Wir sind die Roboter…

…im Technikmuseum Freudenberg

(wS/red) Freudenberg 06.12.2017 | Unter dem Titel „Wir sind die Roboter“ veröffentlichte 1978 die deutsche Elektropop Band Kraftwerk den markanten und aus heutiger Sicht schrullig skurrilen wirkenden Hit. Dennoch ist das Verhältnis der westlichen Gesellschaften zur Robotik und Roboter-Technik bis heute ein gespaltenes, eher von Furcht geprägtes. Dies mag auch an der Darstellung des Roboters in Film- und Fernsehen liegen. Hier spielt er meistens die Rolle des Bösen. Ganz anders ist dieses Verhältnis in einigen fernöstlichen Ländern wie China und Japan, wo der Roboter völlig gleich welche Form er hat, als helfender freundlicher Geselle bekannt ist. Roboter sind aus unserer industrialisierten und automatisierten Arbeitswelt nicht mehr weg zu denken. Sie packen Waren ein, stecken Bauteile zusammen und erledigen komplexe Arbeitsschritte. Doch nicht nur im industriellen Bereich werden Roboter in naher Zukunft noch mehr Stellenwert erhalten. Auch in Dienstleistungsbereichen oder z.B. in der Altenpflege können Roboter die Pflege und Betreuung schon bald unterstützen.

Wir sind die Roboter… im Technikmuseum Freudenberg (Foto: Museum)

Die European Robotics Week, eine Aktionswoche der European Robotics Community die jedes Jahr Ende November stattfindet, soll dazu beitragen, Ängste abzubauen und der Bevölkerung die Möglichkeit eröffnen, mehr über Roboter und die Robotik zu erfahren. Initiator und Hauptveranstalter der European Robotics Week ist die European Robotics Community. Sie ruft alle Unternehmen der Branche auf Veranstaltungen und Workshops zum Thema anzubieten. KUKA als Automatisierungsspezialist mit seiner Niederlassung im oberen Leimbachtal bot daher eine „Robotervorlesung für Kinder“ im Technikmuseum Freudenberg an. Voller Spannung fieberten die Kids der 3. Klasse der Grundschule Büschergrund in der außerschulischen Lernwerkstatt PepperMint des Technikmuseums der von KUKA Mitarbeiter Volker Thies vorbereiteten spielerischen und fröhlichen Vormittagsveranstaltung mit Roboter-Infos und Vorführungen entgegen. Bereits 2016 wurde klar, dass die Kinder überhaupt keine Scheu oder gar Angst vor Roboter haben. Verbinden sie doch mit dem Begriff Roboter meist sympathische Figuren und Darstellungen aus Fernsehen und Kino, wie zum Beispiel R2-D2, Nummer 5 oder auch Wall-E. Auf die Frage von Volker Thies was Roboter denn so alles können gaben die Kids in diesem Jahr bereits wesentlich differenziertere Antworten. Aktuelle Berichte, wie zum Beispiel erst kürzlich von einem Salto schlagenden Roboter, werden augenscheinlich auch von Kindern aufmerksam registriert. Mit einer lehreichen Bildershow verdeutlichte Thies für welche Zwecke und in welchen Formen heute Roboter gebaut werden. Hilfe erhielt er bei seinem Vortrag von dem KUKA Roboter Karl.

Auf die Frage, wofür sie, die Kinder, denn gerne einen eigenen Roboter hätten, waren auch in diesem Jahr die klassischen Antworten: Zum Aufräumen des eigenen Zimmers, zum Einkaufen, für die Hausaufgaben, aber auch – und das ist bemerkenswert – zum eigenen Schutz. Als Volker Thies einen kleinen Demo-Roboter durch die Lehrwerkstatt steuerte, zeigte sich deutlich der Stellenwert, den diese Art der Maschinen in den Köpfen der Kinder einnimmt. Irgendwo zwischen Stofftier und Haustier, denn das Bedürfnis den Roboter anzufassen und gar zu streicheln, war deutlich. Selbstverständlich durften die Kinder den Roboter auch einmal selbst steuern.

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