EJOT Team auch in Nürnberg auf allen Ebenen sehr erfolgreich

(wS/ejot) Buschhütten-Nürnberg 08.08.2022 | Das EJOT Team TV Buschhütten hat auch dem 4. Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga in Nürnberg, das im Format Prolog und Einzelverfolgung ausgetragen wurde, eindeutig seinen Stempel aufgedrückt. Sowohl die Männer wie auch die Frauen (Minimalplatzziffer 6) durften sich wie schon drei Wochen zuvor am Schliersee über ihren Teamsieg freuen. Doch damit nicht genug. Lena Meißner (GER) feierte nach 38:39 Min. in der Einzelverfolgung in der Frankenmetropole den zweiten 1. Bundesliga-Einzelsieg ihrer Karriere. Bereits in Saarbrücken 2020 durfte sie sich als Siegerin ehren lassen. Natalie Van Coevorden (AUS) als Zweite in 38:56 Min. und die Drittplatzierte Lisa Tertsch (GER) in 39:31 Min. machten am Hauptmarkt den EJOT Team-Sweep bei den Frauen perfekt.

„Natalie und ich haben uns sehr gut abgewechselt am Rad, das hat sehr geholfen. Es hat sehr viel Sinn gemacht, dass sie so wunderbar geschwommen ist und ich noch kurz gewartet habe, so konnten wir das Rennen gemeinsam gestalten. Das haben wir perfekt umgesetzt heute. Ich bin sehr zufrieden, die letzten Wochen waren höhen- und tiefenreich, so einen Sieg einzustreichen ist etwas ganz Besonderes für mich und eine tolle Motivation für die kommenden Wochen. Jetzt heißt es, für Hannover ein gutes Team aufzustellen und dort hoffentlich die Meisterschaft zu gewinnen“, lautete das Statement der verdienten Gewinnerin Lena Meißner.

Einen weiteren Podiumsplatz sicherte sich Johannes Vogel – drittbeste Laufzeit in 10:11 Min.- der im Zielsprint um Platz zwei Valentin Werntz (GER, Hylo Team Saar) um lediglich eine Sekunde unterlegen war, aber nach 35:20 Min. auch über Platz drei strahlte. Die Grundvoraussetzung für diesen sehenswerten Erfolg hatte der 25-jährige Blondschopf beim Prolog gelegt, den er in 18:05 Min. als Vierter beendete. Die Bestzeit war hier Simon Henseleit (GER, hep Team SUN) in 17:38 Min. vorbehalten, 22 Sekunden schneller als EJOT-Akteur Maximilian Sperl (GER) auf dem hervorragenden zweiten Platz.

„Der Prolog ist nach meinen Vorstellungen verlaufen. Ich habe schon gehofft, dass die Gruppe einen Tick kleiner ist oder dass wir vielleicht einen Tick weiter nach vorne aufschließen. Aber Simon ist super stark gefahren und hat das Rennen wirklich ehrlich gewonnen. Ich bin glücklich und bin froh, dass ich das Momentum aufrechterhalten konnte und ein gutes Rennen machen konnte. Mit zwei Podiums in diesem Jahr bin ich sehr zufrieden. Die Teamleistung war von allen vier EJOT-Athleten sehr in Ordnung. Es sieht jetzt sehr gut mit dem Deutschen Meistertitel aus“, so ein rundum glücklicher Johannes Vogel.

Durch die Top-Leistungen in der mit rund 530.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Bayerns, die bei bis zu 26 Grad Celsius am Nachmittag und strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag Kaiserwetter für Athleten wie auch die Zuschauer am Rande der Strecke bot, hat das EJOT Team TV Buschhütten beste Voraussetzungen geschaffen, um im Saisonfinale in Hannover am 3. September als doppelter Deutscher Teammeister gekürt zu werden.

