Knappe Mehrheit ist keine Basis für eine Umsetzung der Uni-Schule in angedachter Konstellation

wS/uni Siegen – Erklärung von Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart zur gestrigen Ratsentscheidung in Sachen Uni-Schule: Die Stadt Siegen ist vollkommen souverän in dieser Entscheidung. Wir haben ein sicher interessantes und zukunftsweisendes Schulkonzept vorgelegt und ich nehme wahr, dass dies auch seitens der politischen Verantwortungsträger und der Bürgerinnen und Bürger der Stadt so gesehen wird. Andererseits verlangt das Konzept auch Einschnitte in die Schullandschaft. Dies zu balancieren, war die Aufgabe des Rates.

Nun hat der Rat sich sehr knapp für die Uni-Schule entschieden. Schulpolitik und speziell die Umsetzung von Schulreform ist aber immer auch mit Verabschiedung von Bekanntem und Vertrautem verbunden. Dies schmerzt und führt zu Unmut. Deshalb bedarf ein solcher Schritt einer deutlichen Mehrheit, die ich sicherlich bei Dreiviertel ansetzen würde. Eine 51:49-Prozent-Entscheidung im Bildungsbereich ist sicher keine Basis. Dementsprechend kann ich mir kaum vorstellen, dass eine Uni -Schule in der angedachten Konstellation umsetzbar ist. Bildung benötigt einen breiten Konsens.

Die Verantwortungsträger müssen nun sorgfältig abwägen, ob unter dem Zeitdruck eine Beteiligung am Modellversuch des Landes angezeigt ist, oder ob nicht weitere Gespräche der Sache eher dienen können. Ich danke jedenfalls allen, die sich so intensiv mit dem Projekt befasst haben, sowohl innerhalb der Universität, als auch in Rat, Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung der Stadt Siegen.

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