Zertifikatsübergabe beim Ambulanten Evangelischen Hospizdienst Siegerland

(wS/red) Siegen/Wilnsdorf 02.06.2020 | Starke Partner in Zeiten des Abschieds – Ambulanter Hospizdienst: Zertifikatsübergabe an zehn ehrenamtliche Begleiter

Wilgersdorf. Die herzliche Atmosphäre ließen sich die zehn Teilnehmer des Vorbereitungskurses Hospizbegleitung nicht trüben: In der CVJM-Jugendbildungsstätte in Wilgersdorf nahmen sie ihre Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme am Angebot des Ambulanten Evangelischen Hospizdienstes Siegerland entgegen. Ein halbes Jahr lang waren sie von den Koordinatoren des Hospizdienstes, Silvia Teuwsen und Pfarrer Armin Neuser-Moos, auf ihrem Weg begleitet worden. „Corona-bedingt allerdings anders, als zunächst geplant“, informierte Teuwsen. Die Präsenzseminare waren nur bedingt möglich. Deshalb wurden virtuelle Möglichkeiten erfolgreich nutzt.

Auch die Übergabe der Zertifikate erfolgte ohne Händedruck und Umarmung – aber nicht weniger freudig. Die erfolgreiche Teilnahme wurde Dorothee Demandt, Ingrid Funke, Elke Köhler, Horst Liedloff, Svenja Nöll, Nicole Sauerwald, Maria Scholz, Sonja Uebach, Thomas Winter und Luise Wüst bescheinigt. Auf ihre künftigen Einsätze im Evangelischen Hospiz Siegerland am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, auf der Palliativstation, in Altenheimen oder bei der Begleitung im häuslichen Umfeld wurden sie in vielen Seminarstunden vorbereitet. „Wichtiges Thema der Ausbildung ist die Auseinandersetzung mit eigener Trauer“, so Silvia Teuwsen. Um das Erlebte zu verarbeiten, griffen sie und Pfarrer Neuser-Moos auf die Vermittlung verschiedener Konzepte zurück, unter anderem auf das Phasenmodell der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (1926 – 2004).

Fühlen sich eng verbunden, trotz der Corona-Abstandsregeln: Die zehn Teilnehmer des Vorbereitungskurses in der Hospizbegleitung erhielten ihre Zertifikate. Dazu gratulierten die Kursleiter Silvia Teuwsen (vorne) und Pfarrer Armin Neuser-Moos (3. von rechts) sowie der Vorsitzende des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Siegen Pfarrer Tim Winkel (links).

Der Anfang der Ausbildung fand noch in gemeinsamen Unterrichtseinheiten statt. Ab März nutzten die Teilnehmer dann die E-Learning-Plattform, die der Ambulante Evangelische Hospizdienst Siegerland seit zwei Jahren betreibt. Damit konnten die Teilnehmer in Kontakt bleiben. Neben Lerninhalten bietet die Plattform auch ein Diskussionsforum sowie eine Chatfunktion an. Zudem unterstützte der Hospiz-Förderverein: Angeschafft wurden Tablets mit Internetanschluss, deren Kosten die Förderer übernahmen. Silvia Teuwsen: „Dieser Einsatz freut uns sehr. Nach Abschluss des Kurses werden die Geräte nun weiterhin für Aus- und Fortbildungen unseres Hospizdienstes eingesetzt.“

„Sie sind starke Partner für Menschen, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll“, dankte Pfarrer Tim Winkel den Ehrenamtlichen. Der Vorsitzende des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Siegen, in dessen Trägerschaft sich der Ambulante Hospizdienst befindet, betonte, dass die Ausbildung alleine nicht reiche, um in den Dienst zu starten. Für die Teilnehmer geht das Lernen noch weiter. Unter anderem werden sie auch ihre aufgrund der Corona-Beschränkungen verschobenen Praktika nachholen.

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