TuS Ferndorf fährt wichtigen Heimsieg gegen den Dessau-Roßlauer HV ein

(wS/red) Kreuztal-Ferndorf 08.05.2021 | Starke Ferndorfer fahren wichtigen 27:21 (11:11) Sieg ein und belegen aktuell den 14. Tabellenplatz.

Das heutige Spiel war das zweite von insgesamt sieben, die der TuS im Wonnemonat Mai absolvieren muss. Aber eine Wonne ist es nicht, das ist ein ganz schön strammes Programm, was die Mannen aus der Stählerwiese da noch vor der Brust haben. Und das alles setzt auch voraus, dass sich niemand verletzt oder Corona nochmal zuschlägt.

Und wenn der Monat rum ist, geht die „Quälerei“ weiter, denn das geht mächtig an die Substanz,  der Juni beendet die Corona-Saison und beschert dem TuS Ferndorf allerdings noch weitere sechs Spiele, davon alleine 5 Heimspiele.

Zum heutigen Spiel:
Es war ein nervöser Beginn auf beiden Seiten, Dessau hatte Anwurf, bekam aber keinen Zugriff auf das Ferndorfer Tor, denn die massive TuS-Abwehr ließ keinen Wurf zu und so kam, was kommen musste, Zeitspiel wurde gepfiffen und Ferndorf durfte ran. Sie machten es aber nicht besser, der Ball wurde verloren und so ging es einige Minuten weiter. Der Gast war es dann, der in der 5. Spielminute das 0:1 erzielte. Es war ein Kampf zweier starker Abwehrreihen und auf beiden Seiten wurden in der Offensive etliche Fehler gemacht. Die Ferndorfer Fehler hatten keine große Auswirkung, da Marin Durica im Ferndorfer Kasten an seine guten Leistungen der letzten Spiele anschloß und den Gegner teilweise zur Verzweiflung trieb.Torben Matzken legte nach der 0:1 Führung der Dessau-Roßlauer nach und erzielte in der 7. Minute den Ausgleich. Durch die starke Abwehrleistung des TuS und dem grandiosen Marin Durica im Tor lief es bis zur 18. Minute sehr gut, Ferndorf kam teils zu leichten Toren, da die Gäste technische Fehler produzierten.

Trainer Robert Andersson in der Pressekonferenz vor dem Spiel
Wir müssen zu unserer Beweglichkeit zurückfinden, dazu müssen alle beitragen, dann kann das auch klappen

Über die gesamte Spielzeit hinweg lag die Quote der „Erfolgreichen Angriffe“ beim TuS bei 50 %, Dessau musste sich da mit 38,2 % zufrieden geben.
In der 18. Minute stand es 8:5 für den TuS und es war die erste 3-Tore-Führung. Jetzt kam, was kommen musste, der Gästetrainer Uwe Jungandreas nahm seine erste Auszeit und stellte die Mannschaft um und ehe sich Ferndorf darauf eingestellt hatte, knallte es drei mal in Duricas Tor, der heute eingesetzte Rechtsaußen Tim Rüdiger konterte, gefolgt von weiteren 2 Dessau-Treffern und es stand 9:10. So einfach ließ sich Dessau-Roßlau nicht abschütteln, hatten sie doch in der Vergangenheit in Ferndorf ganz gut ausgesehen. Das harzige Spielgerät nutzen sie nun zum weiteren 10:11, doch Mattis Michel sorgte für das 11:11, mit dem man dann auch zum Pausentee ging.

Tim Rüdiger 3 Treffer

Trainer Robert Andersson
Es war ein schweres Kampfspiel, aber wir spielten gut, es hat gut geklappt, das war wichtig.

Die zweite Halbzeit begann auch nervös, Ferndorfs erster Wurf wurde geblockt, der Gäste-Konter von Marin Durica abgewehrt, gefolgt von einem technischen Fehler von Andreas Bornemann, der es Dessau durch ihren besten Torschützen Jakub Hrstkan in der 34. Minute ermöglichte das 11:12 zu erzielen.

