Keine Sekundarschule in Wilnsdorf – Elternbefragung erzielt nur 72 Zustimmungen

wS/wi  –  Wilnsdorf  –  29.11.2012  –  Grün wie die Hoffnung leuchteten sie, die Fragebögen zur Wilnsdorfer Sekundarschule. Doch die Auswertung der Elternbefragung hat die Hoffnung auf eine neue Schule in der Wielandgemeinde zerschlagen. Zu wenige Wilnsdorfer haben der Sekundarschule ihre Zustimmung ausgedrückt: Lediglich 72 positive Rückmeldungen aus dem vierten Schuljahr gingen im Rathaus ein. Um das Antragsverfahren für die neue Schule weiterführen zu können, wären 75 Interessensbekundungen nötig gewesen.

Fast drei Viertel der angeschriebenen Erziehungsberechtigten beteiligten sich an der Befragung. 76 Eltern des vierten Schuljahres verweigerten der neuen Schulform ihre Zustimmung. Unter den Eltern der dritten Jahrgangsstufe zeichnet sich ein anderes Bild ab. Hier lagen 77 positive Rückmeldungen vor, ablehnend äußerten sich 54 Eltern. Entscheidend für das Antragsverfahren auf Errichtung einer Sekundarschule ist aber allein das Votum aus der vierten Klasse. „Damit können wir keine Sekundarschule beantragen“, fasst Bürgermeisterin Christa Schuppler das Ergebnis zusammen.

Sie bedauere, dass die Wilnsdorfer Schullandschaft in Zukunft vielleicht nicht mehr für alle Kinder alle Schulabschlüsse anbieten könne. Aber leider habe das Konzept der Sekundarschule wohl nicht überzeugen können, „trotz der besseren Lehrerausstattung und geeigneter Förderangebote für alle Kinder“, so Schuppler. Der Elternbefragung ging eine umfangreiche Information der Erziehungsberechtigten voraus, mit Infobriefen und Veranstaltungen in allen Wilnsdorfer Grundschulen. Gemäß dem Ergebnis werden nun im Februar 2013 die Anmeldeverfahren an Hauptschule, Realschule und Gymnasium stattfinden.

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