(wS/Red) Ferndorf 14.11.2024 | Das Punktepolster nutzen und zupacken – Ferndorf bereit fürs Kräftemessen
Am Sonntag um 17:00 Uhr erwartet alle TuS-Fans ein echtes Herzschlag-Duell! Die Eulen Ludwigshafen schlagen ihre Zelte in der Stählerwiese auf und Spannung liegt in der Luft. Als Tabellensechster kommen sie mit einem Punktestand von 13:9 und einem Torverhältnis von 304:291 nach Ferndorf. Die Eulen haben bereits elf Spiele auf dem Konto, eins mehr als unser TuS. Und der ist hungrig auf mehr, wartet ungeduldig auf die nächste Chance und scharrt schon mit den Hufen. Mit Platz 9, einem Punktestand von 12:8 und einem Torverhältnis von 284:272 sind die Ferndorfer nah dran – und sie haben nur ein Ziel: den Gegner kräftig ins Wanken zu bringen, nach Möglichkeit auch mehr. Aber Vorsicht, das Eulen-Team hat eine starke Kaderstruktur und viele talentierte Spieler, die in verschiedenen Positionen eingesetzt werden können
Das TuS-Team ist in Bestform, die Verteidigung steht wie eine Festung und die Keeper sind bereit, den Gästen jede Torchance zu rauben. Und hinter ihnen? Da stehen über 1.300 lautstarke Fans, die die Halle zum Beben bringen werden und den Eulen zeigen, dass es hier kein einfaches Spiel wird.
Und ein Blick auf die Statistik macht Mut: Nach Hüttenberg stellt Ferndorf, zusammen mit Balingen und Elbflorenz, die zweitbeste Abwehr der Liga. Das sind Zahlen die zählen und mit der Kraft dieser Abwehr braucht sich Ferndorf vor keinem Gegner zu verstecken.
Wie knapp es in der Tabelle zugeht, zeigt ein Blick auf Balingen-Weilstetten: Als Tabellenzweiter liegen sie mit 14:6 Punkten nur lächerliche 2 Punkte vor Ferndorf. Die Saison ist noch jung, ein Drittel der Spiele ist gespielt, und unser Team steht auf einem einstelligen Tabellenplatz – bereit für den nächsten großen Schritt.
Also, TuS-Fans: Bringt die Halle zum Kochen, steht hinter eurem Team und lasst uns den Eulen zeigen, dass sie hier in der Stählerwiese die wahre Herausforderung erwartet! H(e)arz, was willst du mehr!
Man hört und liest in div. Medien, wieviel Punkte reichen könnten, um die Klasse zu halten, gehen wir mal von 26 Punkten aus. Wir haben mal ein paar Spieler dazu befragt.
Marvin Mundus: Ich kann jetzt nicht sagen, dass man mit 26 Punkten die Liga hält, ich denke, das wird sich erst im letzten Drittel entscheiden.
Valentino Duvancic: Ich denke, mindestens 26 Punkte sollten es schon sein.
Gabriel da Rocha Viana: Ich glaube, dieses Jahr wird man auf jeden Fall mehr als 30 Punkte brauchen, um die Klasse zu halten.
Weiter mit dem Vorbericht:
Noch ist alles offen, und in dieser Saison kann noch so einiges passieren – doch im Gegensatz zu anderen Teams wie Konstanz oder Hagen steckt der TuS nicht in einem Formtief. Natürlich wird auch Ferndorf nicht jedes Spiel gewinnen, das wäre utopisch. Aber das bisher hart erkämpfte Punktepolster gibt dem Team die Sicherheit, die kommenden Spiele mit kühlem Kopf anzugehen. Niemand in der Liga bleibt ohne Niederlagen, jeder wird noch Federn lassen, und die Tabelle wird noch kräftig durcheinandergewirbelt werden. Drücken wir Ceven Klatt und seinen kampfbereiten Jungs die Daumen! Sie wissen, was sie können, und jeder Einzelne wird alles geben, um das nächste Ausrufezeichen in der Liga zu setzen. Die Fehler aus dem Dessau-Spiel müssen ausgemerzt werden, denn dann stehen die Chancen gut, hier etwas Zählbares zu holen. Denn eines ist klar: Eine unschlagbare Mannschaft gibt es in dieser Liga nicht.
Und dieses prickelnde Duell gegen die Eulen Ludwigshafen hat eine besondere Brisanz: Ceven Klatts ehemaliges Team kommt in den Hexenkessel der Stählerwiese! Von Juli 2021 bis April 2022 stand er als Trainer bei den Eulen an der Seitenlinie, und fünf seiner früheren Spieler tragen heute noch das Trikot der Eulen. Ein Wiedersehen mit Freunden – und Gegnern. Und so sehr Klatt selbst es nie aussprechen würde, tief drinnen brennt er sicher darauf, seinem alten Team die Punkte zu entführen. Und so schlecht sieht es ja nicht aus, denn TuS Ferndorf hat auf der Haben-Seite mehr Siege in direkten Duellen stehen.
Es wird ein harter Kampf, doch für Ceven Klatt und seine Jungs gibt es nur eine Richtung: Sie wollen siegen, ganz egal, welche klangvollen Namen sich bei den Eulen die Schuhe schnüren. Doch auch, wenn es am Ende anders laufen sollte – die Welt wird für den TuS nicht untergehen.
Wir wollten von Spielern wissen, wie zufrieden sie nach 10 Spieltagen mit 12:8 Punkten sind.
