Direktorin Dr. Eva Schmidt beendet 2019 ihre Tätigkeit für das Museum für Gegenwartskunst Siegen

(wS/red) Siegen 22.02.2018 | Dr. Eva Schmidt, seit Sommer 2004 Direktorin des Museums für Gegenwartkunst Siegen, gibt im Frühjahr 2019 auf eigenen Wunsch ihren Posten frei. Die 1957 in Hannover geborene Kunsthistorikerin wird weiterhin als freie Kuratorin und Kritikerin tätig bleiben. „Ich habe 15 Jahre lang das Museumsprogramm entwickeln und meine Ideen verwirklichen können. Es war eine gute Zeit. Nun möchte ich meinen Fokus verändern. Es gibt da noch einige freie Projekte, deren Realisierung mir am Herzen liegt“, sagt Schmidt. Die Museumschefin wird bis zu ihrem Ausscheiden noch vier Ausstellungsprojekte vorbereiten und eröffnen. Nach wie vor möchte sie in Siegen wohnen und dem Museum verbunden bleiben.

Eva Schmidt (l.) mit Künstlerin Takako Saito. (Foto: Thomas Kellner)

Schmidt hat das Museum für Gegenwartskunst Siegen maßgeblich künstlerisch geprägt. Große Themenausstellungen wie „Tanzen Sehen“ (2007), „Blickmaschinen“ (2008/2009) „Je mehr ich zeichne“ (2010/2011), „Lieber Aby Warburg“ (2012/2013), gleichsam die Ausstellungen der Rubenspreisträger Sigmar Polke (2007), Bridget Riley (2012) und Niele Toroni (2017) oder monographische Ausstellungen der Künstler Robert Smithson (2012), Victor Burgin (2014), und jüngst Takako Saito (2017/2018) sind verantwortlich für das positive Image des Hauses: 2011 wurde das Museum für Gegenwartskunst Siegen von dem internationalen Kritikerverband AICA mit dem Titel „Museum des Jahres“ geehrt. Darüber hinaus machte sich Schmidt durch die Herausgabe von Ausstellungskatalogen und Schriften, beispielsweise der Gesammelten Schriften von Rémy Zaugg einen Namen.

Bemerkenswert ist auch, dass Eva Schmidt das fachliche Netzwerk, das sie für das Museum für Gegenwartskunst Siegen auf internationalem Niveau ausbaute, nutzte, um eine Sammlung Gegenwartskunst aufzubauen. In den Sammlungsarbeiten, die Fotografie und Installationskunst umfassen, visualisieren sich die künstlerischen Vorlieben Schmidts, die eine sachlich orientierte Fotografie neben dokumentarisch-projektbezogenen Kunstpraktiken sowie sozial engagierte Konzeptkunst favorisiert. In wenigen Wochen, am 11. März, wird die Sammlungspräsentation unter dem Titel „Die andere Hälfte“ erstmalig nahezu komplett ausgestellt werden.

„Eva Schmidt hat Zeichen gesetzt. Neben der wichtigen Betreuung der Sammlung Lambrecht-Schadeberg sind und waren es vor allem die Wechselausstellungen, die den nationalen und mittlerweile auch internationalen Ruf des Museums für Gegenwartskunst Siegen ausmachen“, lobt Winfried Schwarz, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins. Schwarz stellt darüber hinaus die gute regionale Netzwerksarbeit von Schmidt heraus: „Der Vorstand des Trägervereins ist Eva Schmidt auch besonders dankbar für ihr regionales Engagement, so z.B. als Mitglied des Hochschulrates der Universität Siegen.“ Abschließend erklärt Schwarz, warum schon zu diesem frühen Zeitpunkt das Ausscheiden von Schmidt öffentlich wird: „Wir haben uns im Einvernehmen mit Eva Schmidt darauf verständigt, die Suche nach ihrer Nachfolge früh zu beginnen, damit auch gute Kandidatinnen und Kandidaten gefunden werden können. Neben der bundesweiten Stellenausschreibung wird in Kürze auch eine Findungskommission tagen.“

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