Siegen mit vollem Tank zum Hülser Badeweiher

wS/jk – Siegen – 14.09.2012 – Nach dem bitteren Pokal-Aus der Sportfreunde Siegen am vergangenen Mittwochabend beim Lokalrivalen TuS Erndtebrück wartet mit dem VfB Hüls am Samstagnachmittag ein Gegner, der ein ähnliches Schicksal erlitten hat. Denn auch der Tabellenletzte der Regionalliga West hat sich beim 1:4 bei Verbandsligist Eintracht Rheine blamiert.

Beim Duell der Regionalliga-Vereine, die sich aus dem Westfalenpokal verabschiedeten, haben beide ein gleiches Ziel: Die Wiedergutmachung. Die Wunden der Niederlage im prestigeträchtigen Pokal-Derby sind zwar zwei Tage später noch nicht geheilt und die Fanseele ist enttäuscht, doch der straffe Pflicht-Spielplan lässt keinen Raum für Kummer und Wundenlecken.

„Auf geht’s…“, feuert René Lewejohann seine Mannschaftskollegen an. Nach Hüls wollen die Siegener wieder „mit vollem Tank“ fahren.

Es muss ja weiter gehen. Die nächste Aufgabe heißt VfB Hüls. Vor den Marlern, die in einigen Partien viel Pech hatten und erfolglos die rote Laterne der Liga hochhalten, hat Trainer Michael Boris schon gewarnt. Hüls sei besser als der Tabellenplatz aussagt. Zwar ließ der VfB mit seinem eigenen Pokal-Desaster die Sorgenfalten des Sportfreunde-Trainers nicht größer werden.

Über den Kampf ins Spiel finden

Doch das 1:2 am Mittwochabend am Erndtebrücker Pulverwald dürfte für die Regionalliga-Mannschaft der Sportfreunde Siegen genügend Warnung gewesen sein. Die Zweikämpfe nicht angenommen, den Oberliga-Kickern aus Erndtebrück nicht mit der notwendigen Einstellung begenet, ließ den vermeintlichen „Underdog“ dank Effektivität, Kampfgeist und Disziplin sowie guter Taktik zum strahlenden Sieger werden.

Leon Binder steht in Hüls wieder im Kader. Foto (3): Michael Handke/wirSiegen

Auf diese Tugenden setzt Trainer Michael Boris: „Wir müssen gegen Hüls ab der ersten Minute über den Kampf ins Spiel finden“, forderte der Regionalliga-Trainer. Mit anderen Worten heißt das: Den Tabellenletzten auf keinen Fall unterschätzen. Immerhin hat sich Hüls in einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Dormund mit 0:3 auch achtbar aus der Affäre gezogen.

Die Bilanz gegen das VfB-Team von Trainer Martin Schmidt spricht derweil eindeutig für die Sportfreunde: In bislang 14 Spielen gab es nur drei Unentschieden sowie 11 Siege der Sportfreunde. Gelingt den Hülsern der erste Sieg gegen Siegen, wäre das schlagzeilenträchtig.

In Hüls noch ungeschlagen

„Wir dürfen nicht mit halbvollem Tank nach Hüls fahren“, warnt Trainer Michael Boris deshalb. Ein Auftreten wie am Mittwochabend in Erndtebrück würde dafür sorgen, dass die Siegener aich im Stadion am Badeweiher nicht ankommen. Also, einmal volltankten, bitte! Denn nur mit Vollgas kommt Siegen voran.

So wie hier wollen die Sportfreunde-Spieler am Samstagnachmitag wieder Jubeln können.

Ungefährlich ist nämlich auch Hüls nicht. Mit dem Ex-Siegener Volkan Okumak und Yakup Köse haben die Mannen von Trainer Martin Schmidt zwei offensivstarke Flügelspieler. Ebenso hat der Angriff mit Stürmer Christian Erwig und dem Zehner Kadir Mutlur seine Qualitäten.

Immerhin kann Michael Boris die in Erndtebrück anfällige Abwehr mit Leon Binder stabilisieren, der seine Knieprobleme, die einen Einsatz am Pulverwald noch verhinderten, überwunden hat. Auch Daniel Grebe steht wieder zur Verfügung. Nicht im Kader stehen die längerfristig verletzten Schattner, Pollok (beide Muskelfaserrriss) und Fatih Tuysuz (Adduktoren).

Bericht: Jürgen Kirsch

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