Marvin Mundus: Hätte uns einer gesagt, dass wir im ersten Drittel nach 10 Spieltagen 12 Punkte haben, hätten wir das sicher unterschrieben. Wenn man sich allerdings die Spiele anschaut, wären vielleicht sogar noch ein, zwei Punkte mehr drin gewesen, es hätten aber auch ein, zwei Punkte weniger sein können. Das zeigt aber auch, wie eng die Spiele sind.
Gabriel da Rocha Viana: Ich bin natürlich sehr zufrieden, aber jeder von uns weiß, dass ein oder zwei Punkte mehr drin gewesen wären.
Valentino Duvancic: Ich denke, wir können zufrieden sein mit den ersten 10 Spieltagen. Als Aufsteiger direkt 12 Punkte zu holen, ist auf jeden Fall eine gute Leistung.
Ebenso wollten wir auch wissen, was diese Mannschaft ausmacht und warum sie derzeit die Liga rockt.
Marvin Mundus: Ich denke, wir sind eine Mannschaft, auf und neben dem Feld, mit einer guten Mischung aus Jung und Alt. Wir sind eine hungrige Mannschaft und zu Hause mit den Fans in der Halle eine Macht. Ich denke, wir sind auch noch eingespielt aus der Aufstiegssaison und das ist im Vergleich zu anderen Mannschaften ein ganz großer Unterschied.
Gabriel da Rocha Viana: Ich finde, dass man merkt, dass wir als Mannschaft zusammengewachsen sind und das ist natürlich ein Grund, warum wir so spielen, wie wir es momentan tun. Das Niveau in der 2. Liga ist einfach schon ein Stück höher und man wird sofort bestraft, wenn es an dem Tag nicht läuft.
Valentino Duvancic: Ich denke, wir sind einfach ein eingespieltes Team, wir funktionieren als Mannschaft und kennen uns mittlerweile sehr gut. Dazu kommen die Super-Leistungen unserer Torhüter, was die Grundlage für unseren Erfolg ist.
Letzte Frage, was kann die Mannschaft mit einem Blick in die Glaskugel in dieser Saison erreichen?
Marvin Mundus: Wenn man in die Glaskugel schaut, wünsche ich mir, dass wir am Ende der Saison nicht auf dem vorletzten Platz stehen, sondern irgendwo anders in der Tabelle
Gabriel da Rocha Viana: Ich wünsche mir einfach, dass wir weiterhin Punkte holen und das wir uns als Team noch in Abwehr und im Angriff steigern und natürlich eine geile Saison spielen und hoffentlich die Klasse halten.
Valentino Duvancic: Das ist schwierig zu sagen, die Ergebnisse sind von Woche zu Woche schwer vorher zu sagen. Wenn wir weiterhin so spielen und unsere Leistung abrufen, werden wir auch erfolgreich sein.
DAS IST FERNDORF, DAS BIST DU
Ceven Klatt: Wir haben die freien Tage genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen, den Kopf freizubekommen und vor allem auch, um Kräfte zu sammeln. Das war nach den intensiven Tagen sehr wichtig. Wir haben außerdem einen kleinen Cut gemacht und die ersten zehn Spiele Revue passieren lassen. Dabei haben wir über gewisse Dinge gesprochen, die wir gut gemacht haben und die wir besser machen wollen. Jetzt gehen wir mit neuer Energie und einer positiven Grundstimmung in die Trainingswoche, in der wir uns auf die Eulen vorbereiten. Der Fokus liegt zu Beginn der Woche auf dem individuellen Bereich. Wir wollen viele Würfe nehmen, viele Passwege laufen und bespielen, sodass man sich wirklich wieder an den Ball und die Mitspieler gut gewöhnt.
Zum Ende der Woche werden wir dann in die taktische Vorbereitung gegen die Eulen übergehen. Für mich ist das ein besonderes Spiel, da ich dort noch einige Bekannte habe. Die Eulen haben einen sehr guten Saisonauftakt hingelegt, und es wird sicherlich ein spannendes Spiel, das uns bevorsteht. Mex Raguse ist sicherlich der angriffsstärkste Halblinke der Liga; nicht nur bei den Toren, sondern auch bei den Assists liegt er in der Statistik ganz weit vorne. Er ist auch derjenige, der absolut Verantwortung übernimmt und im Angriffsspiel der Eulen der Dreh- und Angelpunkt ist. Ansonsten finde ich, dass sie auf der Torhüterposition mit Mats Gruppe und Žiga Urbič vieles richtig machen.
Wir wollen unsere Abwehr spielen und die Eulen mit unserer Defensive vor Probleme stellen. Was wir im Vergleich zu den letzten Spielen ein bisschen ändern, ist, dass wir bewusster ins Tempospiel gehen. Aufgrund der Kader- und Belastungssituation war das in den letzten Spielen nicht immer möglich. Aber das haben wir uns wirklich auf die Fahne geschrieben, dass das in den kommenden Spielen wieder ein Plus bei uns sein muss: dass wir mehr über das Tempo kommen und gerade aus einer stabilen Abwehr heraus einfache Tore erzielen wollen.
Zum Kader: Valentino Duvancic wird nicht spielen, das ist einfach noch zu früh. Aber der Unterschied ist jetzt, dass die Jungs die Akkus wieder aufgeladen haben und wieder fit sind. Deshalb sind wir gut fürs Wochenende aufgestellt. Bei Paul Schikora, der angeschlagen in Dessau nicht dabei war, ist alles wieder in Ordnung, und er wird wieder im Kader sein.
Bericht: Peter Trojak
Archivfotos Andreas Domian
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