Israelische Jugendliche setzten Stolpersteine mit Sportfreunde-Nachwuchs

wS/sp – Siegen – 17.08.2012 – Ein Stolperstein, ein Name, ein jüdisches Schicksal – zwei solcher Gedenktafeln setzten jetzt repräsentativ die Nachwuchskicker der U 16 von Sportfreunde Siegen und die israelischen Jugendfußballer ihres Partnervereins Hapoel Ofek Soccer Club aus Karmiel.

Jüdische und arabische Jugendfußballer aus Israel setzten Stolpersteine zusammen mit Jugendlichen der Sportfreunde Siegen. Fotos: Jutta Dicker/“Anstoss zum Leben“

In der Wiesenstraße in Siegen wurden die Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, welche mittlerweile zum Bild vieler Städte – so auch in Siegen und Hilchenbach – gehören, gesetzt. Ein symbolischer Akt, bei dem die jüdisch-arabische Gastmannschaft sowie die jungen Sportfreunde-Spieler drei unterschiedliche Religionen vertraten und gemeinsam ein Zeichen für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus setzten.

Mit einem Namen auf einem Stein und der Gewissheit, dass diese Menschen einmal in der Wiesenstraße gewohnt und gelebt haben, bekam das Schicksal der jüdischen Familie Meyer quasi ein „Gesicht“ für alle beteiligten jugendlichen Fußballer.

Dass sich bei dieser dritten Begegnung der Sportfreunde Siegen mit israelischen Jugendfußballern nicht alle Aktivitäten nur rund um den Lederball drehten, zeichnet diese Begegnung so sehr aus. Gefördert durch die Stiftung „Anstoß zum Leben“ von Dagmar Utsch-Stichhan, möchten sich beide Fußballvereine mit ihrem Projekt auch gegen Vorurteile und Intoleranz stark machen.

So standen über dem gemeinsamen Sport und den rein fußballerischen Zielen auch Aspekte der Bildung und Völkerverständigung. Wie man diese Ziele angehen kann, zeigte die gemeinsame Aktion der Stolpersteine.

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