Zensus im Kreis Siegen-Wittgenstein abgeschlossen

wS/ksw  –  Kreis Siegen-Wittgenstein  –  04.06.2012  —  Durchweg positives Fazit, keine besonderen Vorkommnisse, 34.581 Personen befragt  —  Nach 18-monatiger Tätigkeit ist die Zensusstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein jetzt geschlossen worden. Damit ist die Volksbefragung bei uns im Kreisgebiet offiziell beendet. Alle vor Ort erhobenen Daten wurden an IT.NRW übermittelt. Jetzt laufen die Auswertungen. Frühestens im Jahr 2013 ist dann mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Zum Abschluss des Zensus in Siegen-Wittgenstein zogen Landrat Paul Breuer, Kreisdirektor Frank Bender und Erhebungsstellenleiter Dietmar Klose jetzt eine positive Bilanz. Sie dankten allen, die an der Befragung teilgenommen haben, den zahlreichen ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten und den Mitarbeitern der Zensusstelle des Kreises. „Wir hatten im Grunde keinerlei besondere Vorkommnisse zu verzeichnen – im Gegenteil: Bei uns ist der Zensus absolut problemlos verlaufen. Dafür möchten wir allen danken, die konstruktiv an der Durchführung des Zensus 2011 mitgewirkt haben, als Befragte, ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte oder Mitarbeiter der Zensusstelle“, so Breuer.

Im Rahmen der Haushaltsstichprobe wurden der Erhebungsstelle des Kreises vom Land 9.242 Anschriften mit insgesamt 34.581 Personen vorgegeben, die im Rahmen des bundesweiten Zensus 2011 befragt werden sollten. 332 ehrenamtliche Erhebungsbeauftrage hatten nach eingehenden Schulungen die Aufgabe übernommen, diese Personen aufzusuchen. In 25.660 Fällen haben die Erhebungsbeauftragten dann auch gleich direkt vor Ort gemeinsam mit den Hausbewohnern die Fragebögen ausgefüllt. 5.068 Personen haben sich die Fragebögen dagegen aushändigen lassen, selbst ausgefüllt und dann in einem Freiumschlag an die Erhebungsstelle zurückgeschickt. 1.980 Personen nutzten die Möglichkeit, die Fragen auf einer Internetseite von IT.NRW online zu beantworten.

Nur 175 Haushalte verweigerten zunächst die Teilnahme am Zensus. Diese Personen wurden dann von der Zensusstelle angeschrieben, erfolgte wieder keine Reaktion, wurden auch Zwangsgelder angedroht. „Die Anzahl der Totalverweigerer ist letztlich erfreulicherweise verschwindend gering geblieben und macht ca. 0,3 % der insgesamt zu befragenden Personen aus“, erläutert Zensusstellenleiter Dietmar Klose: „In vielen Fällen konnten wir diese Personen dann als ‚existent‘ mit dem Hinweis ‚Befragungsausfall‘ an IT.NRW melden.“

Während der Hochphase der Erhebung von Ende Mai bis Dezember 2011 waren in der Zensusstelle des Kreises zeitweise bis zu zwölf Mitarbeiter eingesetzt, einige Vollzeitkräfte, die meisten in Teilzeit. Diese wurden von insgesamt 375 ehrenamtlichen Kräften unterstützt. Zu den 332 Erhebungsbeauftragten für die Haushaltsstichprobe kamen noch weitere 40 für die Erhebung in „nicht sensiblen Sonderbereichen“ wie Studenten- oder Seniorenwohnheimen hinzu. Außerdem wurden drei Personen in der so genannten „Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten“ eingesetzt. Diese war grundsätzlich für alle Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern vorgesehen – was im Kreis Siegen-Wittgenstein lediglich auf die Gemeinde Erndtebrück zutrifft.

Unter den Erhebungsbeauftragten befanden sich übrigens nur 48 Personen über 65 Jahre. Der älteste war 84. Die stärkste Altersgruppe unter den Erhebungsbeauftragten waren mit 129 Personen die 18 bis 30-Jährigen. Von den 375 eingesetzten Personen waren 204 Frauen und 171 Männer.

Neben der logistischen Durchführung des Zensus waren die Mitarbeiter der Erhebungsstelle des Kreises auch vielfach im Außendienst im Einsatz. So haben sie die sensiblen Sonderanschriften persönlich aufgesucht. Dazu gehören z.B. Behinderten-, Kinder- oder Jugendwohnheime. In diesem Bereich wurden 90 Anschriften besucht. Hier haben die Heimleitungen nach einer Schulung durch die Erhebungsstelle die angefragten Daten im Online-Verfahren direkt an IT.NRW weitergegeben. Wo dies nicht möglich war, erfolgte die Bearbeitung durch die Mitarbeiter der Erhebungsstelle.

Mitarbeiter der Erhebungsstelle wurden auch bei der Nacharbeit im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung eingesetzt. Diese wurde federführend von IT.NRW durchgeführt und alle Wohnungs- bzw. Hausbesitzer erhielten entsprechende Unterlagen. In Fällen, in denen allerdings Unklarheiten bestanden oder die Eigentümer keine Auskünfte erteilten, mussten Mitarbeiter der Zensusstelle die entsprechenden Anschriften aufsuchen, um möglichst genaue Informationen über das Gebäude auf dem Grundstück erfassen zu können. In diesem Rahmen wurden dem Kreis 7.276 (!) Anschriften von IT.NRW gemeldet, die alle von Mitarbeitern der Erhebungsstelle aufgesucht wurden.

„Als wir Anfang 2011 die Erhebungsstelle einrichteten, konnten wir überhaupt nicht abschätzen, wie viel Arbeit auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukommen, ob wir genug Erhebungsbeauftragte finden und wie die zu Befragenden reagieren würden. Durch umfangreiche Aufklärungsarbeit wurde aber sehr schnell deutlich, dass die Fragen eher harmloser Natur waren. So erklärt sich auch die sehr geringe Zahl der Totalverweigerer“, bilanziert Kreisdirektor Frank Bender. „Die Erhebungsbeauftragten haben uns auch vielfach berichtet, dass sie äußerst freundlich empfangen und zuweilen sogar zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurden. Vor diesem Grund sind wir sehr zufrieden und konnten den Zensus 2011 jetzt mit einer äußerst positiven Bilanz abschließen“, so der Kreisdirektor.

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