Zukunftsinitiative Wirtschaft 2025 gestartet

wS/sw – Siegen-Wittgenstein – Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Robert Kappel zum Thema „Neue wirtschaftliche Mächte und globale Verschiebungen“ wurde jetzt die neue „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“ gestartet. Im Mittelpunkt seines Vortrages analysierte der ehemalige Präsident des Leibniz-Institutes für globale und regionale Studien den Aufstieg der so genannten BRICS-Staaten, allen voran Chinas, und die damit verbundenen Machtverschiebungen in der Wirtschaft.

Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Kappel diskutierten die über 50 Teilnehmer in drei Arbeitskreisen zu den Themen „Markterschließung/Erkundung“, „Mitarbeiterqualifikation“ und „Riskomanagement“ intensiv über konkrete Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten für die Region.

Über globale Verschiebungen bei den Wirtschaftsmächten und der Auswirkungen für heimische Unternehmen referierte Prof. Dr. Robert Kappel, ehemaliger Präsident des Leibniz-Institutes für globale und regionale Studien. Foto: Kreis

Über globale Verschiebungen bei den Wirtschaftsmächten und der Auswirkungen für heimische Unternehmen referierte Prof. Dr. Robert Kappel, ehemaliger Präsident des Leibniz-Institutes für globale und regionale Studien. Foto: Kreis

Kappel machte deutlich, dass die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika – einen zunehmenden politischen und ökonomischen Einfluss in der globalen Wirtschaft haben. Hierdurch entstehen einerseits neue Konkurrenten, aber auch potenzielle neue Handelspartner für heimische Unternehmen. Kappel ist der Auffassung, dass es in den nächsten Jahrzehnten eine relative globale wirtschaftliche Machtverschiebung geben wird.

Die USA, Europa und Japan werden nicht absolut absteigen, sondern lediglich schwächer wachsen als die BRICS-Staaten. Diese Machtverschiebung, so Kappel, gehe langsam voran. Dennoch würden die Aufholprozesse durch das hohe Wachstum der BRICS-Staaten allmählich die globalen Machtverhältnisse verschieben.

Dass dies Auswirkungen auch auf Südwestfalen als drittstärkste Industrieregion Deutschlands haben werde, machte Landrat Paul Breuer in seinen einführenden Worten deutlich. Mit der „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“ solle nun der Versuch unternommen werden, die nächste Dekade der globalen ökonomischen Entwicklung zu analysieren und hieraus Schlussfolgerungen für das regionale strukturpolitische Handeln zu ziehen.

Breuer begrüßte in diesem Zusammenhang die Initiative der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft KM:SI GmbH und des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen (FoKoS), die sich dieser Aufgabenstellung angenommen hätten. „Wir wollen einen regionalen Dialog zwischen den Akteuren organisieren, die dann regionale Entwicklungslinien und -schwer-punkte formulieren. Am Ende steht das Ziel, ein erneuertes regionales Entwicklungskonzept für die wirtschaftliche Entwicklung vorzulegen, auf das sich die relevanten regionalen Akteure verständigt haben“, so Breuer.

Im Rahmen der „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“ werden in den kommenden Monaten weitere Veranstaltungen zu den Themenfeldern „Globale Verschiebungen“, „Demographischer Wandel“ und „Klimawandel“ durchgeführt. Am 6. Februar 2014 wird die Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn, Prof. Frederike Welter, zu den Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen sprechen.

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