TuS Ferndorf: Bittere Pille, der VfL Eintracht Hagen entführt beide Punkte aus der Stählerwiese

(wS/Kr) Kreuztal 11.09.2021 | Eine schwächere zweite Halbzeit kostet Ferndorf den durchaus möglichen Sieg.

Der TuS Ferndorf wollte seinen berühmt-berüchtigten Hexenkessel gebührend einweihen und mit einem Sieg feiern, doch das  ging leider in die Hose. Hagen sollte ein Stahlbad im Hexenkessel nehmen, doch die Temperatur war noch nicht hoch genug, sie fühlten sich offensichtlich wohl im mit 854 Zuschauern besetzten Ferndorfer Wohnzimmer.

Es war aber auch die gelungene Revanche für das verlorene DHB-Pokalspiel in Hagen. Diese Paarung knisterte schon immer vor Spannung und Dramatik und einen Sieger vorherzusagen, käme einem Lesen in der Glaskugel gleich.

Der TuS startete eigentlich, wie es sich Coach Robert Andersson vorgestellt hatte, durch Rutger ten Velde und Andreas Bornemann gingen die Ferndorfer mit 2:0 in Führung.

TuS-Geschäftsführer Maximilian Huxoll
Ich fand es erst einmal grandios, den Hexenkessel Stählerwiese mit über 850 Fans erleben zu dürfen. Die Stimmung war das ganze Spiel überragend. Überragend hat das Team auch gekämpft, da kann man keinen Vorwurf machen. Die Ferndorfer Tugend haben die Spieler schnell verinnerlicht. Spielerisch wurde nicht das umgesetzt, was Coach Robert Andersson den Jungs vorgegeben hat. So konnte Hagen dann mit einem Tor glücklich gewinnen.
Hagen zog nach zum 2:2 in der 6. Minute und danach ging es hin und her bis zur 12. Minute zum Stande von 6:6.  Die Ferndorfer legten mit Andreas Bornemann, Josip Eres und Mattis Michel einen Dreierpack hin und die Anzeigetafel zeigte nun ein 9:6. Der TuS hielt diesen Vorsprung, mehr sogar, in der 21. Minute erhöhte der sehr gut spielende Rutger ten Velde sogar auf 13:9 und alle glaubten nun, dass man mit einem solchen Vorsprung auch den Pausentee genießen könnte. Aber das war die Phase, in der sich erste Konzentrationsfehler ins Ferndorfer Spiel einschlichen. Und wenn nicht unser „Ferndorfer Mittelgebirge“ Branimir Koloper in der 24. Minute einen Treffer erzielt hätte, dann, ja dann hätten die Gäste 5 Tore in Serie hingelegt. Egal wie, nach diesen 5 Treffern stand es 14:14, der Vorsprung war hin und bis zur Sirene geschah auch nicht mehr viel und so trennte man sich zum Kabinengang mit einem 17:17.
Josip Eres
Leider haben wir im Derby zwei wichtige Punkte verloren, obwohl wir gut in das Spiel gestartet sind und direkt mit 3-4 Toren geführt haben. Danach folgte eine Schwächephase von uns, wodurch Hagen ausgleichen konnte und anschließend in Führung gehen konnte. Am Ende des Spiels haben wir es geschafft nochmal aufzuholen, allerdings fehlte dort die Konzentration. Wir müssen das Spiel vergessen und nach vorne schauen auf die Partie gegen Hüttenberg!

 

Wir wissen nicht, welche Stoßgebete Coach Robert Andersson mit dem Team in der Kabine  runtergebetet hat, aber es waren irgendwie die falschen Seiten im Buch.

