JU vor Ort in Kredenbach: Ochsenweiher in einer schwierigen Situation

(wS/red) Kreuztal 13.07.2016 | Seit Montag, 12.07.2016, ist das Naturfreibad Kredenbach, besser bekannt als Ochsenweiher, wieder für Badegäste geöffnet. Doch die Situation des Freibads ist alles andere als rosig. Die Junge Union Kreuztal besuchte deshalb den Ochsenweiher, um sich vor Ort zu informieren und zu hören, wie die Zukunft des Freibads aussehen könnte. Der Vorsitzende des Sportausschusses, Philipp Krause, berichtete von den seit Jahren bestehenden Problemen. So stellen der geringe Wasserzufluss und das Versickern von Wasser am Beckenrand eine Gefahr dar. „Durch den geringen natürlichen Zufluss durch den Bachlauf kann das Wasser gerade in den wärmeren Schönwetterphasen sehr schnell kippen. Zeitgleich verdunstet und versickert viel Wasser über die Oberfläche und am Beckenrand, sodass beide Faktoren – wenig Zufluss bei hohem Wasserverlust – die Wasserqualität negativ beeinflussen.“ Dazu war das Kosten-/Nutzenverhältnis in den letzten Jahren alles andere als optimal. „Ich habe mir die Zahlen natürlich selber angeschaut. Im Schnitt stehen tausende Euros einer geringer werdenden Anzahl an Badegästen gegenüber. Dieser Zustand ist leider suboptimal“, so der JU-Vorsitzende Julian Siebel.

2016-07-13_Kreuztal_Junge_Union_Ochsenweiher

Neue Hoffnung besteht in einer Brunnenbohrung und Grundwassermessung um den Weiher herum. Sollte es keine Einwände der Unteren Wasserbehörde geben, die politischen Gremien die Maßnahmen befürworten und es der Grundwasserpiegel zulässt, könnte das schon mal einen Teil des Problems lösen. „Wir hoffen, dass uns diese im Raum stehende Messung positive Ergebnisse bringt, damit sich die Lage etwas entspannt und der Badebetrieb aufrecht gehalten werden kann“, so Siebel. Philipp Krause bekräftigte dabei auch nochmal den ausdrücklichen Willen zur Erhaltung des Ochsenweihers als Naturfreibad, stellte aber auch klar, dass die anstehenden Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Wasserqualität sowie des auskömmlichen natürlichen Wasserzuflusses positiv ausfallen müssen, um die Zukunft des Ochsenweihers als Naturfreibad seriös und wirtschaftlich vertretbar prognostizieren zu können. „Eine kostenintensive Auffüllung des Weihers mit Trinkwasser kann nicht jahrelang die Lösung sein und ist auch aus Sicht der Bevölkerung selbst nicht sinnvoll.“

Die Junge Union lud auch Kredenbacher Anwohner ein, die von ihren Erfahrungen und Beobachtungen berichteten. Demnach sei die Besucherzahl zuletzt tatsächlich sehr gering ausgefallen. In jedem Fall sei das Gelände jedoch attraktiv, ob als Freibad oder z.B. als Treffpunkt für die Anwohner. „Wir haben schon ein paar Ideen parat, um im Falle eines positiven Bescheids nach der Grundwassermessung zur Attraktivierung des Freibads beizutragen und würden uns freuen, wenn wir da noch ins Gespräch mit der Interessensgemeinschaft kämen.“ Die Junge Union drückt ihre Daumen, damit der Badebetrieb weiter laufen kann. Trotzdem stellte Siebel eines klar. „Wenn hier zehnttausende Euros fließen müssten, um den Zustand des Naturfreibads möglicherweise zu verbessern, ist es unausweichlich genau festzustellen, ob diese Lösungen auch alle Probleme beseitigen können und ob die Bevölkerung das Naturfreibad zum Schwimmen mit deutlich höheren Besucherzahlen annimmt, was die teuren Investitionen rechtfertigen würde. Wir als JU können da sicher wenig Einfluss darauf nehmen, welcher Weg schlussendlich eingeschlagen wird. Aber wir werden unsere Meinung sagen und sind vor allem gerne bereit, bei Maßnahmen zur Attraktivierung zu helfen.“

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