Dahlbruch: Nachbericht „Wir sind Juden aus Breslau“

(wS/red) Hilchenbach-Dahlbruch 13.11.2019 | Filmvorführung mit Regisseur-Gespräch lockte viele Besucher ins Viktoria-Filmtheater

Auf einmal darf ein Junge nicht mehr mit anderen Kindern spielen, weil er Jude ist. Einem Mädchen ist es verboten in der Schule die Tafel zu putzen, weil sie Jüdin ist. Menschen verschwinden und Familien werden auseinandergerissen.

„Ich hatte gar nicht gewusst, dass es auf der Welt verschiedene Menschenarten geben soll“, erzählt eine Holocaust-Überlebende im Interview. Es sind die vielen Erinnerungen der 14 Zeitzeugen und die bewegenden Originalaufnahmen, die für viele Gänsehaut-Momente und nachdenkliche Gesichter sorgten.

Gebannt gucken die Schüler auf die Leinwand im Viktoria-Filmtheater – Regisseur Dirk Szuszies war bei beiden Vorstellungen mit dabei und stand für Fragen zur Verfügung.

Am 8. und 9. Oktober 2019 organisierte das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Zusammenarbeit mit der Kreis-VHS die beiden Vorführungen des Films „Wir sind Juden aus Breslau“ im Viktoria Filmtheater. Die Veranstaltungen standen unter der Schirmherrschaft und mit Unterstützung der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Nach der Schulvorführung am 9. Oktober, dem Tag des Anschlags auf die Synagoge in Halle, wandte sich Regisseur Dirk Szuszies im anschließendem Gespräch noch mal an die Schüler: „Gerade in der heutigen Zeit, in der Diskriminierung, Ausgrenzung und Antisemitismus mehr Raum in Deutschland finden, gilt es die Gesellschaft zu sensibilisieren.“ Bei den teilnehmenden Schulen handelte es sich um solche, die sich zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert haben.

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