Pech für den TuS Ferndorf , Konstanz erzielt mit der Sirene noch das 24:24

(wS/red) Kreuztal-Ferndorf 17.04.2021Kampf der „Kellerkinder“ endet mit einem Remis

Aussagen der Trainer VOR dem Spiel:

Daniel Eblen – Chefcoach der HSG Konstanz-

  • Das dritte Spiel der Woche wird eine maximale Herausforderung in allen Bereichen
  • Der Kader, den Ferndorf  gerade trotz Verletzungsproblemen aufbieten kann, zeigt schon einiges
  • Der TuS verfügt über eine „stark werfende Aufstellung mit viel Druck aus der Fernwurfzone“, aber auch über die „spielerische Variante“
  • Wer Gummersbach schlägt, zeigt, dass er voll da ist

Robert Andersson – Chefcoach des TuS Ferndorf-

  • HSG Konstanz ist ein Gegner auf Augenhöhe, da können Kleinigkeiten ein Spiel entscheiden
  • Die Leistung unserer Torhüter wird ein Faktor sein
  • Die Stimmung in unserer Mannschaft ist sehr, sehr gut
  • Konstanz hat durch das Remis beim ASV Hamm sehr viel Selbstvertrauen getankt

Foto: Lukas Trojak

Zum Spiel:

Dass der arg gebeutelte TuS Ferndorf gegen Gummersbach gewinnt und gegen Konstanz ein Remis herausholt ist doch eigentlich mehr, als man nach dieser Corona-Misere erwarten konnte. Der TuS-Kader war zwar fast komplett vertreten, aber von fit sein kann nicht die Rede sein, dafür ist es schlicht und einfach noch zu früh. Es bleibt zu hoffen dass es schnell Realität wird, denn auf den TuS warten schwere Brocken.

Die Trauben hängen auch nach diesem Spiel noch ziemlich hoch, denn Konstanz hat uns an unsere Grenzen gebracht. Wenn z.B Bornemann, Faulenbach oder Koloper auf dem Spielberichtsbogen stehen, ist es für diese 3 natürlich toll wieder am Harz zu schnuppern, aber sie sind noch lange nicht bei 100 %.
Wenn man die Statistik zu Rate zieht, sieht man sehr leicht, woran es in diesem Spiel lag.

Trainer Robert Andersson
Unser Angriff war nicht optimal, wir geben das Spiel zu leicht aus der Hand, wir sind mit der Mannschaft aber auch noch nicht soweit.

Die Statistik zeigt 3 technische Fehler, aber auch 16 Fehlwürfe und die haben was mit Konzentration zu tun, weniger mit Kondition.
Wie oben schon steht, hat Coach Andersson von der Leistung der Torhüter gesprochen, die ein Faktor im Spiel sein kann. Unterm Strich war die Gesamtleistung der Torhüter sehr gut, wobei Marin Durica der in der 38. Minute ins Spiel kam ganz groß aufspielte und eine Quote von 57 % erreichte, er war ein Garant dafür, dass Ferndorf immer dranblieb und das Spiel zum Ende hin sehr knapp gestaltete. Beide Torhüter zusammen, also Tim Hottgenroth und Marin Durica kamen auf eine immer noch sehr gute Quote von 36,8 %. Diese Zahl ergibt sich aus den 38 Würfen der Konstanzer, von denen die TuS-Keeper  14 Stück hielten.

Die Fehlerquote bei den Siebenmetern war sehr hoch, Josip Eres brachte das Kunststück fertig einen Siebenmeter plus Nachwurf nicht zu verwandeln. Das soll seine Leistung aber nicht schmälern, er hat ein Klasse Spiel gezeigt, erzielte auch insgesamt 7/1 Treffer, 4 Stück alleine von seiner Stammposition als Rechtsaußen.
Torben Matzken wirbelte die Abwehr der Gäste ganz schön durcheinander und erzielte so 6 Treffer und war damit Ferndorfs zweitbester Torschütze. Die Gästeabwehr war wie vernagelt, Thomas Rink am Kreis konnte sich in der Torschützenliste somit nicht eintragen.

Ein Schulterklopfen hat sich Ferndorfs „Kleinster“ verdient, denn er war heute sehr GROSS, Tim Rüdiger, der bisher immer wenig Einsatzzeiten hatte, bedankte sich mit 5/2 Treffern dafür. Kurios, Ferndorf erzielte zwischen der 33. und 43. Minute insgesamt 4 Treffer, Torschütze war…richtig Tim Rüdiger.
Konstanz, die in der zweiten Halbzeit  bis zur 52. Minute ständig führten, erzielten in dieser 52. Minute das 20:22. Noch in der gleichen Minute begann der Ferndorfer Konterreigen mit einem Dreierpack von Lucas Schneider (52. Min.) , Julian Schneider (56. Min.) und Torben Matzken (59.Min).

Wir befanden uns jetzt in dieser 59. Minute und die Spannung war unerträglich, die Uhr sprang um, die 60. Minute hatte begonnen. Zeit: 59:43, der HSG-Spieler Markus Dangers foult einen TuS-Spieler und bekommt dafür 2 Minuten, für ihn war das Spiel damit beendet, 59:48, Josip Eres verwandelt eiskalt zum 24:23 für Ferndorf und HSG-Trainer Daniel Eblen nimmt sofort die Auszeit, es sind noch 12 Sekunden zu spielen. Konstanz hat zwar einen Spieler durch die Zeitstrafe auf der Bank, aber der Torwart verließ das Feld und so gab es am Spielfeld keine wirkliche Unterzahl.
Die HSG spielt den Ball geschickt nach vorne, passt zu ihrem Rechtsaußen Matthias Hild und der verwandelt aus spitzem Winkel zum 24:24.

HSG Trainer Daniel Eblen
In der Liga kann man auch richtig gut spielen und mit Null Punkten nach Hause fahren, ich bin über diesen 1 Punkt sehr glücklich

Man könnte jetzt sagen, OK, Konstanz hat fast die gesamte zweite Halbzeit geführt, das Remis ist verdient, aber wenn man, wie Ferndorf, das Spiel in den letzten Minuten dreht und den Sieg vor Augen hat und dann doch nicht gewinnt, dann ist es ein irgendwie doch eher ein verlorener Punkt.
Ferndorf befindet sich wegen Corona quasi vor einem Neustart und der ist bisher durchaus als gelungen zu bezeichnen.

Torschützen:
Josip Eres 7/1
Torben Matzken 6
Tim Rüdiger 5/2
Julian Schneider und Christopher Klasmann je 2
Lucas Schneider und Jonas Faulenbach je 1

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