Zwei Tage volles Programm – Jugendfeuerwehr Niederdresselndorf feiert 40jähriges Bestehen

(wS/bu) Burbach-Niederdresselndorf 08.06.2022 |  Am vorletzten Wochenende fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten der Jugendfeuerwehr Niederdresselndorf anlässlich ihres 40. Geburtages statt. Den Auftakt bildete am Freitag die gemeinsame Großübung aller Burbacher Jugendfeuerwehren.

Gegen 18:15 Uhr hörte man in Niederdresselndorf viel Martinhorn durch die Straßen fahren. Ungefähr 100 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Burbach waren auf dem Weg zur Firma H&G in der Lützelner Straße in Niederdresselndorf. Dort fand nach 2 Jahren Coronapause endlich wieder eine gemeinsame Großübung statt. Das Szenario: In einem Maschinenraum kommt es aufgrund eines Defekts zu einer Verpuffung. Der Brand breitet sich schnell auf große Teile der Halle aus. Mindestens ein Mitarbeiter ist noch im Gebäude vermisst. Ein Staplerfahrer erschreckt sich so sehr, dass es am Betriebshof noch zu einem Unfall kommt. Eine Person ist zwischen einer Gitterbox und einem abgestellten Container eingeklemmt. Als die ersten Kräfte der Jugendfeuerwehren Niederdresselndorf, Lützeln und Oberdresselndorf eintrafen,
war schnell klar, dass das Ausmaß größer war, wie gemeldet. Es wurde ein Vollalarm für die komplette Jugendfeuerwehr der Gemeinde Burbach ausgelöst.

Sofort begannen die Nachwuchsretter den vermissten Mitarbeiter im verqualmten Gebäude zu suchen und begannen mit der Brandbekämpfung über mehrere C-Rohre. In den anderen Abschnitten wurde die eingeklemmte Person betreut und mit Hilfe von Hebekissen und Rüstmaterial aus
seiner misslichen Lage befreit. In einem weiteren Einsatzabschnitt wurde eine Wasserversorgung aus einem Brandweiher zu den Löschfahrzeugen gelegt. Der Brand hatte sich mittlerweile auf die komplette Produktionshalle ausgebreitet. Aber durch das schnelle und massive Eingreifen der Burbacher Nachwuchsretter war das Feuer nach ca. einer Stunde gelöscht und alle Personen konnten gerettet werden. Im Anschluss an die Übung betonte der Leiter der Feuerwehr, Gemeindebrandinspektor Markus Schwarze, dass er bei dem Bild von so vielen motivierten Feuerwehrleuten keine Angst um die Zukunft der Feuerwehr hat.

Nach den lobenden Worten stärkten sich alle Beteiligten mit leckeren Frikadellen und einem kalten Getränk. Keine 24 Stunden später ging es am Feuerwehrgerätehaus auch schon weiter mit den Feierlichkeiten. Einheitsführer Stefan Löhl begrüßte die zahlreich erschienen Gäste am Feuerwehrhof und ganz besonders eine Gruppe des örtlichen Kindergartens. Diese hatte zusammen mit ihren Erzieherinnen ein Lied einstudiert, um die Jugendfeuerwehr zu ihrem Geburtstag zu überraschen. “Wir sind aller erste da, wir machen laut TatüTata”, schallte es über den Gerätehausplatz. Der Spaß der zukünftigen Feuerwehrleute war ihnen sichtlich anzusehen. Danach herrschte großer Andrang an der Hüpfburg und am Unimog Parcours der Kinderfeuerwehr, wo einige Liter Wasser in einem Jugendfeuerwehrhelm bis zu einer Kübelspritze transportiert werden mussten. Nicht jeder, der dies probierte, blieb auch dabei trocken.

In der Bastelecke entstanden rund 30 kleine Feuerwehrflitzer, die im Anschluss an die Bastelaktion zu einem kleinen Rennen gegeneinander antraten. Bei dem vorbereiteten Gewinnspiel musste das Jugendfeuerwehrsymbol, was überall am Feuerwehrhof versteckt war, gesucht werden. Die richtige Anzahl hat nur ein Teilnehmer gefunden und konnte sich über den Hauptpreis des Gewinnspiels freuen. Bei so viel Action musste man sich zwischendurch auch einmal stärken. Nach einer frischen Waffel oder einer leckeren Bratwurst konnte man die ganzen Attraktionen wieder von vorne besuchen.  Gegen 15 Uhr ertönte schon wieder Martinhorn in Niederdresselndorf. Ein PKW hatte am Gerätehaus einen Unfall und eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt. Eine Gruppe der aktiven Wehr aus Niederdresselndorf war schnell vor Ort. Ein Kamerad verschaffte sich Zugang in das Unfallfahrzeug und betreute die Person. Nach dem Aufbau der Geräte begann der Löschzug mit der technischen Rettung der Person aus dem Fahrzeug.

Mit Hilfe von Spreizer und Schere wurde eine Rettungsöffnung geschaffen. Jeder Schritt wurde dabei den zahlreichen Zuschauern erklärt. Bei schönstem Wetter fanden an beiden Tagen viele Bürgerinnen und Bürger den Weg zur Jugendfeuerwehr Niederdresselndorf.

Text und Fotos: Andreas Löhl, Jugendfeuerwehrwart Niederdresselndorf

 

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