Landrat Andreas Müller zu Bund-Länder-Corona-Entscheidungen „Umsicht, Vorsicht, Besonnenheit: Kein falsches vorschnelles Vorpreschen“

(wS/si) Siegen 15.04.2020 | Statement von Landrat Andreas Müller:

„Bund und Länder haben sich aus meiner Sicht von folgenden Kerngedanken leiten lassen – die ich absolut unterstütze: Umsicht, Vorsicht, Besonnenheit. Kein falsches, vorschnelles Vorpreschen! Das Erreichte darf auf keinen Fall aufs Spiel gesetzt werden. ‚Denn Geduld rettet Leben, Ungeduld gefährdet Leben‘ – dieser Ausspruch ist in den letzten Tagen fast zu einem geflügelten Wort geworden. Der Weg in die Normalität wird lange sein und durchaus auch nicht leicht zu gehen. Er wird uns nach wie vor viel abfordern. Es kann nur kleine Schritte zurück in den Alltag geben.

Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass wir weiterhin vorsichtig bleiben, um keinen Rückschlag zu erleiden. Deshalb bleibt das Kontaktverbot erhalten. Deshalb bleiben Kitas zu. Für Schulen wird es Stufenlösungen geben. Und dort, wo Schutzkonzepte umgesetzt werden können, ist es möglich, Geschäfte bis 800 qm wieder zu öffnen – vorausgesetzt Abstands- und Hygieneregeln greifen.

Dass Großveranstaltungen bis Ende August nicht stattfinden können, ist absolut folgerichtig und konsequent – auch wenn das für uns bedeutet, dass das Jubiläumsfestival KulturPur 2020 nicht stattfinden wird.

Für uns im Dreiländereck ist darüber hinaus ganz besonders wichtig, dass ein einheitlicher Rahmen für ganz Deutschland geschaffen wurde, damit in Siegen die gleichen Regeln gelten, wie in Betzdorf, Dillenburg oder Marburg.

Ich fühle mich auf dem Weg bestätigt, den wir hier in Siegen-Wittgenstein von Anfang an konsequent gegangen sind: Vorsicht, ruhiges und überlegtes Handeln wird mehr Erfolg bringen, als hektischer Aktionismus. Und ich bin mir sicher, dass die Menschen hier in der Region diesen Weg auch in den nächsten Wochen genauso überzeugt mitgehen werden, wie bisher.“