Kriegsgräbereinsatz auf größtem deutschen Soldatenfriedhof in Belgien

(wS/Er) Erndtebrück 24.09.2021 | Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen beim gemeinsamen Kriegsgräbereinsatz in Lommel

Erndtebrück / Lommel. Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten führten kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Pflegeeinsatz auf dem deutschen Soldatenfriedhof Lommel in Nordbelgien durch.
Umfangreicher Arbeitsauftrag

Bild: Erhard Lauber Umfangreiche Arbeiten warteten auf die freiwilligen beim Pflegeeinsatz

Unweit der belgisch-niederländischen Grenze in der Provinz Limburg, liegt der größte deutsche Soldatenfriedhof des 2. Weltkrieges in Belgien. Hier ruhen 39.094 Gefallene. Nach einem Jahr Zwangspause aktivierte Stabsfeldwebel Erhard Lauber, neben seinem aktiven Dienst in Erndtebrück auch Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land, wieder einmal freiwillige Helfer für einen Pflegeeinsatz dieser Kriegsgräberstätte.
Zu den Aufgaben der vier aktiven Soldaten und vier Reservisten gehörten vielfältige Pflegearbeiten auf dem Friedhof. So wurde der circa 1250 m lange Erdwall um den Friedhof gemäht und zahlreiche Grabkreuze und Bäume freigeschnitten. Die circa 350m lange und bewachsene Friedhofsmauer wurde vom Unkraut befreit und von 93 gefällten Bäumen die Baumstümpfe entfernt und entsorgt.

Untergebracht waren die fleißigen Helfer direkt auf dem Friedhofsgelände in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Lommel.
Zum Gedenken legten die Soldaten zum Abschluss ihres Einsatzes einen Kranz für die dort bestatteten Kriegstoten nieder und gedachten auch ihrer gefallenen
Bundeswehrkameraden.

Bild: Erhard Lauber Auch 93 Baumwurzeln mussten im Laufe des Arbeitseinsatzes weichen

Versöhnung über den Gräbern
Unmittelbar nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung im Jahr 1952 begann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch zu gestalten. Es entstand eine Bepflanzung mit Heidekraut sowie 5.000 Bäumen und Sträuchern. Bei den Ausbauarbeiten des Friedhofes halfen während der Sommermonate der folgenden Jahre Jugendliche aus 15 Nationen mit. Hier entstand das Motto „Versöhnung über den Gräbern“, das für die Jugendarbeit des Volksbundes gilt und noch durch „Arbeit für den Frieden“ ergänzt wurde.

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