Hilchenbach: Schranke schließt nicht – PKW frontal gegen Zug


wS/wf.  Hilchenbach / Update 13.12. 13:00 Uhr /  Ein 24-Jähriger hatte am Freitagabend mehr als Glück im Unglück – er befuhr mit seinem Kleinwagen die Sterzenbacher Straße und musste dabei einen beschrankten Bahnübergang überqueren. Dabei wurde der Wagen von einem Zug der Regio Bahn erfasst, der in Richtung Siegen unterwegs war.  Laut ersten Aussagen von Zeugen war weder die Schranke geschlossen noch rotes Blinklicht ausgelöst.

Auch konnte der 24 Jährige Fahrzeugführer den Zug der von rechts kam nicht sehen. Der junge Mann konnte sich selbstständig aus seinem Auto befreien und erlitt einen Schock. Vorsorglich wurde der 24 Jährige mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht.

Während der Unfallaufnahme war der Zugverkehr unterbrochen. Ein Notfallmanager der Bahn eilte ebenfalls zur Unfallstelle, da der Zugführer ausgewechselt werden musste. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalles dauern an.

Update  SA 11.12.2010 – 13:00 Uhr

Zugführer leitete noch Schnellbremsung ein

Zum Unfallzeitpunkt herrschte starkes Schneetreiben. Der Zugführer hat im letzten Moment das Fahrzeug gesehen und leitete noch eine Schnellbremsung ein und gab ein Signal. Der Zug kam 60 Meter hinter dem Übergang zum stehen. „Ja, es ist richtig das Zeugen aussagen, das die Schranke nicht geschlossen war“ bestätigt Polizeidirektor Goerke, Leiter der Bundespolizei Inspektion Köln auf Anfrage  von „wirSiegen.de“ . „Letztendlich müssen aber erst einmal alle Spuren ausgewertet werden, dieses kann einige Wochen dauern“.

Es hat aber tatsächlich den Anschein dass die Signalanlage und die Schranken nicht in Betrieb waren. Beamte der Bundespolizei waren 5 Minuten nach dem Unfall vor Ort und mussten feststellen dass die Schranke nicht beschädigt war, ein weiteres Indiz dafür bei dem Unfallbild das die Schranke nicht geschlossen war. Der 24 jährige Unfallfahrer wurde vorsorglich in Krankenhaus eingeliefert, glücklicherweise wurde er aber nicht verletzt und konnte aus dem Krankenhaus wieder entlassen werden.

Die 15 Reisenden im Zug kamen alle mit dem Schrecken davon.

Der Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 3500 Euro geschätzt.

 



Foto: Wolf Feldbusch