Volksbank in Südwestfalen ermöglicht neue Zukunftsperspektiven für das Heimatmuseum Netpherland

(wS/hn) Netphen 18.03.2022 | Für die Volksbank in Südwestfalen e.G. waren Frau Sonja Böcking, zuständig für den
Bereich Unternehmenskommunikation, und Herr Michael Mockenhaupt, Teilmarktleiter in
Netphen und Wilnsdorf, am 18. März 2022 der Einladung des Heimatvereins Netpherland
ins Heimatmuseum Netpherland gefolgt. Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden Nico
Eggers sowie Nicole Schmallenbach, Harald Gündisch und Lothar Schulte vom
Museumsteam des Heimatvereins.
Zunächst wurden die Gäste durch die auf drei Etagen verteilten Ausstellungsräume des
Heimatmuseums geführt. Anschließend verwies Nico Eggers darauf, dass hinsichtlich der
Bausubstanz des im Eigentum der Stadt Netphen befindlichen Museumsgebäudes seit der
nach der Altbaurenovierung und Errichtung eines Anbaus erfolgten Wiedereröffnung des
Heimatmuseums Netpherland am 25. Februar 1994 quasi keine Veränderungen mehr
erfolgt sind, was dem Gebäude innen und außen auch merklich anzusehen sei. Deshalb
hat sich der Heimatvereinsvorstand inzwischen mit der Stadt Netphen in Verbindung
gesetzt, die ihrerseits bereits erste Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation
auf den Weg gebracht hat. Auch der Bekanntheitsgrad des Museums in der Bevölkerung
müsse, so Eggers, noch deutlich gesteigert werden. Hierzu wies Michael Mockenhaupt als
Anregung für das Heimatmuseum in Netphen auf die in Wilnsdorf bereits seit geraumer
Zeit bestehende Möglichkeit hin, inmitten der Ausstellung des dortigen Volkskundlichen
Museums im außergewöhnlichen Flair vor der historischen Kulisse eines originalgetreu
restaurierten Siegerländer Fachwerkhauses standesamtlich zu heiraten.
Da auch das Ausstellungskonzept des Heimatmuseums Netpherland inzwischen merklich
in die Jahre gekommen und größtenteils nicht mehr zeitgemäß ist, wie Lothar Schulte vom
Museumsteam betonte, soll dem u.a. mit einer Neukonzeption der Dauerausstellung
entgegengewirkt werden. Es sei besser, mit dieser Ausstellung gezielt auch für die jüngere
Besuchergeneration nachvollziehbare Geschichten zu erzählen, anstatt einfach z.B.
Gerätschaften und Werkzeuge aus früheren Zeiten nur mit einem Namensschild zu
präsentieren. Auch die mit der fortschreitenden Digitalisierung verbundenen Möglichkeiten
müssten zukünftig wesentlich stärker genutzt werden.
Ein erster Schritt in diese Richtung war der Einsatz der neuen Mediensäule im
Veranstaltungsraum im Erdgeschoss des Museums während der am 6. März 2022 mit
einer Finissage offiziell abgeschlossenen Sonderausstellung „Zwischen Humor und
Holocaust!“, die in eine Veranstaltungsreihe aus Anlass des Jubiläums „1700 Jahre
jüdisches Leben in Deutschland“ eingebettet war. Erst eine Großspende der Volksbank in
Südwestfalen von 1.600 Euro hatte dem Heimatverein Netpherland die Anschaffung dieser
mit zwei Bildschirmen ausgestatteten Mediensäule ermöglicht. Außerdem hatte eine
weitere Spende dieses heimischen Geldinstituts von 800 Euro maßgeblich dazu
beigetragen, diese Sonderausstellung in der durchgeführten Form zu verwirklichen.
Hierfür bedankten sich die Akteure des Heimatvereins bei dieser Gelegenheit ganz
herzlich bei Frau Böcking und Herrn Mockenhaupt für die großzügige Unterstützung durch
die Volksbank in Südwestfalen. Abschließend erfolgte noch der Hinweis, dass auch für
dieses Jahr bereits die Planungen für weitere Sonderausstellungen im Heimatmuseum
angelaufen sind. So soll z.B. die eng mit dem Bierbrauerhandwerk verbundene Geschichte
des Siegerlands in Verbindung gebracht werden mit der Entwicklung der
Gastronomiebetriebe im Netpherland vom Aufblühen der Gastwirtschaften bis zum Beginn
des 20. Jahrhunderts bis zum danach einsetzenden, noch heute zu beobachtenden
„Verschwinden der Gaststätten“.

Von links: Lothar Schulte und Harald Gündisch vom Museumsteam erläutern Michael Mockenhaupt (Volksbank in Südwestfalen) den ersten Einsatz der gesponserten Mediensäule. Auf dem Bildschirm ist das Interview mit dem vor einem Vierteljahr verstorbenen Heimatforscher Ewald Hatzig aus Netphen zu sehen.

Foto: Wilfried Lerchstein

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