Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Südwestfalen: Neue Küche für das Geschützte Wohnen

(wS/red) Siegen 15.09.2020 | Zwei Siegener Stiftungen machen die Investition für die Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Südwestfalen möglich

Ein neuer Gemeinschaftsraum ist im „Geschützten Wohnen“ am Sieghütter Hauptweg entstanden. Die Einrichtung der Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Südwestfalen wurde mit einer neuen Küche bedacht. Möglich gemacht wurde die rund 11 500-Euro-Investition durch eine Spende, für die die Johannes und Dorothea-Ross-Stiftung und die Gontermann-Peipers-Stiftung zusammenlegten. Die Freude bei Fachleiter Dirk Strauchmann und seinem Team war riesig: „Das ging alles so schnell und unbürokratisch, da können wir gar nicht genug Danke sagen.“

Vor elf Jahren wurde das „Geschützte Wohnen“ aus der Taufe gehoben. Hier sind bis zu zehn wohnungslose Männer untergebracht, die unter einer chronischen Sucht oder auch psychischen Erkrankungen leiden. Die Schicksale sind vielfältig. Beispielsweise lebte ein Bewohner, bevor er ein Zuhause in Siegen fand, seit seiner frühen Jugend auf der Straße oder in verschiedenen Heimen. Ziel des „Geschützten Wohnens“ ist es laut Strauchmann, einen „stabilen Halt trotz Multiproblemlagen“ zu bieten. Eine Besonderheit: „Abstinenz ist bei uns keine Aufnahmebedingung.“

Foto: Daumen hoch für diese Aktion: Den Kauf einer neuen Küche für das „Geschützte Wohnen“ ermöglichten Frieder Spannagel (links) von der Gontermann-Peipers-Stiftung und Brigitte Ross-Henrich (2. von rechts) von der Johannes und Dorothea-Ross-Stiftung. Über die Spende freuten sich der Fachleiter der Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Südwestfalen Dirk Strauchmann und Fundraising-Referentin Dr. Tabea Stoffers.

Zusätzlich eingerichtet wurden nun drei weitere Plätze in einer Wohngemeinschaft, die sich in direkter Nachbarschaft befindet. Betreut werden die Klienten im Stammhaus rund um die Uhr. „Es ist ein sehr enges Miteinander. Viele unserer Bewohner sind schon seit Jahren bei uns“, erläutert Mitarbeiterin Gisela Heitze. Die Küche sei immer ein beliebter Treffpunkt gewesen. Allerdings war die alte Kochstätte mit ihren vier Quadratmetern einfach zu klein. Nun wurde im Nachbarraum renoviert und neuinstalliert. In kleinen Gruppen kann nun auch wieder gemeinsam gegessen werden.

„Hell, freundlich, einfach schön“, so fasste Spenderin Brigitte Ross-Henrich ihren Eindruck der neuen Räumlichkeiten zusammen. Ihr sei es ein großes Anliegen, Menschen zu unterstützen, die am Rande der Gesellschaft stehen, „und oftmals einfach vergessen werden“. Frieder Spannagel, Geschäftsführer der Firma Gontermann-Peipers GmbH und somit Vertreter der gleichnamigen Stiftung, sieht es genauso: „Armut, Obdachlosigkeit oder Krankheit sind Dinge, die jeden von uns treffen können. Wir sind einfach froh darüber, wenn wir helfen können.“

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