Manfred Utsch erhält die DFB-Verdienstnadel

Große Ehre: Manfred Utsch, mit seiner Gattin Dagmar an der Seite, wurde von WFLV-Präsident Henning Korfmacher (re.) mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet. Fotos (4): Jürgen Kirsch

Große Ehre: Manfred Utsch, mit seiner Gattin Dagmar an der Seite, wurde von WFLV-Präsident Henning Korfmacher (re.) mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet. Fotos (4): Jürgen Kirsch

(wS/jk) Siegen 14.04.2016 | Manfred Utsch hat die Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) erhalten. Ihm wurde damit die höchste Auszeichnung im Fußball-Amateurbereich verliehen. Für sein großes Engagement für den Fußball und besonders der Jugend wurde dem Ehrenpräsidenten der Sportfreunde Siegen diese große Ehre zuteil, nachdem er kürzlich bereits die goldene Verdienstnadel des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) überreicht bekam.

Ära über mehr als 30 Jahre

Hermann Korfmacher, der Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbands (WFLV), zeichnte Utsch im Rahmen einer Feierstunde in den Räumlichkeiten der Bald AG an der Leimbachstrasse aus. „Vor über 30 Jahren hat alles mit einem kleinen Sponsoring für die Siegener Jugend begonnen. Im Laufe der Jahre hat sich dadurch eine Beziehung zum Verein entwickelt, die in Fußball-Deutschland seines Gleichen sucht“, würdigte Korfmacher die Verdienste von Utsch, der über Jahrzehnte die Geschicke der Sportfreunde Siegen geleitet hat.

Manfred Utsch (80) blickte in die Zukuft seiner Sportfreunde.

Manfred Utsch (80) blickte in die Zukuft seiner Sportfreunde.

Manfred Utsch wurde 1986 zum Präsidenten des Traditionsklubs, den der erfolgreiche Unternehmer als Mäzen bis zum Sommer 2014 auch finanziell unterstützte, gewählt. In seiner Ära – später als Vorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender – feierten die Sportfreunde Siegen mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga mit Trainer Ralf Loose den größten Erfolg der Vereinsgeschichte (2005), doch gab es auch schwere Stunde (Insolvenz 2008). Als sich den Siegenern bereits 1998 unter Ingo Peter die Chance auf den Zweitliga-Aufstieg bot, war die notwendige Lizenz dazu Utsch zu verdanken.

Offenes Ohr für Jugend-Kicker

Der heute 80-Jährige legte sich damals sogar mit dem großen DFB an, der damals von Egidius Braun geführt wurde, und erreichte sein Ziel. Allerdings scheiterten die Siegener Fußballer in der Relegation an Tennis Borussia Berlin. Utsch erlebte mit den Sportfreunden Höhen und Tiefen, knüpfte Kontakte zu Fußballgrößen wie Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Dietmar Hopp, Hannes Bongartz oder Jürgen Klopp und auch das Engagement für die Jugend war für ihn stets selbstverständlich.

Ulrich Steiner überreichte Dagmar Utsch einen Blumenstrauß.

Ulrich Steiner überreicht Dagmar Utsch-Stichan (li.) einen Blumenstrauß.

So nahm der „Schilderkönig“ auch Geld in die Hand, um das Jugendförderzentrum im oberen Leimbachtal zu bauen, und gründete zusammen mit seiner Frau Dagmar die Stiftung „Anstoß zum Leben“, die nicht nur den Nachwuchs der Sportfreunde, sondern auch den vieler anderer Vereine der Region heute noch fördert. „Ein wichtiges Geschenk für die jungen Menschen, für die Utsch stets ein offens Ohr hat“, lobte Korfmacher.

Guter Rat von Ehrenpräsident

Ulrich Steiner, ein langjähriger Weggefährte von „Manni“, wie er in der Sportfreunde-Familie gerne genannt wird, hielt eine Laudatio auf ihn. „Die Sportfreunde waren für ihn nie Mittel zum Zweck, sondern immer Selbstzweck. Für Manfred stand der Erfolg immer an zweiter Stelle, viel wichtiger war ihm stets das Wohl des Vereins und seiner Mitglieder. Das ist mehr als Mäzentum“, so Steiner, der Geschäftsführer der Siegener Spielbetriebs-GmbH.

Henning Korfmacher zeichnete Gerd Grab (re.) mit der goldenen FLVW-Ehrennadel aus.

Hermann Korfmacher zeichnete Gerd Grab (re.) mit der goldenen FLVW-Ehrennadel aus.

Schließlich ließ es sich Utsch nicht nehmen, seinen „Freunden“ einen Rat mit auf den Heimweg zu geben. „Ich bin mir sicher, dass die Oberliga-Mannschaft wieder nach oben kommen kann und sich die Jugend gut entwickeln wird“, so der  Ehrenpräsident. „Wir können aufsteigen – aber jetzt vielleicht noch nicht. Der Verein muss auch wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen“, gab Utsch zu bedenken.

Grab geehrt

Warme Worte gab es dazu von Korfmacher: „Die Regionalliga wartet auf die Sportfreunde Siegen, sie braucht einen solchen Traditionsverein“, meinte WFLV-Chef, der gleichzeitig als FLVW-Präsident fungiert. In dieser Funktion überreichte er Gerd Grab, der sich über viele Jahre im Verein sowie den Fußball verdient gemacht hat und auch heute noch viele Spiele der Sportfreunde-Teams besucht, die goldene Ehrennadel des Verbandes.
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