Bad Laasphe: Rinderherde auf Abwegen

wS/ots – Bad Laasphe – Am Montagmorgen geriet in Bad Laasphe eine aus mehr als zehn Tieren bestehende Rinderherde auf Abwege. Die Tiere waren aus einer in unmittelbarer Nähe der B 62 liegenden Weide ausgebrochen. Gegen 6 Uhr meldeten dann besorgte Verkehrsteilnehmer der Polizei, dass sich die Rinder im Ortsbereich von Bad Laasphe – mitten im Stadtzentrum auf der B 62 in Höhe der Sparkasse – befinden sollten.

Beim Eintreffen der Polizei waren die Tiere dort aber nicht mehr zu finden. Eine intensive Suche – auch im Umfeld der B 62 – verlief zunächst negativ. Gegen 6.30 Uhr erhielt die Leitstelle der Polizei dann erneut eine Meldung, dass sich die Tiere nun auf der B 62 in Höhe eines dortigen Malerfachgeschäfts befinden sollten.

Einem dort dann eintreffenden Bezirksbeamten der Polizei kamen die Rinder auch auf der gesamten Fahrbahnbreite entgegen. Ein Abdrängen der Tiere von der Fahrbahn auf ein Wiesengelände war nicht möglich, da die Tiere sehr zügig über die B 62 in Richtung Saßmannshausen liefen.

Obwohl die Verkehrsteilnehmer nun auf der B 62 durch einen den Tieren vorausfahrenden Streifenwagen gewarnt wurden, kam es trotzdem noch zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Rind gegen einen LKW lief und diesen beschädigte.

Die Tiere wurden dann im weiteren Verlauf von einem Polizeihauptkommissar mit Hilfe von mehreren Verkehrsteilnehmern in Höhe der Schlossbergkurve von der B 62 auf eine Wiesenfläche getrieben. Von dieser gelangten sie jedoch kurze Zeit später wieder auf die B 62 und dann auf den Gleiskörper der Kurhessenbahn, so dass nun auch noch deren Fahrdienstleiter durch die Einsatzleitstelle der Polizei benachrichtigt werden musste.

Der Verkehrsstau auf der B 62 war zu diesem Zeitpunkt schon auf mehr als fünf Kilometer angewachsen. Die Rinder wurden anschließend von drei Polizisten in einen Baustellenbereich neben der B 62 in Saßmannshausen getrieben. Dort waren sie zumindest soweit unter Kontrolle, dass eine Gefährdung des Straßenverkehrs nicht mehr bestand.

Nachdem dann schließlich auch der Tierhalter vor Ort erschien, konnten die Rinder – unter kurzfristiger Sperrung der B 62 – wieder auf ihre ursprüngliche Wiesenfläche getrieben werden.

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