscht euch David. Alles wird gut.“

„Wir dachten zunächst, David sei der Enkel eines Bewohners. Ist er aber nicht. David ist ein Junge, der uns einfach eine Freude machen wollte – und das hat er wirklich geschafft“, berichtet Einrichtungsleiterin Petra Fleger. Sie und ihr Team kopierten den Brief und gaben das Schriftstück an alle Wohnbereiche weiter. Auf einen kleinen Gruß aus der Einrichtung kann sich übrigens auch David freuen, wie Petra Fleger mitteilt: „Wir sind gerade dabei, ein passendes Dankeschön vorzubereiten.“

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