IC-Anbindung ab 2019 wichtiger Meilenstein für die Region

SPD-Abgeordnete im Gespräch mit EVG-Vorstand

(wS/red) Siegen 24.01.2017 | Die SPD-Abgeordneten Willi Brase (MdB) und Falk Heinrichs (MdL) sowie Heiko Becker, Kreistagsabgeordneter und Bundestagskandidat, führten jetzt ein gemeinsames Gespräch mit dem Vorsitzenden des EVG-Ortsverbands Südwestfalen, Hermann Müller, seinem Vorgänger Franz-Josef Mais und weiteren führenden Vorstandmitgliedern.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die von der Deutschen Bahn angekündigte IC-Anbindung Siegens ab 2019 ein verkehrspolitisch wichtiger Meilenstein für die Region ist. „Es ist wichtig, dass Südwestfalen damit endlich wieder in das Fernverkehrssystem der DB integriert werden“, zeigten sich Falk Heinrichs und Willi Brase erfreut. Der IC müsse mindestens im Zweistundentakt zwischen Hagen und Frankfurt verkehren, Haltepunkte dürfe es nur an Bahnhöfen mit wichtigen Verknüpfungen zu anderen Strecken geben. Das sind zwischen Hagen und Siegen die Stationen Letmathe, Finnentrop und Kreuztal. Auch sollte das hessische Gießen möglichst umfahren werden. „Nur so erreichen wir eine im Vergleich zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV) spürbare Verkürzung der Fahrzeiten“, betonten der EVG-Vorsitzende Hermann Müller und seine Kollegen. Außerdem müsse fahrplantechnisch sichergestellt werden, dass sich die Regional- und die künftigen Intercity-Züge nicht gegenseitig die Kundschaft streitig machen.

Führten ein Gespräch über aktuelle Fragen des Schienenverkehrs in Südwestfalen: (v.r.n.l.) Hermann Müller, Vorsitzender des EVG-Ortsverbands Südwestfalen, Willi Brase (MdB), Falk Heinrichs (MdL), Heiko Becker, Franz-Josef Mais, Norbert Profus und Hans-Ulrich Schumann. (Foto: SPD)

Führten ein Gespräch über aktuelle Fragen des Schienenverkehrs in Südwestfalen: (v.r.n.l.) Hermann Müller, Vorsitzender des EVG-Ortsverbands Südwestfalen, Willi Brase (MdB), Falk Heinrichs (MdL), Heiko Becker, Franz-Josef Mais, Norbert Profus und Hans-Ulrich Schumann. (Foto: SPD)

Ein weiteres Gesprächsthema war der Personenverkehr auf der Rhein-Sieg-Strecke (Siegen-Köln). Die Vertreter der EVG wiesen darauf hin, dass der Bahnhof am Flughafen Köln-Bonn künftig zu einem wichtigen Umsteigebahnhof für Reisende aus unserer Region in Richtung Düsseldorf werden dürfte. Deutliche Verbesserungen des Verkehrsangebots auf der Rhein-Sieg-Strecke könnten durch die Schaffung einer durchgängigen Zweigleisigkeit, wie sie im neuen Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist, erreicht werden. Wichtig sei, dass DB-Netz die entsprechenden Planungen in den kommenden Jahren forciere.

Das gelte auch für den ebenfalls vordringlich geplanten Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen-Siegen-Gießen). Hier müssen insbesondere die Tunnelprofile erweitert werden, so dass in hoffentlich absehbarer Zeit auch Großcontainer vom Container-Bahnhof Kreuztal zu den wichtigen Seehäfen an der Nordsee transportiert werden können. „Nur unter dieser Voraussetzung werden wir es schaffen, künftig mehr Güter auf der Schiene zu bewegen“, betonte Falk Heinrichs (MdL). Willi Brase (MdB) und Heiko Becker ergänzten: „Wichtig ist zudem, dass auch die Anbindung des Kreuztaler Container-Terminals an das Straßennetz optimiert wird.“ Die drei SPD-Politiker und die Gewerkschaftsvertreter sprachen sich für „ein gleichberechtigtes Miteinander der verschiedenen Verkehrsträger im Güterverkehr“ aus.

Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Stärkung und Sicherung des Eisenbahnstandorts Siegen/Betzdorf für den erfolgreichen Wirtschafts- und Industriestandort Südwestfalen, den es zu festigen gilt, von zentraler Bedeutung ist. Heiko Becker plädierte nachdrücklich für den Abbau von Wettbewerbsnachteilen, die der Bahn nach wie vor zu schaffen machen. Zielführend könne aus seiner Sicht zum Beispiel die Abschaffung der Stromsteuer für den Schienenverkehr sein.

Die Vertreter der EVG sprachen noch den Fachkräftebedarf der in unserer Region tätigen Schienenverkehrsunternehmen an. Um diesen künftig zu decken, müssten interessierten jungen Menschen gute entsprechende Ausbildungsangebote vor Ort zur Verfügung stehen. Diese Notwendigkeit wird auch von den drei SPD-Politikern gesehen, wie sie abschließend betonten.

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