Die Männer, die ja bereits am Schliersee die Führung vom Hylo Team Saar übernommen hatten, bauten mit den 20 Punkten von Nürnberg und der sehr ordentlichen Platzziffer 14 die Führung auf den ärgsten Konkurrenten aus dem Saarland sogar auf vier Punkte aus, da das Hylo Team Saar als Dritter (Platzziffer 31) diesmal sogar dem starken hep Team SUN (Platzziffer 20) den Vorzug lassen musste und nur 18 Punkte einstrich. Mit 78 Punkten thronen die Siegerländer an der Spitze.

Der Einzel-Start-Ziel-Sieg ging an den in Nürnberg lebenden Simon Henseleit (22), der nach einem famosen Einzelritt auf der Rennmaschine einen Vorsprung von vier Sekunden ins Ziel rettete und nach 35:15 Minuten den gebührenden Applaus der Zuschauer für seinen ersten 1. Bundesliga-Sieg erntete.

Bleiben wir zunächst bei den Männern, die nach dem Prolog mit 250 Meter Schwimmen im etwa 20 Grad Celsius warmen Wöhrder See, 6,1 Kilometer Radfahren und 1,5 Kilometer Laufen ebenso wie die Frauen wenig später zur Einzelverfolgung mit 500 Meter Schwimmen, 12,2 Kilometer Radfahren (4 Runden) und 3,5 Kilometer Laufen antreten mussten. Platz vier ging an den Portugiesen Joao Silva in 35:25 Min., der durch die jeweils fünftbeste Rad- (16:48 Min.) und Laufzeit (10:12 Min.) noch etliche Plätze gutmachen konnte nach dem Schwimmen, wo er lediglich die 26. Zeit aufwies.

Maximilian Sperl kam in seinem „Wohnzimmer“ in 35:38 Min. konnte die Top-Platzierung aus dem Prolog nicht halten und kam als Siebter ins Ziel, EJOT-Youngster Till Kramp (GER) erreichte den 20. Rang in 36:39 Min. Für ein Ausrufezeichen hatte der Rostocker, der nach dem Prolog auf Platz 25 rangierte, beim Laufen während des Prologs entlang des Wöhrder Sees und der Pegnitz gesorgt, wo er mit 4:22 Min. die schnellste Zeit aller 63 Teilnehmer aufwies.

Bereits nach dem Prolog hatte alles auf einen deutlichen Teamsieg der EJOT-Frauen hingedeutet, der mit der besten Platzziffer, die es überhaupt gibt, nämlich 6, realisiert wurde. Dadurch überholten die Athletinnen im roten Dress Triathlon Potsdam, das Zweiter (Platziffer 19) vor dem Triathlon Team SW Darmstadt (Platzziffer 49) wurde, in der Tabelle. Das EJOT Team aus Busschütten hat als neuer Spitzenreiter zwar ebenso 78 Punkte wie die im Kraichgau und in Berlin siegreichen Potsdamerinnen auf dem Konto, doch die Plazziffer – 48 zu 58 – gibt den Ausschlag zugunsten des Titelverteidigers aus der Triathlon-Hochburg Buschhütten.

Die spätere Siegerin Lena Meißner glänzte im Prolog als Zweite im Schwimmen (3:12 Min.) und am Rad (9:27 Min.) sowie als Vierte im Laufen (5:05 Min.). Damit war sie die Beste in diesem ersten Part des Triathlons, ihre Zeit betrug 19:31 Min.

Beim Radfahren der Einzelverfolgung hatte die am Landesstützpunkt Saarbrücken lebende Meißner exzellent an der Spitze zusammen mit ihrer Teamkollegin Van Coevorden harmoniert und kam so auf die zweitbeste Radzeit in 18:21 Min. Die sechstbeste Laufzeit in 11:41 Min. langte der 23-Jährigen dann, um 17 Sekunden vor der Sportlerin aus Down Under Platz eins einzutüten.

Van Coervorden – Dritte nach dem Prolog – ihrerseits war sowohl im Prolog (3:09 Min.) wie auch in der Verfolgung (6:40 Min.) die schnellste Frau im Wasser und verzeichnete zudem die beste Zeit auf zwei Rädern in 18:17 Min.

