Operation für syrischen Kriegsverletzten

wS/si  –   Jung-Stilling-Krankenhaus  –  25.09.2012  –  Während des syrischen Bürgerkriegs treffen drei Kugeln den 19-jährigen Amjad Hasan Abu Nameer in Rücken und Gesäß. Im Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen operierte jetzt Chefarzt Professor Dr. Veit Braun (Neurochirurgie) den jungen Kriegsverletzten. Die Kosten für den Eingriff übernimmt das Krankenhaus.

„Der Ischias-Nerv des Patienten ist durch die Kugeln verletzt worden“, erklärt Braun. „Im Kriegsgebiet wäre die dringend nötige Operation nicht möglich gewesen.“ Nun habe Nameer aber gute Chancen, wieder richtig gehen zu können.

Der vollständige Heilungsverlauf wird aber noch mehr als ein Jahr dauern. „Die Nachbehandlung ist aber auch heimatnah möglich“, sagt Braun. Ermöglicht und organisiert wurden Reise und Operation durch den Deutsch-Syrischen Verein für Menschenrechte und dessen Mitglied Dr. Haytham Al Akkad. Der Urologe aus Kreuztal wandte sich auf der Suche nach einem Nervenzentrum an das Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus. „Wir sind sehr dankbar für die Hilfe“, sagt Al Akkad. „In unserem Verein verfolgen wir humanitäre Ziele für die Opfer der syrischen Revulotion.“

Der Verein wurde in einem jordanischen Flüchtlingslager auf den verletzten Nameer aufmerksam. Dorthin war er von Helfern des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen gebracht worden. In Jordanien konnten Ärzte bereits einen Beckenbruch operieren, den der Syrer ebenfalls erlitten hatte.

„Eine Behandlung in Syrien war undenkbar“, erklärt Al Akkad. „Auch die Medizinische Versorgung liegt in den Händen des Assad-Regimes.“ Für die Verantwortlichen des Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses stand außer Frage, dass sie Nameer helfen möchten:

„Ich hoffe, unser Patient kann bald in eine bessere Zukunft blicken“, sagt Fred-Josef Pfeiffer, Verwaltungsleiter des Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses.

Der Kreuztaler Urologe Dr. Haytham Al Akkad (re.) vermittelte die Operation für den syrischen Kriegsverletzten Amjad Hasan Abu Nameer (sitzend). Verwaltungsleiter Fred-Josef Pfeiffer (2. v. re.), Prof. Dr. Veit Braun (3. v. re) und Dr. Khaldoun Osman (li., alle Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen) halfen gerne.

 

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