Wilnsdorfer Einzelhändler trotzen Corona

(wS/red) Wilnsdorf 13.05.2020 | Viele neue und zusätzliche Angebote für Kunden

Hinweisschilder, Absperrbänder, Abstands- und Pfeilmarkierungen, Menschen mit Schutzmasken –Einkaufen geht in Corona-Zeiten mit ganz besonderen Umständen einher, für die Kunden, aber insbesondere für die Einzelhändler, die sich angesichts der geforderten Hygienestandards ganz neuen Herausforderungen stellen müssen. Wie gut sich der Wilnsdorfer Einzelhandel dafür gewappnet sieht, wollten Bürgermeisterin Christa Schuppler und Wirtschaftsförderin Stefanie Wiegel wissen und fragten stichprobenartig bei einigen Inhabern nach. Vielen aus der Seele spricht Isabel Kring, Inhaberin eines Modegeschäfts am Wilnsdorfer Marktplatz: „Ich bin einfach froh, meinen Laden überhaupt wieder öffnen zu dürfen“. Wie zahlreiche andere Inhaber musste sie ihr Modegeschäft am Wilnsdorfer Marktplatz schließen, „eine Schocknachricht“, erinnert sich die junge Unternehmerin an den 18. März. Erst vor rund 1,5 Jahren hatte sie die „Boutique Celine“ übernommen und kämpfte plötzlich mit Existenzsorgen, berichtete sie im Gespräch mit Schuppler und Wiegel.

Aber: die Krise weckte auch den Kampfgeist vieler Händler. Kring erzählt: „Ich hatte mir bis dahin noch kein digitales Standbein aufgebaut, das habe ich dann sofort nach der erzwungen Ladenschließung geändert“. Mit Hilfe ihres Freundes richtete sie innerhalb nur eines Tages einen Online-Shop ein und lieferte die Bestellungen in der näheren Umgebung sogar persönlich aus, „natürlich mit genügend Abstand“. Von ähnlichen Serviceangeboten wussten auch Schuppler und Wiegel zu berichten und ergänzten: „Online-Angebote sind auch abseits der Corona-Krise ein wichtiges Thema für den Einzelhandel, um im Wettbewerb bestehen zu können.“

Die Corona-Krise stellt Isabel Kring (m.), Inhaberin der Boutique Celine, und viele weitere Einzelhändler vor große Herausforderungen, wie sie im Gespräch mit Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler (r.) und Wirtschaftsförderin Stefanie Wiegel erzählte.

Aber jetzt kann sich Kring zunächst wieder auf das Treiben im Laden konzentrieren. Um ihre Boutique coronasicher zu machen, hat sie allerlei Vorkehrungen getroffen. Die Eingangstür steht in der Regel offen, im Eingangsbereich liegen Desinfektionsspray und Einweghandschuhe für Kunden aus, maximal vier Kunden dürfen sich gleichzeitig im Laden aufhalten und für alle gilt natürlich die Maskenpflicht.

Einen besonderen Wunsch hat die umtriebige Geschäftsfrau an die Wilnsdorferinnen und Wilnsdorfer: „Es wäre toll, wenn die Leute verstärkt in den Geschäften hier vor Ort einkaufen gehen und nicht bei großen Versandhäusern bestellen.“ Dem konnten Wiegel und Schuppler nur zustimmen, „gerade jetzt ist es wichtig, die lokalen Gewerbetreibenden zu unterstützen, egal ob Unternehmen, Geschäfte im Einzelhandel oder Gastronomiebetriebe.“

Die Boutique Celine ist übrigens auch Mitglied der Werbegemeinschaft Wilnsdorf und zugleich Verkaufsstelle des „Wilnsdorfer Gutscheins“, den die Werbegemeinschaft vor rund fünf Jahren ins Leben rief. Der Einkaufsgutschein ist ein beliebtes Geschenk und kann in vielen Geschäften, Lokalen und Dienstleistungsbüros in Wilnsdorf eingelöst werden.

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