KulturSiegen: „Worldmusic“-Konzertreihe entführt wieder in ferne Welten

wS/si  –  Stadt Siegen  –  17.01.2013  –  Auch in diesem Jahr setzt KulturSiegen die „Worldmusic“-Konzertreihe in Siegen  fort. Vom 24. Januar an finden in mehreren öffentlichen Einrichtungen Konzerte mit traditioneller Musik aus Afghanistan, Madagaskar und Jakutien in Sibirien statt. Insgesamt 20 Städte in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mit 85 Konzerten von Januar bis Juni am Klangkosmos-Netzwerk, das seit mehr als zehn Jahren vom Büro alba-Kultur koordiniert wird.

Mit neuer Unterstützung von zwei starken Partnern aus der Region, der Firma Hees Bürowelt und der Firma Kyocera, sowie den langjährigen Unterstützern DGB Region Südwestfalen und IG Metall Siegen, kann KulturSiegen auch in diesem Jahr die beliebte Konzertreihe durchführen. Erstmals wird die Reihe von der LWL-Kultur-Stiftung, sowie einzelne Konzerte vom Goethe-Institut und Goethe-Zentrum Madagaskar gefördert. Für das Konzert im Mai erhält KulturSiegen eine Förderung des Landes NRW über das Kultursekretariat Gütersloh. Zusammen mit den Haushaltsmitteln der Stadt Siegen und den Spenden des Publikums sind diese Konzerte auf kommunaler Ebene ein praktischer Beitrag zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens „zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“.

 

Die Termine lauten:

Donnerstag, 24. Januar 2013, 18.00 Uhr, Museum für Gegenwartskunst:

Daud Khan, Afghanistan/Deutschland – „Himalaya Crossings“

Daud Khan wurde in Kabul in Afghanistan geboren und siedelte vor über dreißig Jahren nach Deutschland über. Er ist ein Meister auf den Saiteninstrumenten Robab und Sarod und einer der versiertesten und angesehensten Interpreten nordindischer und afghanischer Musik weltweit.

Die Robab war und ist ein Hauptinstrument der afghanischen traditionellen Musik und wurde in den Khanaqhas, den Versammlungsorten der Sufis, gespielt und bei religiösen Zeremonien im Osten Afghanistans. Mit afghanischen Pferdehändlern, die auch Robabspieler waren, gelangte das Instrument im 17. Jahrhundert an die Höfe Nordindiens. Daraus entstand das heute als Sarod bekannte Saiteninstrument.

Während der Herrschaft der Taliban war jegliche Musik in Afghanistan verboten und auch unter den aktuellen politischen Bedingungen ist es extrem schwierig, diese Musiktradition wieder zu beleben. Heute gibt es weltweit nur wenige Musiker, die die klassische Tradition dieses Instrumentes am Leben erhalten.

 

Besetzung:

Daud Khan: Robab, Sarod

Dienstag, 12. Februar 2013, 18.00 Uhr, KrönchenCenter:

Samy & Bosco, Madagaskar – „Melodien aus dem Herzen der großen roten Insel“

Die Inselkultur Madagaskars ist beeinflusst von Besiedlungswellen aus Südostasien, Arabien, Afrika und Europa. In der 1500 Jahre alten Geschichte entstanden 18 Völker mit einer Vielzahl von Musikinstrumenten und einer reichen musikalischen Tradition. Einfluss hatte u.a. europäische Kirchenmusik im Zuge der tief greifenden Missionierungen. Daraus entwickelten die Madagassen einen eigenen mehrstimmigen Kirchengesang, der traditionelle  Lieder mit religiösen Texten verbindet. Dazu kommen gemischte Dialekt- und Instrumentalvariationen sowie Crossover.

Samoela Andriamalalaharijoaona, genannt „Samy“, beschäftigte sich früh mit verschiedenen Instrumenten, Geigen, Flöten, Bambuszithern und studierte verschiedene Musikstile. Heute sind alle seine Instrumente selbst gefertigt. Begleitet wird er von der Sängerin, Tänzerin und Multiinstrumentalistin Clara.

 

Besetzung:

Samoela Andriamalalaharijoaona: Gesang, Sodina, Sodinabe, Kabosy, Lokanga, Jejy voatava, Jejylava, Valiha

Rakotonirina Jean,  genannt „Bosco“: Gesang, Percussion

Jeanine Clara Andranaivo: Gesang, Tanz, Jejy voatava, Kaosy, Valiha, Percussion

 

Freitag, 12. April 2013, 18.00 Uhr, Museum für Gegenwartskunst:

Ayarkhaan, Jakutien – „Shamanische Maultrommeln“

In der Republik Sakha (Jakutien) in der Nähe des Kältepols erheben Frauen ihre Stimmen, um dem Volk der Jakuten Gehör zu verschaffen. Ihre magische Musik zeugt vom tiefen Glauben in die Natur und davon, wie in politisch unruhigen Zeiten und unter schwierigsten klimatischen und geografischen Bedingungen Menschen um ihr kulturelles Überleben kämpfen.

Die drei Musikerinnen von Ayarkhaan spielen Tundra-Gesänge im archaischen Stil, die ähnlich dem mongolischen Kehlkopfgesang oder dem Gesang nordamerikanischer Indianer klingen. Ihr Instrument ist die Maultrommel Khomus, die einen überwältigenden, rhythmischen, wuchtig-pulsierenden Klang produziert, der bis in tiefste Tonlagen reicht. Die Kostüme im traditionellen Stil wurden bei Modenschauen prämiert, Albina Degtyareva ist auch als Modeschöpferin bekannt und hat als Dichterin zahlreiche Werke in Jakutien veröffentlicht.

 

Besetzung:

Albina Degtyareva (Enseble-Gründerin): Khomus, Gesang

Varvara Stepanova: Khomus, Gesang

Alisa Savvinova: Khomus, Gesang

 

Samstag, 4. Mai 2013, 18.00 Uhr, KrönchenCenter (bei gutem Wetter in der Alfred-Fißmer-Anlage): Tropical Turn Quartett, Deutschland – „Latin-Caribbean-Jazz“

Einzigartig am Tropical Turn Quartett ist die Synthese aus klassischem Jazz und latein-karibischen Rhythmen wie Samba, Salsa, Soca und Merengue. Diese Musik ist wie der Sommer; mal locker-leicht und entspannt fließend, mal heiß und vibrierend, voller Energie und Lebensfreude, ein Sound, der Herz und Füße bewegt.

Im Zentrum stehen Kompositionen des Bandleaders Burkhard „Buck“ Wolters, die von Kanada bis Neuseeland von renommierten Verlagen vertrieben werden.

 

Besetzung:

Buck Wolters: Gitarre

Dmitrij Telemanov: Trompete

Uli Bär: Kontrabass

Benny Mokross: Schlagzeug, Percussion

 

Für alle Konzerte ist der Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten. Weitere Informationen gibt  Helga Dellori von KulturSiegen unter Tel. (0271) 404-3057 oder per E-Mail unter h.dellori@siegen.de. Zudem sind weitere Informationen über www.buehnen-suedwestfalen.de sowie www.klangkosmos-nrw.de abrufbar.

Daud Khan tritt am Donnerstag, den 24. Januar um 18.00 Uhr im Museum für Gegenwartskunst auf.

Die drei Musikerinnen von „Ayarkhaan“, die am 12. April um 18.00 Uhr im Museum für Gegenwartskunst auftreten.

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