Dank der zweitbesten Laufzeit (11:21 Min.) in der Verfolgung konnte sich Tertsch, die zuletzt am Schliersee nicht zu schlagen war, noch auf den dritten Platz vorschieben.

Die im Prolog schnellste Radfahrerin Neubert (9:23 Min.) büßte nach Platz zwei im Prolog, wo sie mit 19:42 Min. lediglich elf Sekunden hinter Meißner auf Platz geführt wurde, ein paar Plätze in der Verfolgung ein und herzte als Fünfte nach 39:57 Minuten ihre Teamkameradinnen.

„Wir sind mit beiden Teams super zufrieden. Die Athleten und Athletinnen haben geschlossen eine super Performance gezeigt. Bereits im Time Trial-Race haben alle Athlet*innen super Leistungen gezeigt und wir konnten das Verfolgungsrennen jeweils von ganz vorne bestimmen oder mitbestimmen“, fasste ein glücklicher Jonathan „Johnny“ Zipf, Sportlicher Leiter der EJOT Herren zusammen. In Nürnberg hatte er auch den Part seiner an Corona erkrankten Lebensgefährtin Theresa Baumgärtel übernommen, die als Sportliche Leiterin der Frauen fungiert.

Zipf weiter: „Es war wichtig, in Nürnberg nochmals die volle Stärke des Teams zeigen zu können. Für die Männermannschaft sieht es in puncto Meisterschaft sehr gut aus, dennoch muss man bis zuletzt zu 100 Prozent motiviert und konzentriert bleiben. Bei den Damen ist es sehr knapp und bleibt bis zum finale extrem spannend. Es ist auch kein Geheimnis, dass der Termin in Hannover die Rennaufstellung für alle Teams denkbar schwer macht, da es zeitgleich vier hochkarätige internationale Rennen gibt. Dadurch wird sich das ein oder andere Ergebnis für einige Teams hauptsächlich entscheidet.“ Auch zum in dieser Saison erstmals vonn der DTU ausgeschriebenen Modus aus Prolog und Einzelverfolgung bezog der langjährige Athlet des EJOT Teams Stellung: „Das Rennformat finde ich absolut klasse. Ich denke allerdings auch, dass die Gegebenheiten vor Ort aktuell nicht optimal sind.“

Die Fäden in der Hand beim mitgereisten Support Team hatte einmal mehr Olaf Kohn, der natürlich wie alle anderen Mitglieder des EJOT Teams erleichtert war, dass in der Dürerstadt der erwünschte Erfolg heraussprang.

„Am Ende ist ein doppelter Tagessieg – mit Damen- und Herrenteam – der schönste Lohn für jeglichen Einsatz. Es war nicht nur ein langer Tag, es waren auch viele Schritte notwendig, um wie vorausgesetzt, permanent zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Aber wir sind erfahren genug und haben auch diese Herausforderung mit Bravour bewältigt.

Jede und jeder Beteiligte kennt bei uns seine Aufgaben und ist entsprechend vorbereitet. Insofern sind Schwierigkeiten eher verschärfte Aufgaben. Wenn Du beispielsweise aus dem Nichts heraus plötzlich zwei Platte hast, musst Du lediglich das Werkzeug sofort am Mann haben und musst wissen damit umzugehen. Schwierig kann es eher werden, wenn nur wenig Zeit bleibt, aber auch da greift sinnbildlich ein Rad ins andere.“

Auch zum Meisterschaftsrennen nahm Kohn abschließend Bezug. „Es bleibt weiterhin eng und spannend, insbesondere bei unseren Ladies. Selbst bei den Herren, die sich inzwischen ein Pölsterchen erarbeitet haben, werde ich erst Luftsprünge machen, wenn wir in der Endabrechnung ganz vorne sind. Ja, die Tabellenführung fühlt sich toll an und unterstreicht die zuletzt guten Ergebnisse unserer Athlet*innen, ist aber erst dann wirklich was wert, wenn wir in Hannover den Sack zumachen! Die besagte Konkurrenz musste hier und da auf Bestbesetzung verzichten; das wird am letzten Wettkampftag womöglich wieder anders aussehen. Daher bleibt der Meisterschaftskampf, auch wenn die Konkurrenz einige Federn gelassen hat, unbedingt ernst zu nehmen.“

Festzuhalten bleibt, dass Nürnberg auf jeden Fall ein gutes Pflaster für das EJOT Team bleibt. Schon 2021 triumphierten hier die Männer und Frauen und Anthony Pujades (FRA) enteilte allen Konkurrenten.

