4. Zirkeltagung: Kommunale Visionen für morgen – Die Zukunft ist erneuerbar

wS/bu   Burbach Die Nutzung erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeerzeugung steht auf der Agenda landauf landab ganz oben. Atomausstieg, Erderwärmung und Klimawandel sind die Schlagworte, die in diesem Zusammenhang fallen. Welche Ideen und Projekte es gibt, um sich auf den Klimawandel einzustellen und wie regenerative Energien genutzt werden können, war jetzt Gegenstand der vierten Zirkeltagung im Burbacher Bürgerhaus.

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW. e.V. (LAG 21) hatte die Gemeinde Burbach Interessierte aus Rat und Verwaltung, Bürgerschaft und Wissenschaft eingeladen. Auf dem Tagungsprogramm standen Vorträge über Maßnahmen und Ideen aus Institutionen, die beispielhaft für andere wirken können.

Die Gemeinde Burbach informierte über zwei ihrer Projekte. Architektin Heidrun Diehl erläuterte den Gästen das mit großem Erfolg angenommene Burbacher Förderprogramm. Damit gewährt die Gemeinde Burbach Zuschüsse für unter anderem energetisches Sanieren von Gebäuden im Ortskern. Das kann eine verbesserte Wärmedämmung, der Einbau von mehrfach verglasten Fenstern oder die Erneuerung der Heizungsanlage, zum Beispiel durch den Einsatz einer Hackschnitzelanlage, sein, für die Gelder fließen. Ziel ist es, den CO2-Ausstoss zu minimieren.

Johannes Werthenbach zeigte den Hintergrund des Projektes „Burbacher Holz für Burbacher Öfen“ auf. Wunsch ist es, eine Kooperation von Waldgenossenschaften, Hackschnitzelproduzenten und Endverbrauchern zu schaffen. Ziel der Kooperation ist es, Hackschnitzel aus heimischen Wäldern vor Ort zu produzieren und zu nutzen.

Netzwerkmanager Yassine Mokdad erläuterte den Anwesenden die Kooperation von Unternehmen, Kommunen und anderen Partner mit dem Titel „Frischer Wind aus Rheine – Das Netzwerk WindWest“. Das Netzwerk Wind-West will die gemeinsamen Interessen der Beteiligten bündeln und die beachtlichen Potentiale der Windenergie in der Region um Rheine und Salzbergen nutzen.

Für Bürgermeister Christoph Ewers ist die Zirkeltagung eine wichtige Plattform für den gegenseitigen Austausch und das gegenseitige Lernen: „Es ist spannend zu erleben, welche Ideen und Projekte andere entwickeln, um die endlichen Energieressourcen wie Gas und Öl zu schonen. Alle müssen Sorge dafür tragen, dass ein nachhaltiger Umgang mit den endlichen Energieträgern erreicht wird.“ Und weiter: „Gleichzeitig haben wir die Verpflichtung, uns auf allen Ebenen für neue Modelle einzusetzen, mit denen die Nutzung erneuerbarer Energien erreicht wird.“

Die vierte Zirkeltagung wurde im Rahmen des Wettbewerbs Aktion Klimaplus durchgeführt. Die Gemeinde Burbach hatte sich daran beteiligt und mit ihrem im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept in der Finalrunde zusammen mit Schmallenberg und Rheine den zweiten Platz belegt. Damit verbunden war eine finanzielle Förderung durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, damit die beschriebenen Maßnahmen aus dem Klimakonzept umgesetzt werden können. Im Prozess der Weiterentwicklung und Umsetzung des Konzepts wird die Gemeinde durch die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW. e.V. (LAG 21) noch bis Ende 2011 begleitet.

Neue Konzepte und Ideen zum Klimaschutz waren jetzt Gegenstand der 4. Zirkeltagung der LAG 21 und der Gemeinde Burbach im Bürgerhaus