Kreis übergibt vier Fahrzeuge an Wehren in Siegen-Wittgenstein

wS/si  –  Kreis Siegen-Wittgenstein  –  13.11.2012  —  Konzept zur Bewältigung von ABC-Störfällen umgesetzt  —  Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat jetzt vier Fahrzeuge und einen Abrollcontainer an drei Feuerwehren im Kreisgebiet übergeben. Dazu waren Vertreter aller Freiwilligen Feuerwehren in Siegen-Wittgenstein nach Rudersdorf gekommmen. Dort übergab Kreisdirektor Frank Bender den LKW und die drei Transporter.

Die Wehr in Wilnsdorf erhielt ein Wechsellader-Fahrzeug von MAN. Der 26-Tonner ist dafür gedacht, einen Abrollcontainer zu transportieren, der zur Dekontamination einer großen Anzahl von Verletzten nach so genannten ABC-Unfällen gebraucht wird.  ABC steht für atomare, biologische und chemische Gefahren. Wobei sich die Gefahrenabwehr in Siegen-Wittgenstein insbesondere auf chemische Gefahrenlagen vorbereitet, weil es bei uns keine Betriebe gibt, die mit atomaren oder biologischen Gefahrstoffen arbeiten.

Neben dem Wechsellader erhielten die Freiwilligen Feuerwehren in Wilnsdorf, Netphen und Bad Berleburg Messfahrzeuge, die in der Lage sind, Schadstoffe in der Umwelt aufzuspüren und zu messen. Es handelt sich hierbei um drei VW-Crafter, die entsprechend ausgebaut und beladen sind.

Der Kreis hat die vier Fahrzeuge angeschafft, um damit die Landeskonzepte zur Dekontamination von Verletzten – kurz „V-Dekon-NRW“ – und „Messzug NRW“ umsetzen zu können. Den Abrollbehälter „V-Dekon-50“ im Wert von 250.000 Euro hat das Land dem Kreis im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt. Seither haben die Löschgruppen Rudersdorf und Gernsdorf gemeinsam mit dem DRK Kaan-Marienborn intensiv Einsätze mit der Ausstattung des Containers geübt. Nachdem der Kreis jetzt einen Wechsellader-LKW angeschafft hat, konnte der Container nun auch endgültig an die Feuerwehr Wilnsdorf übergeben werden.

Der LKW mit dem Abrollcontainer ist künftig in Rudersdorf stationiert. Von dort werden die Löschgruppen Rudersdorf und Gernsdorf mit dieser neuen Ausstattung bei ABC-Störfallen im gesamten Kreisgebiet ausrücken. Bei der Analyse der Gefahrstoffe werden sie dabei von Teams mit den drei jetzt neu angeschafften Messfahrzeugen unterstützt.

In die vier Fahrzeuge hat der Kreis insgesamt rund 380.000 Euro investiert.

Übergabe von vier Katastrophenschutzfahrzeugen an die heimischen Feuerwehren, u.a. mit Kreisdirektor Frank Bender (2.v.l.), Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler (rechts daneben), Kreisbrandmeister Bernd Schneider (r.) und Kreisordnungsdezernent Henning Setzer.

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