„Minimalinvasive Verfahren“: Neue Wasserleitungen für die Ahornstraße in Neunkirchen

(wS/red) Neunkirchen 27.09.2019 | In den vergangenen Jahren war es in der Ahornstraße in Neunkirchens Ortsteil Struthütten mehrfach zu Rohrbrüchen gekommen. Um die Situation nachhaltig zu entspannen und alles auf den neuesten technischen Stand zu bringen wurde die komplette Hauptleitung auf einer Länge von etwa 400 Metern erneuert. Derzeit laufen die Arbeiten an den Hausanschlüssen. Auch sie sind in die Jahre gekommen, was einen Austausch sinnvoll macht.

Für das Berstlining-Verfahren wird diese Berstmaschine benötigt. Ein Kegel bricht das alte Rohr auf und zieht gleichzeitig ein neues Rohr ein.

Rund 60 Jahre alt sind die Hausanschlüsse in der Ahornstraße. Nun werden zwei verschiedene Verfahren angewandt, um sie zu ersetzen. Beide funktionieren unterirdisch. Eine Variante ist ein Bodenverdrängungsverfahren, bei dem eine so genannte Erdrakete zum Einsatz kommt. Diese Erdrakete arbeitet mittels Pressluft: Ein von dem Luftstoß angetriebener Kolben schlägt auf ein Gehäuse, dass sich Stück für Stück weiter durchs Erdreich bewegt.

Die zweite Variante nennt sich Berstlining. Hierbei wird ein Metallkegel, der an einem starken Drahtseil fixiert ist, durch das alte Rohr gezogen. An diesem Kegel ist ein Schutzrohr befestigt, durch das schließlich die eigentliche Wasserleitung geführt wird.

Beide Verfahren sind umweltfreundlich, weil sie faktisch „minimalinvasiv“ sind. Es muss kein langer Graben aufgeworfen werden, entsprechend sind die Auswirkungen auf die Außenanlagen der Wohnhäuser nur sehr gering. Lediglich einige relativ kleine Start- und Zielgruben werden benötigt, um die Leitungen durch den Boden zu schieben.

Wenn die Arbeiten am Wasserleitungssystem abgeschlossen sind, soll die Fahrbahndecke auf ganzer Breite abgefräst und ebenfalls erneuert werden.

Fotos: Gemeinde Neunkirchen