Mit Kampf und Leidenschaft zum Sieg – TuS Ferndorf schlägt im Heimspiel den TV Emsdetten 26:24

(wS/red) Kreuztal 16.02.2020 | Nach langem Rückstand rangen die Ferndorfer den Gegner nieder

TuS Ferndorf : TV Emsdetten 26:24 (12:14)

Und wieder waren es zwei Namen, die herausragten, wieder mal war es Lucas Puhl mit 10 Paraden, gefühlt waren es sogar mehr. Und dann der „Björn Borg“ des Handballs, gemeint ist natürlich Julius-Lindskog Andersson, der wieder mal 10 Dinger reinhaute, sechs davon als Siebenmeter, die ersten drei Tore für den TuS allesamt von ihm. Seine Wurfqualität dabei erinnert stark an Uwe Gensheimer und auch die Feldtore sind gekrönt von Spielwitz und Können. Ferndorf erzielte in der bisherigen Saison 83 Siebenmeter-Tore, die mit Abstand meisten erzielte Julius.

Es war die Woche der Trainerfrage der kommenden Saison und nun haben alle Gewissheit, der Vater von Julius Lindskog Andersson, nämlich Robert Andersson wird den Hexenkessel übernehmen.

Und einem Hexenkessel glich die Stählerwiese gestern Abend auch, das „Wohnzimmer“ des TuS war „pickepacke“ voll, 1157 Zuschauer wollten die Rot/Weißen sehen, die, krankheitsbedingt stark dezimiert, alles geben wollten.

Mit 1:0 gingen sie in Führung, es sollte allerdings für lange Zeit die einzigste bleiben, denn u.a. Überzahlspiele klappten nicht gut, die Emsdettener standen gut da und ihre Abwehr war nicht so einfach zu überwinden und dann stand da ja auch noch „Konsti“ im Tor des Gegners. Nichtdestotrotz konnte sich der TVE nicht wirklich großartig absetzen, denn mit einer 5:1 Abwehr stellte Michael Lerscht die aus dem Emsland vor Probleme.

Und wäre nicht alles schon hitzig genug gewesen, sorgten die Schiris für Unmut auf beiden Seiten, gemessene Dezibel auf der Tribüne hätten einen hohen Wert ergeben. 😉

Gepostet von Andreas Domian am Samstag, 15. Februar 2020

Video: Andreas Domian

Aber da war doch noch etwas, richtig, wir hatten ja nicht nur ein gut gefülltes Lazarett, sondern auch einen neuen Mann, nämlich Toni Sario, ein Rückraumshooter mit 1,98 m und tollen Wurfqualitäten. Davon könnten sich die Zuschauer gestern ein Bild machen, er hatte noch nicht viel Einsatzzeit gestern, aber es reichte für 4 Würfe aufs Tor. Drei von ihnen entstaubten mal eben das Torgebälk und man sah erstaunte Gesichter unter den Zuschauern, das saß, bitte mehr davon.

Die lange Zeit der Führung nahm für Emsdetten ein jähes Ende, denn die Ferndorfer hatten den Gegner da, wo sie ihn haben wollten. Man schrieb die 48. Minute, als Julius Lindskog-Andersson den TuS erlöste und Ferndorf 21:20 in Führung ging und das Ganze dann in Folge sogar auf 24:21 ausbaute. Emsdetten war der Zahn gezogen, sie kamen zwar noch einmal heran, aber das Ding ließen sich die Ferndorfer nicht mehr nehmen.

Eine ganz starke Mannschaftsleistung, die auch viel Kraft gekostet hat, bescherte dem TUS einen wichtigen Sieg.

Unterm Strich auch ein letztlich verdienter Sieg aufgrund der starken 2. HZ, bzw. der letzten 15 Minuten, der Ferndorf auf den 11. Tabellenplatz brachte, wieder zwei Punkte näher an den Klassenerhalt, für den dieses Saison vermutlich 24-26 Punkte reichen dürften und derer hat Ferndorf jetzt 20.

Das Lazarett hat sich auch weiter gefüllt, neben Lucas Schneider, Moritz Barwitzki, Magnus Neitsch und Patrick Weber gesellt sich nun auch noch unser flinker Rechtsaussen Tim Rüdiger hinzu, der sich im Training an den Bändern verletzt hat, allen auf diesem Weg gute Besserung.

Bericht: Peter Trojak, Fotos: Andreas Domian und Peter Trojak

 

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