TuS Ferndorf gegen Rimpar Wölfe mit dem Rücken zur Wand

(wS/Kr) Kreuztal 09.12.2021 | Der TuS Ferndorf auf der Suche nach einer Lösung für zwei Punkte

Heimspiel in der Stählerwiese am Samstag um 19:00 Uhr, Gäste sind die DJK Rimpar Wölfe, in der Vergangenheit immer so etwas wie ein „Angst“-Gegner der Ferndorfer. Diese Bezeichnung ist mittlerweile so „ausgelutscht“, niemand hat wirklich Angst vor einem Gegner, Respekt vor dessen Leistung trifft es eher.

Aber bei unserem überfüllten Lazarett sind momentan alle Gegner stark einzuschätzen, Robert Andersson ist nicht zu beneiden, er muss mit fast stumpfen Waffen auflaufen und alle unsere Gegner hoffen nun auf leichte Beute.

Kim Voss-Fels, auch noch nicht fit, aber eine Entlastung für den rechten Rückraum. (Archivfoto wirSiegen)

Wölfe-Kapitän Patrick Schmidt weiß auch, wie wichtig das Spiel für die Wölfe ist, denn mit bisher auch 10 verlorenen Spielen rangieren sie auf dem 17. Tabellenplatz und haben sicherlich keine Zeit zum ausruhen.

Die Wölfe sind also auch im Zugzwang und der TuS wird ihnen das Leben so schwer wie möglich machen. Wer die Teams von ganz oben in der Tabelle ärgern kann oder auch Remis spielt, hat vielleicht auch die Chance, gegen „Punktehungrige Kellerkinder“ zu glänzen.

Es wird sicherlich ein harter Fight über 60 Minuten und der Ex-Wolf Lukas Siegler wird sich sicher freuen, seine alten „Kumpels“ wiederzusehen. Lukas ist ja praktisch im Wölfe-Lager geboren, er spielte dort schon seit seiner Jugend. Er kam aus der eigenen Jugend zu den Wölfen und hatte sich schon dort auf der halblinken Position zu einer festen Größe entwickelt.

Lukas Siegler, auch auf ihn wird es ankommen. Archivfoto wirSiegen

Am 03.02.2021 waren die Wölfe zuletzt zu Gast in der Stählerwiese, am Ende hieß es 24:24, die meisten Tore erzielte damals Julian Schneider.

Und der hat mittlerweile zu Genüge bewiesen, dass er auf Linksaußen ebenso brandgefährlich ist wie als Rückraumspieler, er könnte das Zünglein an der Waage sein. Julian ist eigentlich der Hybrid-Spieler des TuS, wenn irgendwo einer fehlt springt er ein, die Position ist zweitrangig, er kann gefühlt alle.

Wenn Simon Strakeljahn, Lukas Siegler und Jörn Persson das Mittelfeld durcheinanderwirbeln können, Valentino Duvancic gut am Kreis kämpft und Lucas Schneider und Niklas Diebel den Rückraum im Griff haben und die zwei Stammaussenspieler Tim Rüdiger und Rutger ten Velde weiter ihre Tore erzielen, dann, ja dann könnte etwas zählbares dabei herauskommen. Zu guter Letzt fehlt noch ein für alle Gegner unbequemer TuS-Spieler, wir sprechen vom Ferndorfer „Mittelgebirge“ Branimir Koloper, an ihm kommt man ohne leichte Blessuren meist nicht vorbei, der Innenblock ist sein Reich und dort gibt er alles und riskiert auch schon mal Zeitstrafen. Aber das alles nutzt nichts, wenn man keinen „Teufelskerl“ in den 2×3 qm stehen hat, unser Keeper Dominik Hottgenroth hat sich in den letzten Spielen zu einer wahren Größe entwickelt, zu Saisonbeginn hat das wirklich niemand vermutet und er wächst manchmal sogar über sich hinaus. Bitte weiter so Tim!

Nach der gestrigen Pressekonferenz gibt es vielleicht ein wenig Entspannung im Kader, lt Trainer Robert Andersson ist mit Kurzeinsätzen von Mattis Michel am Kreis und mit Kim Voss-Fels im rechten Rückraum zu rechnen, genaueres wird es aber erst heute im Laufe des Tages geben.

Mattis Michel, noch nicht ganz fit, aber enorm wichtig für die Mannschaft. Foto: Andreas Domian

ZUSCHAUER SIND MIT 2G WEITERHIN ERLAUBT, DIE MASKE DARF ABER NICHT ABGENOMMEN WERDEN!

Dieser Ferndorfer Rumpftruppe gilt es nun die Daumen zu drücken, sie brauchen jeden TuS-Fan in der Halle, Sportdeutschland kann man, muss man aber nicht, aber Corona etc. hält sicherlich auch einige davon ab, in die Halle zu kommen.

Jubeln und Klatschen ist was tolles wenn das Team führt, aber noch mehr Unterstützung brauchen die Jungs JETZT, JETZT, JETZT. Der Verein und vor allem die Spieler brauchen jetzt den „siebten“ Mann, denn auch der kann Spiele entscheiden. Auch wenn die Wölfe einen TOP-Torwart haben und in Patrick Schmidt einen TOP-Torschützen im Rückraum mit 101 Toren in 15 Spielen (incl. 37 Siebenmeter)  sollten wir nicht chancenlos sein.

Wie Lukas (Luki)  Siegler in einem „Wölfe-Interview“ schon sagte: “ Gerade auch zuletzt bei den Spielen gegen die drei Absteiger haben wir gemerkt, dass wir uns nicht verstecken müssen“.

Robert Andersson erwartet ein enges Spiel, die Statistik spricht zwar gegen Ferndorf aber unsere Jungs wollen/sollen jetzt endlich wieder doppelte Punkte einfahren.

Julian Thomann (Trainer Rimpar) sieht das so: „Auf das Wolfsrudel wartet eine extrem schwere Partie gegen einen starken Gegner, bei dem es für beide Kontrahenten um Einiges geht“.



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