Gemeinde Wilnsdorf und RWE zeichneten Klimaschützer aus

Kleine Maßnahmen, großer Preis

(wS/wi) Wilnsdorf 26.02.2016 | Wie vielfältig Umweltschutz sein kann, zeigt sich jedes Jahr an der Preisträgerliste des RWE-Klimaschutzpreises. Der wurde vor kurzem von der Gemeinde Wilnsdorf und dem Energieversorger vergeben. Prämiert wurden drei ganz unterschiedliche Projekte, die sich durch verantwortungsvolles Handeln im Sinne des Umweltschutzes auszeichneten.

Zu den Preisträgern gehört das Anzhäuser Ehepaar Neef, das mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen den häuslichen Energiebedarf deutlich reduziert hat. Fast im Alleingang dichteten sie Fenster ab, isolierten Rolllädenkästen und optimierten den Wirkungsgrad des Heizkessels. „Damit ist es uns innerhalb von zehn Jahren gelungen, 70 % der elektrischen Energie und 60% der Wärmeenergie einzusparen, die wir im Haushalt benötigen“, berichtete Ulrich Neef. Zudem praktizieren die Eheleute auf ihrem 1.200m² umfassenden Hausgrundstück aktiven Vogel- und Insektenschutz, indem sie zwölf Vogelkästen und verschiedene Bruthilfen für Insekten eingerichtet haben.

v.l.n.r.: Bürgermeisterin Christa Schuppler(l.) und RWE-Kommunalbetreuer Stefan Engelberth (r.) umrahmen die Preisträger des Wilnsdorfer RWE-Klimaschutzpreises2015: Christof Quandel vom CVJM-Kreisverband Siegerland, die Umwelt-AG der Grundschule Rudersdorf (vertreten durch Schulleiterin Felicitas Arndt und OGS-Koordinatorin Claudia Mockenhaupt)und den Anzhäuser Ulrich Neef (Foto: Gemeinde Wilnsdorf)

v.l.n.r.: Bürgermeisterin Christa Schuppler(l.) und RWE-Kommunalbetreuer Stefan Engelberth (r.) umrahmen die Preisträger des Wilnsdorfer RWE-Klimaschutzpreises2015: Christof Quandel vom CVJM-Kreisverband Siegerland, die Umwelt-AG der Grundschule Rudersdorf (vertreten durch Schulleiterin Felicitas Arndt und OGS-Koordinatorin Claudia Mockenhaupt)und den Anzhäuser Ulrich Neef (Foto: Gemeinde Wilnsdorf)

Für die energetische Sanierung eines Gebäudes wurde auch der CVJM-Kreisverband Siegerland ausgezeichnet. Der Verein baute das Wilgersdorfer Schwesternerholungsheim zu einer Wohnwerkstatt für sechs junge Menschen um. Besondere Aufmerksamkeit verdiente dabei der aus dem 19. Jahrhundert stammende Altbau. „Uns war es wichtig, die besondere Atmosphäre des Gebäudes zu erhalten“, erinnertesich Schatzmeister Christof Quandel. Die Sanierung vereinte daher ökologische und ästhetische Aspekte in gelungener Weise, u.a. indem heimische Hölzer beim Aufbau der Wände zum Einsatz kamen und ein traditioneller Lehmputz auf die Außenwände aufgebracht wurde. Für einen geringeren Energieverbrauch sorgten die Dämmung des Daches und der Austausch von Fenstern und Außentüren.

Dritte in der Runde der RWE-Klimaschutzpreisträger ist die Umwelt-AG der Grundschule Rudersdorf. Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen und pflanzt seitdem Gedanken des Umweltschutzes in die Köpfe junger Menschen. Die AG hat auf dem Schulhof bereits ein Insektenhotel gebaut, einen kleinen Hochbeetgarten angelegt und möchte jetzt Sträucher für eine Bienen- und Schmetterlingsweide anpflanzen. „Die Schüler sind dabei an jedem Arbeitsschritt beteiligt, von der Pflanzenauswahl bis hin zur späteren Pflege“, betonte Claudia Mockenhaupt, die Koordinatorin der Offenen Ganztagsgrundschule. Und Schulleiterin Felicitas Arndt ergänzte: „Wir werden Anzucht-Sets von Schmetterlingen anschaffen, damit die Kinder die Entwicklung der Raupen zum Schmetterling beobachten können“.

So unterschiedlich die Preisträger sind, ist ihnen doch gleich, dass ihre Projekte in besonderem Maße zum effizienten Energieeinsatz oder zur Erhaltung der Natur beitragen. „Mit unserer Auswahl wollen wir signalisieren, dass auch kleine Veränderungen einen großen Beitrag leisten“, erklärten Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler und RWE-Kommunalbetreuer Stefan Engelberth bei der Preisverleihung der mit insgesamt 2.500 Euro dotierten Auszeichnung.

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