Mal kurz vorweg, hätten wir keinen Iron-Man/Born(e) to Win oder ganz einfach Andreas Bornemann gehabt, hätte es ein Debakel werden können. Denn er alleine erzielte zwischen der 34. und 49. Minute im Alleingang ALLE Ferndorfer Tore und derer waren es 5. Er war nicht aufzuhalten und mit Bärenkräften katapultierte er das Spielgerät unhaltbar in die Hagener Maschen. Aber 5 Tore in 16 Minuten sind zu wenig, Ferndorf produzierte im gesamten Spiel alleine 7 technische Fehler und 13 Fehlwürfe, das reicht nicht für einen Sieg. Ein Manko war im Spiel unsere sonst gut stehende Abwehr, denn die hatte mit den Hagenern Rückraumspielern so ihre Probleme. Hagen erzielte von ihren 30 Toren alleine 19 aus der Position „“Rückraum Fern“.  Ferndorf war mit 5 Treffern von Außen, 4 x vom Kreis und 12 x aus „Rückraum Fern“ erfolgreich.

Simon Strakeljahn

Ich finde wir haben in der zweiten Halbzeit ein wenig den Zugriff aufs Spiel verloren und keine Lösungen mehr im Angriff gefunden. Schade, dass wir unser erstes Spiel nicht erfolgreich gestalten konnten, aber wenn wir uns im nächsten Spiel wieder auf unsere Stärken besinnen, bringen wir die Punkte mit nach Hause.

Die Fehlerquote war in diesem 1. Spiel ganz einfach zu hoch, ab der 53. Minute gab es von den Ferndorfern alleine 3 Würfe, die nur den Pfosten trafen, die hätten schon zum Sieg gereicht (Hypothese).

Die Torhüterleistungen waren gut, Lukas Puhl erreichte mit seinen 7 Paraden eine Quote von 35,55 % und die ist gut. Warum er in der 41. Minute gegen Tim Hottgenroth ausgewechselt wurde ist unklar, seine Leistungen gaben eigentlich keinen Anlass dazu. Tim Hottgenroth kam in den verbleibenden 19 Minuten noch auf 2 Paraden. Hagen spielte sich in der 2. HZ immer mehr nach vorne und lag in der 52. Minute beim 25:28 mit 3 Toren in Front.

Kim Voss-Fels

Mich hat es gefreut wieder soviele Zuschauer zu sehen , die eine überragende Stimmung gemacht haben. Allerdings war es für mich persönlich ein eher nicht so schöner Abend. Ich hätte viel lieber auf dem Feld gestanden um den Jungs zu helfen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben Hagen allerdings bis zur Halbzeit wieder rankommen lassen. In der 2. Halbzeit kann Hagen sich auf 3 Tore absetzen und wir schaffen es 25 Min nicht diesen Abstand zu verringern. Hagen hat für mich verdient gewonnen.

Doch Ferndorf wollte sich nicht geschlagen geben, verbissen kämpfte man gegen diese Niederlage an und dafür sorgten Rutger ten Velde, Andreas Bornemann und 2 x Josip Eres, doch es sollte nicht reichen. Nachdem Josip Eres das 29:30 in der 59. Minute erzielt hatte, gab es noch die große Chance auf ein Unentschieden. Der Pass nach vorne wurde überhastet  geworfen, er erreichte den Mitspieler aber nicht mehr, da die Hagener ihn vorher mühelos abfingen. Somit blieb es beim eigentlich auch nicht ganz (aufgrund der 2. HZ)  unverdienten Sieg der Gäste.

Aber wie Lukas Puhl mir nach dem Spiel sagte „Es war das 1. Spiel, es kommen noch 37“. Damit hat er natürlich recht, aber es ist doch ein bisschen schade.

Die Jungs haben wirklich gekämpft, das kann man ihnen nicht absprechen, aber einige hatten mit ihren Würfen doch sehr viel Pech.

Chancen zur Wiedergutmachung haben sie, denn am 18.09. ist um 19:30 Anwurf auswärts beim TV Hüttenberg.

TuS Ferndorf gegen VfL Eintracht Hagen 29:30 (17:17)

Torschützen:

Andreas Bornemann 11

Rutger ten Velde 6

Josip Eres 5

Mattis Michel und Julian Schneider je 2

Branimir Koloper, Niklas Diebel und Lukas Siegelr je 1

Lukas Siegler

Josip Eres

Andreas Bornemann

Andreas Bornemann

Julian Schneider

Josip Eres

Mattis Michel

Simon Strakeljahn

Simon Strakeljahn

Lukas Siegler

Bericht Peter Trojak / Fotos Andreas Domian

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