Karl-Adolf Fries neuer Geschäftsführer des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein

wS/hb Siegen Wittgenstein – (hgs) Für seine besonderen Verdienste in der Heimatpflege sowie als Gründungsmitglied und langjähriger Geschäftsführer des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein, wurde Kurt Mülln jetzt die Walter-Oerter-Medaille verliehen. „Solche Persönlichkeiten wie Kurt Mülln gibt es nicht so häufig“, betonte Landrat Paul Breuer bei der Verabschiedung von Kurt Mülln als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Heimatbundes. „Er ist die Zuverlässigkeit in Person und ein hervorragender Netzwerker – davon haben sowohl der Heimatbund als auch die Kreisverwaltung profitiert.“ Über 40 Jahre lang war Mülln beim Kreis Siegen-Wittgenstein – zuletzt als Kreisamtsrat – beschäftigt. 1995 war der gebürtige Niederdresselndorfer auch einer der Gründerväter des Dachverbandes der örtlichen Heimatvereine, dem Heimatbund Siegerland-Wittgenstein.

Sein Meisterstück habe er mit der Umsetzung der „Heimatmeile“ beim NRW-Tag im September 2010 in der Siegener Altstadt gemacht, erinnerte sich Landrat Breuer. Die gelungene Koordination und Präsentation der vielen Heimatvereine und ihr Aktivitäten sei sein Verdienst gewesen.

Er wolle und müsse mehr Ruhe in sein Leben bringen, erklärte Kurt Mülln den Delegierten der Heimatvereine im vollbesetzten Gasthof Ley in Irmgarteichen. Dieses Versprechen habe er seiner Frau gegeben. Jetzt könne er auch mal länger als 14 Tage mit seiner Frau in Urlaub fahren, hofft Mülln. Trotzdem, Langeweile wird es in dem Leben des 70-jährigen „echten Hicken“ vorerst nicht geben – er ist noch in verschiedenen örtlichen Vereinen aktiv. Auch um den eigenen Nachwuchs ist es nicht schlecht bestellt. Der zehnjährige Enkel Marcel Wagner interessiert sich für die Heimatgeschichte. Schon beim letzten Mundartnachmittag in der Hickengrundhalle hatte Marcel bereits seinen ersten Bühnenauftritt – natürlich in Sejerlänner Platt.

Einen Nachfolger als Geschäftsführer des Heimatbundes fanden die Heimatfreunde gleich im eigenen Haus. Mit Karl-Adolf „Kalli“ Fries – er ist ebenfalls ein langjähriger Mitarbeiter der Kreisverwaltung – übernimmt auch ein Netzwerker und engagierter Ehrenamtler die Geschäftsführung des Heimatbundes. Übrigens: Kurt Mülln war damals bereits schon als Ausbilder für Kalli Fries zuständig. Er werde seinen Nachfolger mit diesem vielfältigen Spektrum an Aufgaben selbstverständlich unterstützen, versprach Mülln. Bei seiner Vorstellung punktete der 66-jährige neue Heimatbundchef Fries vor allem bei den Wittgensteiner Mitgliedern: „Jeder gute Siegerländer ist ein halber Wittgensteiner – wie ich auch“. Seine Mutter stamme aus Saßmannshausen.

Auf sehr anschauliche Weise hatten Kurt Mülln und Iris Tietz von der Geschäftsstelle des Heimatbundes ihre „Hausaufgaben“ bei der Vorstellung des Jahresberichts 2012 gemacht. 109 Ortsvereine und 103 Einzelmitglieder gehören dem Heimatbund an. Die Arbeit sowie die Aktivitäten der Ortsheimatvereine und unterschiedlichen Arbeitskreise dokumentieren zahlreiche bebilderte Broschüren und Faltblättern. Der Renner ist die Mundartzeitung „Riewekooche ● Machs gütt!“. Zum zehnjährigen Bestehen der Zeitung gibt es in diesem Jahr eine Jubiläumsausgabe, erklärte Mülln.

Die Planungen für den „Südwestfalentag der Regionale 2013“ am 14. und 15. September in Bad Berleburg – er ist eingebunden in der Wittgensteiner Holzmarkt – haben bereits begonnen. Außerdem hatte jeder Heimatfreund druckfrisch eine Infokarte zur „WasserEisenLand“ zur Industriekultur in Südwestfalen auf seinem Platz liegen.

 

Landrat Paul Breuer (Mitte), zugleich 1. Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein, gratulierte Karl-Adolf Fries (2.v.l.) zu seiner Wahl als Geschäftsführer. Der bisherige Geschäftsführer Kurt Mülln (2.v.l.) erhielt die Walter-Oerter-Medaille. Dirk Niesel (links, stv. Vorsitzender), Waltraud Schäfer (3.v.r., stv. Vorsitzende), Iris Tietz (2.v.r., Geschäftsstelle) und Dieter Tröps (rechts, Heimatgebietsleiter).

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