Die Ergebnisse von Nürnberg:

Männer-Bundesliga Einzelwertung Prolog:
1. Simon Henseleit (GER, hep Team SUN) 17:38 Min.
2. Maximilian Sperl (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 18:00 Min.
3. Lennart Sievers (GER, Triathlon Team DSW Darmstadt) 18:01 Min.
4. Johannes Vogel (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 18:05 Min.
8. Joao Silva (POR, EJOT Team TV Buschhütten) 18:11 Min.
25. Till Kramp (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 18:35 Min.

Männer-Bundesliga Einzelwertung Verfolgung:
1. Simon Henseleit (GER, hep Team SUN) 35:15 Min.
2. Valentin Werntz (GER, Hylo Team Saar) 35:19 Min.
3. Johannes Vogel (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 35:20 Min.
4. Joao Silva (POR, EJOT Team TV Buschhütten) 35:25 Min.
7. Maximilian Sperl (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 35:38 Min.
20. Till Kramp (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 36:39 Min.

Männer-Bundesliga Teamwertung:
1. EJOT Team TV Buschhütten, Platzziffer 14; 20 Punkte
2. hep Team SUN, Platzziffer 20; 19 Punkte
3. Hylo Team Saar, Platzziffer 31; 18 Punkte

Tabellenstand 1. Triathlon-Bundesliga nach 4 von 5 Rennen:
1. EJOT Team TV Buschhütten, Platzziffer 118; 78 Punkte
2. Hylo Team Saar, Platzziffer 177; 74 Punkte
3. hep Team SUN, Platzziffer 271; 68 Punkte

Frauen-Bundesliga-Einzelwertung Prolog:
1. Lena Meißner (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 19:31 Min.
2. Tanja Neubert (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 19:42 Min.
3. Natalie Van Coevorden (AUS, EJOT Team TV Buschhütten) 19:53 Min.
5. Lisa Tertsch (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 19:54 Min.

Frauen-Bundesliga Einzelwertung Verfolgung:
1. Lena Meißner (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 38:39 Min.
2. Natalie Van Coevorden (AUS, EJOT Team TV Buschhütten) 38:56 Min.
3. Lisa Tertsch (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 39:31 Min.
5. Tanja Neubert (GER, EJOT Team TV Buschhütten) 39:57 Min.

Frauen-Bundesliga Teamwertung:
1. EJOT Team TV Buschhütten, Platzziffer 6; 20 Punkte
2. Triathlon Potsdam, Platzziffer 19; 19 Punkte
3. Triathlon Team DSW Darmstadt, Platzziffer 49; 18 Punkte

Tabellenstand 1. Triathlon-Bundesliga nach 4 von 5 Rennen:
1. EJOT Team TV Buschhütten, Platzziffer 48; 78 Punkte
2. Triathlon Potsdam, Platzziffer 58, 78 Punkte
3. triathlon.one Witten, Platzziffer 199; 63 Punkte

– Die siegreichen EJOT-Männer am Nürnberger Hauptmarkt: v.l.n.r. Joao Silva, Maximilian Sperl, Till Kramp und Johannes Vogel

 

Frauen-Siegerin Lena Meißner beim Zieleinlauf

– Johannes Vogel wurde Dritter bei den Männern. Hier im Zielsprint gegen Valentin Werntz (Hylo Team Saar)

– Die Frauen gewannen in Nürnberg souverän. v.l.n.r. Tanja Neubert, Lena Meißner, Natalie Van Coevorden und Lisa Tertsch

– Das EJOT Team TV Buschhütten jubelte über die Erfolge am Wöhrder See

 

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