Fehlstart beim ersten Heimspiel des TuS Ferndorf

(wS/red) Kreuztal 11.10.2020 | Die „Botschafter des Erzgebirges“ verhinderten einen Heimsieg des TuS

Es sollte der erste Heimsieg in der umgebauten Stählerwiese sein, doch die selbsternannten „Botschafter des Erzgebirges“ machten den Ferndorfern da einen Strich durch die Rechnung.
In der ersten Halbzeit war es ein Schlagabtausch zweier starker Abwehrreihen, die Hünen aus dem Erzgebirge stemmten sich mit aller Kraft gegen die Ferndorfer Offensive. Und Kraft war da, das waren großgewachsene Spieler mit breiten Schultern, aber die TuS-Jungs fanden immer irgendwo eine Lücke. Jonas Faulenbach erzielte das erste Tor und der TuS lag in Führung. Diese sollte er  in dieser ersten Halbzeit nicht mehr abgeben, es klappte, kostete aber auch sehr viel Kraft.
Wo im letzten Spiel in Großwallstadt noch der Rückraum dominierte, wo Torben Matzken noch 12 Tore warf, war diesmal kaum etwas machbar. Torben erzielte in diesem Spiel auch kein Tor, unüberwindbar schien diese Abwehrformation des EHV für ihn zu sein.

v.l.n.r. Josip Eres und Lucas Schneider

Das soll aber nicht heißen, dass von dort kein einziges Tor erzielt wurde, Jonas Faulenbach und Lucas Schneider spielten hervorragend, sie erzielten im gesamten Spiel jeweils 4 blitzsaubere Tore. Dafür klappte, was in Großwallstadt gar nicht stattfand, die Außen brillierten wieder, Josip Eres und Julian Schneider erzielten insgesamt 9 Tore. Josip Eres schaffte es auch zwischen der 15.und der 21. Minute 4 Tore in Folge zu erzielen. Und da war ja auch noch Mattis Michel, der insgesamt dreimal traf und die erste HZ mit einem Doppelpack zum 14:12 beendete. Kurz zuvor, beim Stand von nur noch 12:11 in der 28. Min nahm Robert Andersson das 1. Team-Time-Out. Es sollte dazu führen, das Mattis Michel die besagten 2 Treffer zur Pausenführung erzielte.

Lucas Schneider

Marin Durica, der 60 Minuten eingesetzt war, hat ein gutes Spiel gemacht, Lucas Puhl ist ja, wie bekannt verletzt und wird ja wohl vor Dezember nicht einsatzbereit sein. Die zwei Torhüter vom EHV hatten ebenso einen guten Tag erwischt und vereitelten etliche mögliche Treffer des TuS.

Video: Peter Trojak
Dann kam die zweite Halbzeit, der EHV verkürzte direkt auf 14:13 und von da an gaben die Ferndorfer das Spiel aus der Hand. Was man im Tennis „Unforced Errors“ nennt, nämlich vermeidbare Fehler, begleitete nun das TuS-Spiel. Das Resultat war, dass die Erzgebirgler in der 36. Minute zum ersten mal in Führung gingen (16:17)
Sie schienen zu übermächtig und Ferndorf produzierte viele technische Fehler, Fehlwürfe durch fehlende Konzentration waren ebenso die Folge.

Josip Eres

Dabei wäre ein Sieg durchaus möglich gewesen, in der 55. Minute hatte sich Ferndorf bis auf ein 21:21 wieder herangekämpft und alle hofften, dass jetzt die Kehrtwende käme. Aber nein, es kam schlimmer, eine Anhäufung von leichten Fehlern ermöglichte Aue 3 Treffer in Folge und in der 58. Minute zeigte die Anzeigetafel ein 21:24 und das war`s dann auch schon, Ferndorf erzielte zwar noch 2 Treffer, aber der EHV ebenso und so trennte man sich mit einem 23:26. Unterm Strich war es für Aue ein verdienter Sieg, Ferndorf hat in der zweiten HZ nur 9 Treffer erzielt, das ist ganz einfach zu wenig.

Torben Matzken

Nun gilt es am 16.10. beim Auswärtsspiel in Emsdetten zu punkten.

Coronabedingt war die Halle mit 463 Zuschauern „ausverkauft“, obwohl zu beobachten war, dass nicht alle ihre ihnen zugeordneten Plätze einnahmen, ihre Masken hatten aber alle auf.

Zahlen:

Ergebnis: 23:26 (14:12)

Die Treffer erzielten:

Jopsip Eres 7/2

Jonas Faulenbach  + Lucas Schneider je 4

Mattis Michel 3

Julian Schneider 2

Toni Sario, Andreas Bornemann und Thomas Rink je 1

Thomas Rink

Bericht Peter Trojak / Fotos: H.Burbach

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