Jobcenter im Kreises Siegen-Wittgenstein wirbt für Bildungspaket

wS/ksw   Siegen-Wittgenstein  –  Bisher haben Eltern im Kreis Siegen-Wittgenstein 1.200 Anträge für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragt. Das entspricht in etwa dem Bild, das auch eine nicht repräsentative Umfrage des Landkreistages NRW ergeben hat, an der sich 17 der 31 nordrhein-westfälischen Kreise beteiligt haben, unter anderem auch Siegen-Wittgenstein. Bei uns wurden 370 Mal Zuschüsse zur Mittagsverpflegung beantragt. In 300 Fällen ging es um die Förderung von Klassenfahrten bzw. Schulausflügen. Rund 100 Mal wurde um Unterstützung für die Schülerbeförderung nachgefragt, 80 Mal bestand ein Bedarf für Lernförderung. In 270 Fällen ging es um soziale Teilhabeleistungen wie z.B. Vereinsbeiträge.

„Die Nachfrage nach Leistungen aus dem Bildungspaket könnte größer sein“, wünscht sich Michael Schäfer, Geschäftsführer des Jobcenters. Rund 8.100 Kinder in Siegen-Wittgenstein haben einen Anspruch auf diese Leistungen. Schäfer, seine Mitarbeiter und der Kreis Siegen-Wittgenstein setzen deshalb auf intensive Information, insbesondere durch persönliche Ansprache: „Wir haben im Jobcenter regelmäßig Kontakt zu den Eltern und sprechen sie dann aktiv darauf an, dass sie für ihre Kinder Leistungen erhalten können“, sagt Schäfer: „Ich halte diese Leistungen auch für ausgesprochen sinnvoll, um den Kindern Zukunftschancen zu ermöglichen.“ Die Praxis zeige, dass Eltern, die Anspruch auf Leistungen für ihre Kinder haben, dies oft noch immer nicht wissen – trotz intensiver Berichterstattung in den Medien. Deshalb hält Schäfer die direkte Ansprache durch die Mitarbeiter des Jobcenters für einen effektiven Weg, die Leistungen bekannter zu machen.

Im Einzelfall konnten die beantragten Leistungen bisher aber noch nicht ausgezahlt werden. Das betrifft Antragsteller, die keine Hartz-IV-Empfänger sind. Dies liege an bisher noch fehlenden Ausführungsbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir hoffen, dass diese bald vorliegen und die berechtigten Ansprüche dann auch ausgezahlt werden können“, so Schäfer.