Brachflächen im Stadtgebiet werden mit Wildblumen eingesät

(wS/red) Siegen 02.06.2020 | Grünflächenabteilung bereitet derzeit Böden vor: – Brachflächen im Stadtgebiet werden mit Wildblumen eingesät

Die so genannte „Umkehrfräse“ der städtischen Grünflächenabteilung war in den vergangenen Wochen im täglichen Dauereinsatz, damit Brachflächen im Stadtgebiet künftig als insektenfreundliche Wildblumenwiesen neu aufblühen können. Statt Wiese wachsen dann beispielsweise Schafgarbe, Hundskamille, Acker-Glockenblume und Wilde Möhre. Mehr als 3.000 Quadratmeter Bodenfläche wurden für die Aussaat mit Wildblumensamen vorbereitet, die Grünflächen bis zu 25 Zentimeter tief gefräst.

Die Aussaat ist ein weiterer Bestandteil der Aktion „Siegener Blütenzauber gegen das Insektensterben“ der städtischen Umwelt- und der Grünflächenabteilung. „Für jede Bodenbeschaffenheit verwenden wir eine individuell abgestimmte Saatgutmischung von Wildblumen und Kräutern“, erklärt Ralf Bergholz, Leiter der Grünflächenabteilung. „Damit schaffen wir vielfältige Nahrungs- und Lebensgrundlagen für heimische Insekten.“

Wolfgang Bretz (rechts) und seine freiwilligen Helfer verteilen das Wildblütensaatgut der Aktion „Siegener Blütenzauber gegen das Insektensterben“ im Jagdgebiet oberhalb von Trupbach. (Foto: Stadt Siegen)

Freiwillige Helferinnen und Helfer haben in der vergangenen Woche bereits ein Waldstück oberhalb von Trupbach eingesät, die Wiese im Wald war zuvor ebenfalls von der Umkehrfräse für die Einsaat vorbereitet worden. Initiator Wolfgang Bretz hatte sich wegen der ungenutzten Fläche zuvor an die städtische Grünflächenabteilung gewandt. Mit freiwilligen Helfern sowie Schülerinnen und Schülern der Freien Christlichen Schulen aus Niederndorf und Rudersdorf besäte er nun das rund 1.000 Quadratmeter große vorbereitete Areal im Wald neu mit Wildblumen. „Insekten benötigen die vielfältige Vegetation als Nahrungsgrundlage. Auf den neuen Flächen können sich die Wildblumen wie Kräuter nach ihrem Wachstumszyklus entfalten“, so Bretz. Aktionen wie diese zeigten, wie wichtig freiwillige Mitarbeit zum Schutz der Natur ist.

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