Schülerfirma "WannaBuy" feiert 5-jähriges Jubiläum

(wS/red) Siegen 29.04.2016 | Geschäftiges Treiben vor der Kasse, eine kleine Schlange von Schülern hat sich gebildet, andere Schüler suchen noch in den Regalen. Über die Ladentheke gehen Stifte, ein Papierblock und ein Schnellhefter für den Praktikumsbericht. „Das macht 3,50 Euro.“ Eine scheinbar alltägliche Szene im Einzelhandel. Das Besondere hierbei, auch hinter der Theke stehen Schüler.

Eine Szene wie im Einzelhandel, nur stehen hier auch hinter der Theke Schüler. Die Schülerfirma WannaBuy hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Foto: Berufskolleg.

Eine Szene wie im Einzelhandel, nur stehen hier auch hinter der Theke Schüler. Die Schülerfirma „WannaBuy“ hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Foto: Berufskolleg.

Vor fünf Jahren startete das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen mit einem eigenen Schülerladen. „WannaBuy“ sollte die Schülerfirma heißen und hat sich schnell zu einer festen Institution im Schulalltag entwickelt. „Schon 2009 gab es die Idee eine Schülerfirma zu etablieren, um die betriebswirtschaftliche Theorie mit Leben zu füllen“, beschreibt Katja Müßener, eine der Betreuerinnen, die Entstehung. Zwei Jahre Planung und Entwicklung später konnten die ersten Schreibwaren verkauft werden. Der Schülerladen bietet den Schülern eine Möglichkeit, um unternehmerisch zu denken und zu handeln, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Die Planung des Sortiments, die Mengen- und Personalplanung oder die Kalkulation der Preise liegt in den Händen der Schüler der Höheren Handelsschule, die dieses Projekt motiviert betreiben. „Man hat im Unterricht nicht nur die reine Theorie, deswegen kann man die Themen besser nachvollziehen“, meint Schülerin Jennifer Becker. In den letzten fünf Jahren hat sich einiges getan. Neben Büromaterialien bietet „WannaBuy“ fair gehandeltes Kunsthandwerk aus Ghana an, Taschen, Geldbörsen und vieles mehr. Die Hälfte des Erlöses aus den Verkäufen der kunsthandwerklichen Gegenstände wird an eine Partnerschule in Ghana gespendet, den Wilhelm Educational Complex. Bisher wurden fast 2.200 Euro nach Ghana geschickt.

Das Sortiment und die angebotenen Dienstleistungen wachsen stetig und mit Sonderaktionen in der Vorweihnachtszeit oder zum Europatag macht „WannaBuy“ regelmäßig auf sich aufmerksam. Für Stella Freiburg, die zweite Betreuerin, lohnt sich die Verbindung von Theorie und Praxis, auch wenn es eine Umstellung war: „Da die Schüler viel eigenständig arbeiten und planen, gibt man als Lehrer das Zepter aus der Hand. Wir können aber alle Themen mit „WannaBuy“ verknüpfen, ob im Zahlungsverkehr oder Rechnungswesen. Jedes Fach ist in die Schülerfirma eingebunden und die Schüler lernen betriebswirtschaftliche Zusammenhänge in realen Situationen.“

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