Bad Laaspher Nachwuchs erlebt Berufsfeuerwehrtag

(wS/jk) Bad Laasphe 06.06.2016 | Die Förderung des Nachwuchs hat bei der Feuerwehr in Bad Laasphe einen großen Stellenwert. Jugendwartin Jennifer Hof kann sich nicht beschweren: „Wir haben hier alle Freiheiten und können alle Räume im Gerätehaus nutzen, solange der alltägliche Betrieb nicht gestört wird“, erzählt. Derzeit zählt die Jugendfeuerwehr 23 Mitglieder, nächsten Monat schließt sich ihnen schon der nächste Neuling an. „Das Interesse von Kindern und Jugendlichen ist groß“, freut sich Hof, die auf die Unterstützung zahlreicher Betreuer bauen kann.

Die 13 Teilnehmer beim Berufsfeuerwehrtag in Bad Laasphe hatten einige Einsätze zu bewältigen.

Die Teilnehmer beim Berufsfeuerwehrtag in Bad Laasphe hatten einige Einsätze zu bewältigen.

Jetzt veranstalteten sie einen Berufsfeuerwehrtag für den Nachwuchs. 24 Stunden waren die 13 Teilnehmer im Alter zwischen 10 und 18 Jahren im Dienst – und gefordert. Denn auf sie warteten spannende und auch anspruchsvolle Aufgaben sowie Herausforderungen. Mehrere „Einsätze“ musste die Jugendfeuerwehr über den ganzen Tag verteilt stemmen. Mit Schlafsäcken ausgerüstet standen die Jugendlichen schon am Morgen auf der Matte. Wie bei der Berufsfeuerwehr stand zunächst ein Fahrzeugcheck auf dem Programm.

ABC-Einsatz und „Vermisste Person“

Noch vor der Mittagspause dann der erste Alarm: „Vermisste Person“ lautete das Stichwort. Hier war Kartenkunde gefordert, die Jugendfeuerwehr durchsuchte das Gebiet oberhalb der Schulen am Schloss Wittgenstein und wurde schließlich fündig. Nach dem wohl verdienten Mittagsessen rückten die in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmer erneut aus. Ein ABC-Einsatz wurde geprobt. Aus einem Fass sei auf dem Gelände einer Spedition eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten, erfahren die Jugendlichen vor Ort.

Während diesem rund einstündigen Einsatz müssten die jungen Wehrleute nicht nur die Flüssigkeit auffangen und aufnehmen, sondern auch sämtliche Gullydeckel abdichten, die Einsatzstelle absichern, das Fass abdichten und auch Öl auffangen. Zurück im Gerätehaus war Fahrzeugpflege angesagt. Die anschließende Freizeit wurde durch den nächsten Einsatz unterbrochen: „Verschüttete Person im Betonwerk“ lautete dieser. Diese Person galt es in der Sandgrube zu finden und freizuschaufeln. Danach konnten die Jugendlichen zunächst eine Verschnaufpause genießen – Sport und ein Ausflug zur befreudeten Wehr waren möglich.

„Person“ freigeschaufelt und Feuer gelöscht

Als dann schon langsam die Nachtruhe eingeleitet wurde, waren die 13 Jungs und Mädels ein letztes Mal für diesen Tag gefordert. Sie löschten ein Feuer auf einer Müllkippe, welches das Betreuer-Team vorbereitet hatte. Am nächsten Morgen riss eine Brandmeldeanlage die Nachwuchskräfte beinahe aus dem Schlaf.  Zum Abschluss des Berufsfeuerwehrtags konnten sie so ihren inzwischen eingetroffenen Eltern zeigen, was die drauf haben. Und das ist schon eine ganze Menge.

Fotos: Jürgen Kirsch

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