Doch dann stellte „Born(emann) to win“ den Schalter auf Angriff um und infizierte irgendwie damit das gesamte Team, nachdem er in der gleichen Minute das Spielgerät zum unhaltbaren 12:12 eingenetzt hat. Die Gäste schickten sich an, in der 35. Minute durch Max Scheithauer die erneute Führung zum 12:13 zu erzielen, dass dies allerdings ihre letzte Führung dieses Spiels sein sollte hätten sie nicht im Traume gedacht. Der auch heute wieder sehr gute Julian Schneider erzielte das 13:13, gefolgt von „Borne“ mit seinem 14:13 und Christopher Klasmann mit dem 15:13.

Trainer Uwe Jungandreas / Dessau-Roßlauer HV
Wir konnten in der 2. HZ nicht mehr an unsere Leistungen anschließen, wir erhielten zudem auch noch kuriose Zeitstrafen. Glückwunsch an Ferndorf, sie haben das clever gemacht.

Was folgte, war ein regelrechter Sturmlauf der rot/weiß gekleideten Siegerländer und es war ein Mann, der diesem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Es war Andreas Bornemann, er erzielte zwar NUR die zweitmeisten Tore, nämlich fünf, aber dafür brauchte er grad mal 9 Minuten, alles geschah zwischen der 34. und der 43. Minute.
Und in der 47. Minute las man auf der Anzeigetafel ein 21:15, daran waren auch Julian Schneider, Torben Matzken und Mattis Michel beteiligt. Mattis erzielte übrigens die meisten Tore, nämlich sechs Stück, fünf davon waren Siebenmeter-Treffer, somit verwandelte er alle Siebenmeter für den TuS und trug somit zum hochverdienten Sieg des TuS Ferndorf bei.

Andreas Bornemann 5 Tore

Zwischen der 35. und der 49. Minute erzielte Ferndorf insgesamt zehn Treffer, Dessau derer nur drei. Tim Rüdiger, der bisher immer wenig Spielzeiten bekam, wurde noch in der 1. HZ für Josip Eres eingewechselt, der diesmal mit seinen Würfen Pech hatte.

In einer hektischen heißumkämpften Crunchtime hatte TuS Ferndorf die besseren Nerven und ließ sich das Ding nicht mehr aus der Hand nehmen, in der 52. Minute trafen die Gäste zwar noch mit einem Doppelpack zum 23:19, aber die Ergebniskorrektur war nur von kurzer Dauer, der TuS zog das Ding durch und gewann verdient mit 27:21. Das letzte Tor erzielte Tim Rüdiger durch einen Tempogegenstoß nach einer Vorlage von Marin Durica.

Mattis Michel 6/5 Treffer.  Fotos: TuS Ferndorf

Trainer Robert Andersson
Wir haben eine sehr gute Abwehr und gute Torwartleistungen gesehen, in der 2. HZ haben wir kaum Fehler gemacht.

Und da war da noch:
– Am Spielfeldrand neben den noch verletzten TuS Spielern saß Torhüter Jannis Michel im TuS-Jogginganzug, der den TuS Volmetal zum Saisonende verlässt!!??
– Lukas Puhl wird wegen seines Bandscheibenvorfalles in dieser Saison nicht mehr spielen können.
– In den letzten 3 Spielen war jeweils Mattis Michel der beste Torschütze bei Ferndorf
– Es ist geplant, beim nächsten Heimspiel am 22.05.gegen Eisenach den neuen Geschäftsführer vorzustellen. Dirk Stenger und Mirza Sijaric ja hören auf, stehen aber dem Verein weiterhin zur Verfügung.
– Das 1:1 von Torben Matzken war sein 100 Tor für den TuS Ferndorf

Ein Gruß des Ferndorfer Fanclubs „Brigade C“ an den befreundeten Dessauer Fanclub „ZABPorters“. Die Wurzeln des Dessau-Roßlauer HV liegen im Verein BSG ZAB Dessau aus der ehemaligen DDR-Oberliga. Foto: Lukas Trojak

Tor: Marin Durica mit 13 Paraden bei 34 Würfen, das ist eine tolle Quote von 38,24 %

Torschützen:
Mattis Michel 6/5
Andreas Bornemann 5
Torben Matzken und Julian Schneider je 4
Tim Rüdiger 3
Josip Eres, Jonas Faulenbach, Lucas Schneider, Christopher Klasmann und Thomas Rink je 1

Hier noch der restliche Spielplan der Saison:

 

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